Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erfolg neuer Technologien bei Ultraschallanwendungen für die Leber- und Brustdiagnostik

19.10.2009
Siemens Healthcare verfügt über zwei Technologien, welche die Ultraschallbildgebung entscheidend verändern werden: die ARFI-Bildgebung (Acoustic Radiation Force Impulse) und den 3D-Brustscanner Acuson S2000 ABVS (Automated Breast Volume Scanner).

Neueste Studien zur ARFI-Bildgebung bestätigen den Erfolg dieser Methode, die mithilfe der Softwarelösungen „Virtual Touch Tissue Imaging“ und „Virtual Touch Tissue Quantification“ die Elastizität von Gewebe besser als bisher bestimmen und quantifizieren kann.

Immer bedeutsamer für die Brustkrebsdiagnose wird auch die automatische Volumenbildgebung für die Mammasonographie. Mit dem neuen Ultraschall-Brustscanner Acuson S2000 ABVS trägt Siemens dieser Technologie Rechnung. Das multifunktionale System – besonders geeignet für die Untersuchung dichten Brustgewebes – ist in Europa mittlerweile in rund 20 medizinischen Einrichtungen im Einsatz.

Die Gewebeelastizität gibt einen wichtigen Hinweis auf bösartige Veränderungen. Eine der innovativsten Ultraschallanwendungen von heute ist die Umsetzung der so genannten ARFI-Bildgebung. Mit ihrer Hilfe kann Gewebe mittels eines akustischen Druckpulses komprimiert werden. Damit kann der Arzt nun auch die Druckempfindlichkeit von tief liegendem Gewebe, zum Beispiel der Leber oder Niere, beurteilen und Gewebeveränderungen erkennen. Im Gegensatz zur herkömmlichen Elastizitätsbildgebung, bei der mit dem Schallkopf auf das zu untersuchende Gewebe Druck ausgeübt wird, ermittelt die Virtual Touch Tissue Bildgebung die Gewebesteifigkeit also automatisch. Die Virtual Touch Tissue Quantification ist das derzeit einzige Verfahren am Markt, das auch die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Scherwellen misst, was eine detaillierte Klassifizierung der Gewebesteifigkeit – und damit eine Beurteilung der Schwere der Erkrankung – erlaubt. Beide Verfahren ermöglichen jetzt reproduzierbare, vergleichbare Aufnahmen und Messergebnisse – unabhängig vom Untersucher.

Aktuelle Forschungsarbeiten weisen darauf hin, dass diese Methode hilfreich bei der Differenzierung von Anomalien ist, wie etwa Lebertumoren oder bei der Quantifizierung des Leber-Fibrosegrades. Dr. Mireen Friedrich-Rust vom Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main, hat in einer kürzlich veröffentlichten Studie herausgefunden, dass sich „Virtual Touch Tissue Quantification als ein vielversprechendes Verfahren zeigt, um mittels bildgesteuertem Ultraschall das Leber-Fibrosestadium bei Patienten mit viraler Hepatitis quantifizieren zu können.“ Das Verfahren wird bereits an einigen Kliniken in Europa eingesetzt. Siemens hat diese Technologie als erstes Medizintechnik-Unternehmen in einem bildgebenden Ultraschallsystem umgesetzt.

Mit dem Acuson S2000 ABVS hat Siemens Healthcare den weltweit ersten multifunktionalen Ultraschall-Brustscanner vorgestellt, der automatisch Volumendarstellungen der weiblichen Brust akquiriert. Die benutzerunabhängige und standardisierte Untersuchung gewinnt dadurch einen neuen Stellenwert. Der Radiologe und Miteigentümer des Diavero Diagnose-zentrums in Essen, Dr. Frank Stöblen, ist sich sicher, dass das neue Ultraschallsystem mit ABVS bei der Brustkrebsdiagnose immer bedeutsamer wird: „Diese Technik wird für die Früherkennung sehr wichtig werden. Sie kann auch zur Untersuchung von Hochrisiko-patienten angewendet werden, zum Beispiel bei erblicher Vorbelastung oder während beziehungsweise nach Krebsbehandlungen."

Das innovative System ermöglicht besonders bei Frauen mit dichtem Brustgewebe eine höhere Früherkennungsrate bei Brustkrebs. In Nordamerika und Westeuropa haben etwa zwei von fünf Frauen dichtes Brustgewebe, was nach Angaben des New England Journal of Medicine2 das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, verfünffacht. Während die konventionelle Mammographie die Methode der ersten Wahl bei Untersuchungen zur Früherkennung von Brustkrebs bleiben wird, zeigte eine Studie3 aus dem Jahr 2008, dass mit einer Kombination von Screening-Mammographie und Ultraschall 28 Prozent mehr Karzinome entdeckt wurden als mit der Mammographie allein.

Die automatische Volumenbildgebung mit dem Acuson S2000 ABVS erlaubt erstmals auch die Darstellung der koronalen Ebene der Brust – von der Brustwarze bis zur Brustwand – wie sie mit herkömmlich akquirierten Ultraschallaufnahmen nicht möglich war. Ergänzend kann man mit dem automatischen Brustscanner auch alle konventionellen, handgeführten Ultraschalluntersuchungen vornehmen.

Leseranfragen sind zu richten an:
Siemens Schweiz AG
Healthcare Sector
Freilagerstrasse 40
CH-8047 Zürich
Tel: +41 (0)585 581 599

| Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/med-bilder/Acuson-S2000ABVS
http://www.siemens.ch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Neue Hoffnung für Leberkrebspatienten
24.03.2017 | Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

nachricht Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten
23.03.2017 | Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise