Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erstmalig in Deutschland: UKSH-Team implantiert 4-Elektroden-Defibrillator

22.07.2014

Prof. Dr. Bonnemeier hat mit seinem Team einem Patienten mit schwerer Herzschwäche ein neuartiges und äußerst innovatives „Herzstärkungssystem“ mit vier Elektroden implantiert.

Als erste Klinik in Deutschland und als eine der ersten Kliniken weltweit wurde in der Abteilung Elektrophysiologie und Rhythmologie der Klinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, ein neuartiges Stimulationssystem implantiert, welches sowohl den Patienten vor einem plötzlichen Herztod schützt, als auch durch eine höchst innovative 4-Elektroden-Stimulationsform die Herzleistung mit jedem Herzschlag unterstützt und verbessert.


Das neuartige 4-Elektroden-Stimulationssystem unter Röntgensicht. UKSH

Gemeinsam mit seinem Team – den zertifizierten elektrophysiologischen Spezialpflegern Christian Wulff und Jan Reeger – implantierte Prof. Dr. Hendrik Bonnemeier, Leitender Oberarzt und stellv. Klinikdirektor, das komplexe Herzschrittmachersystem einem Patienten mit Herzrhythmusstörungen und einer schweren Herzschwäche.

Die Prozedur dauerte nur etwa 45 Minuten – der Patient war während der Operation wach und ansprechbar. Der Eingriff gelang trotz minimalstem Einsatz von Röntgenstrahlen und wurde in einem der modernsten und größten elektrophysiologischen Operationssäle in Norddeutschland am UKSH in Kiel vorgenommen. Zum Schutz der Operateure wird bei der Implantation routinemäßig eine besondere Strahlenschutzkabine verwendet.

„Vielen Patienten mit einer Herzschwäche wird häufig ein einfaches Defibrillatorsystem mit einer oder zwei Elektroden implantiert“, sagt Prof. Bonnemeier. „Ich bevorzuge allerdings Systeme, welche nicht nur als „Airbag“ bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen fungieren, sondern mit jedem Herzschlag aktiv die Pumpfunktion des Herzens verbessern.“

Das Team um den Herzrhythmus-Spezialisten Prof. Dr. Hendrik Bonnemeier ist vom Hersteller des neuartigen 4-Elektroden-Systems unter weltweit mehr als 100 führenden Zentren speziell für diesen Eingriff ausgesucht worden.

In seiner Abteilung in Kiel wird seit mehr als vier Jahren eine besonders patientenschonende und prozessoptimierte Methode zur Implantation von komplexen Herzschrittmachersystemen verwendet, welche unter anderem nur eine örtliche Betäubung und eine für den Patienten und das Operationsteam bislang in anderen Zentren unerreichte Minimierung der Röntgenexposition vorsieht. Bonnemeiers Team ist mit jährlich mehr als 350 Operationen allein auf dem Gebiet der speziellen 3-Elektroden-Systeme eines der weltweit erfahrensten und geniest internationale Anerkennung.

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel,
Klinik für Innere Medizin III – Kardiologie, Angiologie
Prof. Dr. Hendrik Bonnemeier, Leitender Oberarzt und stellv. Klinikdirektor
Tel.: 0431 597-1441, E-Mail: Hendrik.Bonnemeier@uksh.de

Weitere Informationen:

http://www.uksh.de/140721_pi_bonnemeier_4elektroden.html

Oliver Grieve | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Herzforschung - Neue Katheterklappe in Tübingen entwickelt
16.01.2017 | Universitätsklinikum Tübingen

nachricht Fernüberwachung bei Herzschwäche kann Klinikaufenthalt ersparen
09.01.2017 | Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie

Vom Feld in die Schule: Aktuelle Forschung zu moderner Landwirtschaft für den Unterricht

23.01.2017 | Bildung Wissenschaft

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten