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Größere Sicherheit bei der Diagnose von Herzerkrankungen

04.05.2009
Neues Diagnosesystem der Klinik für Nuklearmedizin am UKM wird am 6. Mai vorgestellt

Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems zählen zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die Alarmsignale für eine Erkrankung der Herzkranzgefäße, die so genannte Koronare Herzkrankheit ("KHK"), sind allerdings häufig Symptome, die auch durch andere Erkrankungen hervorgerufen werden können. Eine frühzeitige und präzise Diagnose ist daher besonders wichtig.

In der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Münster (UKM) bietet ein neues Gerät nun noch mehr Sicherheit: Am 6. Mai wird das neue "SPECT/CT-System" bei einem Fachsymposium in der Klinik vorgestellt. Mit dem Gerät können gleichzeitig die Herzmuskeldurchblutung und Gefäßwandveränderungen, z.B. durch Kalkablagerungen, dargestellt werden.

"Dadurch stehen uns in der Diagnostik nun zwei Standbeine gleichzeitig zur Verfügung, mit denen wir das bestehende Diagnose- und Therapieangebot weiter ausbauen", erklärt Prof. Dr. Dr. Otmar Schober, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am UKM. Die schnelle Abklärung, ob tatsächlich eine koronare Herzerkrankung vorliegt, werde dadurch weiter verbessert.

Die Abkürzung SPECT steht für "Single Photon Emission Computer Tomography". Durch das neue Verfahren ist eine schichtweise Untersuchung des Herzmuskelgewebes ("Myokard") möglich. Zur Untersuchung der Herzmuskelfunktion werden den Patienten während eines Belastungs-EKG und unter Ruhebedingungen so genannte Radiopharmaka in eine Armvene injiziert, die sich im Herzmuskel je nach Durchblutung anreichern. Die Verteilung dieser Stoffe werden dann mit dem System aufgenommen und als Bild ("Szintigramm") sichtbar gemacht. So erhalten die Kliniker detaillierte Informationen zur Durchblutung. Bei einer Untersuchung verbringen die Patienten zwei mal 15 Minuten in der Kamera. "Diese nicht-invasive Untersuchung ist in unterschiedlichen klinischen Situationen einsetzbar, so z.B. in Ergänzung bzw. zur Prüfung der Notwendigkeit einer Herzkatheteruntersuchung. Die Möglichkeiten zu einer frühzeitigen, risikofreien und fundierten Diagnostik werden dadurch weiter deutlich verbessert", erläutert Prof. Dr. Michael Schäfers (European Institute of Molecular Imaging, WWU Münster).

Das Symposium zur Eröffnung des neuen Systems am 6. Mai 2009 unter dem Titel "Nicht-invasive Herzbildgebung mit Hybridsystemen" bietet Vorträge internationaler Experten zur Thematik, eine Podiumsdiskussion mit lokalen Vertretern der kardiovaskulären Medizin sowie die Eröffnung und Präsentation des SPECT/CT-Systems in der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des UKM.

Bei der Ausstattung der Untersuchungsräume in der Klinik für Nuklearmedizin wurde bewusst auch ein künstlerischer Akzent gesetzt, um eine angenehme Atmosphäre während der Untersuchung zu unterstützen: In privater Initiative wurden Acryl-Relief-Malereien der renommierten Künstlerin Ingrid Moll-Horstmann erworben. Die neun großformatigen Werke thematisieren in leuchtenden Farben den "Sonnengesang des Franz von Assisi" und können anlässlich der Eröffnung besichtigt werden.

Termin des Eröffnungssymposiums:
Mittwoch, 6. Mai 2009, 16 bis 19 Uhr
Ort:
Hörsaal L20, Lehrgebäude des Universitätsklinikums Münster, Albert-Schweitzer-Straße
Veranstalter:
Prof. Dr. Michael Schäfers, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Münster in Zusammenarbeit mit dem European Institute of Molecular Imaging, dem Sonderforschungsbereich 656 "MoBil" an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und dem Herzzentrum Münster e.V., Universitätsklinikum Münster.

Simone Hoffmann | Universitätsklinikum Münster
Weitere Informationen:
http://nukmed.klinikum.uni-muenster.de
http://www.klinikum.uni-muenster.de

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