Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Exzellente CT-Aufnahmen bei niedrigster Strahlung

30.01.2013
Siemens hat die Empfindlichkeit der Detektoren in seinen Computertomographen (CTs) auf ein bisher unerreichtes Niveau gesteigert - mit der Entwicklung der Stellar-Detektoren.

In einem CT rotieren eine oder zwei Röntgenröhren mit je einem gegenüberliegenden Detektor um den Patienten. Im menschlichen Körper schwächen Knochen oder Gewebe die Strahlung unterschiedlich stark ab. Der Detektor registriert die eintreffenden Röntgenstrahlen und wandelt sie in digitale Signale um. Das Ergebnis sind hochaufgelöste CT-Bilder.



Die neuen Stellar-Detektoren liefern bei geringerer Röntgenstrahlung als bisher eine noch höhere Bildqualität. So kann z.B. das Herz mit dem Somatom Definition Flash, einem der neuen Scanner mit Stellar-Detektoren, in weniger als einer drittel Sekunde komplett abgebildet werden - mit einer Auflösung von 0,30 Millimetern. Dabei ist die Strahlenbelastung signifikant reduziert.

Dank der kurzen Scanzeiten sind Untersuchungen möglich, ohne dass die Patienten Betablocker einnehmen müssen, um die Herzfrequenz zu senken. Adipöse Personen lassen sich ebenfalls besser untersuchen, weil die Stellar-Detektoren auch bei extrem abgeschwächten Signalen (z.B. durch umfangreiches Fettgewebe) gute Bilder liefern. Gleiches gilt für Scans, die mit äußerst niedriger Strahlendosis ausgeführt werden, etwa zur Untersuchung von Kindern oder Schwangeren.

Der Schlüssel zur hohen Empfindlichkeit ist eine neue Detektortechnologie, die das Rauschen der elektronischen Komponenten fast vollständig eliminiert. Im CT-Detektor werden die einfallenden Röntgenstrahlen zuerst von Szintillatorkristallen in sichtbares Licht umgewandelt.

Photodioden wandeln das Licht in ein analoges elektrisches Signal um, das anschließend digitalisiert wird. Aus diesen digitalen Daten werden überlagerungsfreie Schnittbilder berechnet. Die Länge der elektrischen Verbindung zwischen den analogen Komponenten beeinflusst das Signal-Rausch-Verhältnis und damit die Empfindlichkeit des Detektors.

Um die wenige Zentimeter langen Leitungen auf ein Minimum zu verkürzen, entwickelte Siemens Healthcare zusammen mit der globalen Siemens-Forschung Corporate Technology und dem Chip-Hersteller AMS einen Chip mit integrierter Schaltung, der gleichzeitig Photodiode und Analog-Digital-Wandler enthält. Der neue Detektor ist nicht nur empfindlicher, er verbraucht auch 80 Prozent weniger Energie als bisherige Technik.

Siemens rüstet alle neuen CT-Scanner der Baureihen Somatom Definition Flash und Somatom Definition Edge mit Stellar-Detektoren aus. Ältere Geräte des Typs Somatom Definition Flash und Somatom Definition AS können nachgerüstet werden. (IN 2013.01.7)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Herzforschung - Neue Katheterklappe in Tübingen entwickelt
16.01.2017 | Universitätsklinikum Tübingen

nachricht Fernüberwachung bei Herzschwäche kann Klinikaufenthalt ersparen
09.01.2017 | Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie

Kieler Forscher koordiniert millionenschweres Verbundprojekt in der Entzündungsforschung

19.01.2017 | Förderungen Preise

Neue CRISPR-Methode enthüllt Genregulation einzelner Zellen

19.01.2017 | Biowissenschaften Chemie