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Durchblick im Herzen

25.08.2010
Siemens stellt neue Lösungen zur Diagnose und Therapie von Herzerkrankungen vor

Siemens Healthcare zeigt auf dem Kongress der European Society of Cardiology (ESC) 2010 seine innovativen Lösungen für die Kardiologie, die eine höhere Versorgungsqualität bieten und gleichzeitig ein Beitrag zur Kostensenkung im Gesundheitswesen sind.

Ziel ist es, mit modernen Verfahren der Bildgebung und der Labordiagnostik Herzerkrankungen sowohl zuverlässiger und früher als bisher zu diagnostizieren, als auch neue Therapieansätze zu ermöglichen, durch die der Patient schonender und schneller behandelt werden kann. Beispiele dafür sind Herzinsuffizienz und koronare Herzkrankheit (KHK), von denen immer mehr Menschen betroffen sind. Im modernen Herzkatheterlabor werden auch mithilfe innovativer Siemens-Technologie heute mehr und mehr Herzklappen minimalinvasiv per Katheter ersetzt.

Diese und andere neuartige Prozeduren werden vornehmlich in so genannten Hybrid-OPs durchgeführt, die die Vorzüge eines Katheterlabors mit denen eines Operationssaals verbinden. Das vollständige Siemens-Portfolio für die Kardiologie umfasst neben der medizinischen Bildgebung und der Labordiagnostik auch kardiovaskuläre IT-Lösungen sowie kundenspezifische Service-Leistungen. In Europa leiden derzeit etwa 14 Millionen Menschen an Herzschwäche. Diese Zahl wird Schätzungen zufolge bis 2020 auf etwa 30 Millionen ansteigen1.

Viele von ihnen haben eine koronare Herzerkrankung als Grunderkrankung. Solche Herzerkrankungen sind in den Industrienationen weiterhin die Volkskrankheit Nummer eins. Rund die Hälfte aller Menschen stirbt an Herz-Kreislauf-Erkrankungen – davon ein Drittel an einem Herzinfarkt. Neue medizinische Methoden und bildgebende Verfahren wie Echokardiographie, Magnetresonanztomographie (MRT), Nuklearmedizin und Computertomographie (CT) helfen dabei, Diagnosen schneller durchzuführen und Therapien gezielter und früher einzuleiten. Denn ein sinnvoller Einsatz neuer Technologien erspart dem Gesundheitssystem langfristig Ausgaben und bedeutet für Patienten mit schonenderen Methoden eine schnellere Diagnose und Therapie.

In diesem Zusammenhang veranstaltet Siemens auf dem ESC eine Reihe von Satelliten- Symposien über die neuesten Behandlungsmethoden in der Kardiologie. Dabei steht die Therapie von Patienten mit Herzinsuffizienz, von Menschen mit akutem Brustschmerz und Patienten mit schwerer Aortenklappenstenose im Vordergrund. Referenten aus ganz Europa und den USA werden sich in Vorträgen und Diskussionen mit ihrem Fachpublikum zu diesen Themen auseinandersetzen. Auf www.siemens.com/esc sind Interviews mit führenden Kardiologen sowie unmittelbar nach dem Kongress Aufzeichnungen der Satellitensymposien verfügbar.

Auch in diesem Jahr haben die Kongressbesucher die Gelegenheit zu einem praktischen Training der neuen Siemens-Technologien im Zuge so genannter „Hands-on-Tutorials“. Diese werden von klinischen Experten durchgeführt und für typische Befundungen in der kardiovaskulären CT, MR und in der Echokardiographie und interventionellen Kardiologie angeboten.

Neuheiten auf dem ESC

Neue Anwendungen und niedrigere Dosis in der klinischen Routine mit Dual-Source-CT

Die Computertomographie zeigt mit dem Fokus auf Dual-Source-CT neue Anwendungen für die Themengebiete Strahlendosis- und Kontrastmittelreduktion. Ein weiterer Schwerpunkt auf dem Kongress ist die Planung von TAVI-Eingriffen (Transkatheter-Aortenklappenimplantation) mit dem CT-Scanner Somatom Definition Flash und der Bildgebungssoftware Syngo.via von Siemens.

3-D in der Angiographie: Neue Bildgebungssoftware von Siemens erleichtert Arbeitsablauf bei minimal-invasiver Herzklappenimplantation

Syngo Aortic Valve Guide heißt die neue Bildbearbeitungssoftware von Siemens, die Kardiologen und Herzchirurgen hilft, eine Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) vorzubereiten und durchzuführen. Die neue Software schneidet aus CT-ähnlichen Schnittbildern des Angiographie- Systems automatisch eine 3D-Darstellung der Aortenwurzel aus und markiert anatomische Orientierungspunkte wie beispielsweise die Koronarostien. Dieses 3D-Bild wird mit den zweidimensionalen Fluoroskopie-Aufnahmen aus der Live-Durchleuchtung überlagert. So kann sich der Arzt in Echtzeit dreidimensional im Körper des Patienten orientieren, während er die neue Klappe an die vorgesehene Stelle navigiert.

Neues Ultraschallsystem Acuson SC2000 automatisiert Routineuntersuchungen

Siemens stellt die nächste Generation des 3D-Ultraschallsystems Acuson SC2000 (Release 1.5) vor, das alle Bedürfnisse einer kardiologischen Untersuchung erfüllt – von 2D-Bildern bis zu Volumenaufnahmen. Es verfügt über eine Reihe von Applikationen, welche die Arbeitsabläufe für Kardiologen optimieren. Dazu gehören vor allem die Softwarelösungen eSie Measure und eSie Scan. Als erster Medizintechnikhersteller hat Siemens mit eSie Measure ein Softwarepaket entwickelt, das komplett automatisierte Messungen bei Routineuntersuchungen in der Echokardiographie ermöglicht. Dies spart dem Arzt viel Zeit. Die so erzielten Ergebnisse sind präziser als bei manuellen Messungen, was die Diagnose nochmals verbessern kann. Mit der neuen Schallkopftechnologie „In Focus“ kann sich der Arzt nun das gesamte Herz „scharf“ stellen.

Weitere Highlights auf dem ESC

Magnetresonanz (MR) zeigt Innovationen für einen neuen „Standard of Care“

Die auf dem ESC vorgestellten Siemens-Innovationen für kardiale MR-Untersuchungen werden einfacher und schneller für Patienten mit akuten und chronischen Herzproblemen einsetzbar und haben damit das Potenzial zu einem völlig neuen „Standard of Care“: Um die Komplexität von kardialen MR-Untersuchungen zu verringern und die Produktivität zu erhöhen, hat Siemens die Dot (Day optimizing throughput) Engine entwickelt. Dot ergänzt Tim (Total imaging matrix) und führt zu größerer Bildkonsistenz, verbesserter Bedienfreundlichkeit, kürzeren Untersuchungen und damit zu höherer Produktivität. Die neue Technologie führt den Untersucher per Bild und Text Schritt für Schritt auch durch komplexe Untersuchungen. Dabei lassen sich Untersuchungen jederzeit mit wenigen Mausklicks an den jeweiligen Patienten anpassen. Standardisierte Lang- und Kurzachsenschnitte werden zum Beispiel anhand von anatomischen Landmarken generiert und stehen als Parameter für nachfolgende Sequenzen zur Verfügung. Die Kombination von Tim und Dot ermöglicht eine individualisierte Behandlung der Patienten und verbessert die Arbeitsabläufe bei kardialen MRT-Untersuchungen erheblich. Beide Technologien werden in den MR-Scannern Magnetom Aera (1.5 Tesla) und Magnetom Skyra (3 Tesla) angeboten.

Nuklearkardiologie

Mit den Lösungen für die Nuklearkardiologie gibt Siemens dem Kardiologen Technologien an die Hand, die ihm die Erkennung beginnender oder manifestierter koronarer Herzerkrankungen einschließlich Myokardinfarkt und die Untersuchung von Unregelmäßigkeiten in der globalen und lokalen Wandbewegung erleichtern.

Siemens demonstriert auf dem ESC die neue Software Syngo Dynamic PET mit der Myocardial- Blood-Flow-Funktion. Es ist eine integrierte Lösung für die quantitative Auswertung des Ausmaßes von Ischämie (schlechte Durchblutung) des Herzens. Die neue Methode nutzt eine Messung der Durchblutung des Herzmuskels (Myokardperfusion) mit dem Hochleistungs-PET-CT Biograph und bringt folgende Vorteile: Untersuchungen haben gezeigt, dass quantitative PET-Perfusionsstudien im Vergleich zu regulären Perfusionsstudien genauere Ergebnisse liefern. Diese zusätzliche Information kann eine signifikante Auswirkung auf die Diagnose von Patienten mit fortgeschrittener koronarer Herzkrankheit haben, insbesondere bei Patienten mit Erkrankung mehrerer Gefäße oder mit asymptomatischen Erkrankungen.

Daneben werden auch traditionelle Anwendungen in der Nuklearmedizin wie die SPECTMyokardperfusion durch eine ergänzende CT-Untersuchung mit dem SPECT-CT Symbia TruePoint von Siemens noch effektiver. Die Funktion IQ•SPECT der Symbia Gammakamera, ebenfalls von Siemens, ermöglicht umfassende Herzauswertungen wie Perfusion mit organzentrierter Vergrößerung und Schwächungskorrektur sowie Calcium Scoring – und dies alles in nur fünf Minuten. Vor allem das Calcium Scoring spielt eine wichtige Rolle bei der Diagnose von koronaren Herzerkrankungen. Es ist ein unabhängiger Indikator für die Prognose von KHK und kann in Kombination mit einer SPECT-Untersuchung die diagnostische Sicherheit erhöhen.

Kardiovaskuläre IT-Lösungen

IT-Lösungen für die Kardiologie von Siemens zielen darauf ab, die klinischen Arbeitsabläufe zu optimieren. Dies geschieht durch die Integration von klinischen Bildern auf der einen und zusätzlichen Informationen wie Labor- oder Patientendaten auf der anderen Seite. Die neue Version 9.0 der Software Syngo Dynamics, die Siemens auf dem ESC präsentiert, wird eine Vielzahl von neuen Funktionen enthalten. Diese helfen, die Verwaltung von kardiologischen Daten im Krankenhaus zu vereinfachen. Klinische Bilder erscheinen in wenigen Minuten und haben eine verbesserte Qualität. Daneben bietet das neue Syngo Dynamics Portal verschiedene Messdaten (Key Performance Indicators, KPIs) an, mit denen das Erreichen von Zielen oder Erfolgsfaktoren innerhalb eines Unternehmens ermittelt werden kann. Diese Informationen sind besonders hilfreich in einer Zeit, in der auch Krankenhäuser verstärkt nach betriebswirtschaftlichen Aspekten geführt werden müssen.

Mit dem neuen Tool können die Ärzte die für die Befundung ihrer Fälle wichtigen Bilder und Berichte über einen speziell gesicherten Zugang per Web einsehen. Unterstützt durch die Microsoft-Technologie Silverlight erhalten die Anwender ergänzend Thumbnails, Studien und Berichte innerhalb von Sekunden. Die Software ist so entwickelt worden, dass sie modernen Web- Anforderungen entspricht.

Darüber hinaus zeigt Siemens seine neueste Software für die multimodale Betrachtung und Befundung von klinischen Fällen: Syngo.via. Ein großer Vorteil dieser Software ist die automatisierte Vorbereitung der einzelnen Fälle. Die Navigation läuft strukturiert über mehrere Fachbereiche hinweg automatisch ab – so auch in der Kardiologie. Ziel ist es, die bestmögliche Versorgung der Patienten auf die effizienteste Art und Weise durchzuführen.

Neues Beratungsmodell für die Kardiologie

Siemens zeigt mit seinem neuen Beratungsmodell "Act on Acute Coronary Syndrome" (akutes Koronarsyndrom) seinen Kunden neue Wege, um krankenhausspezifische Strukturen und klinische Prozesse zu bewerten und zu verbessern. Basis ist ein systematisches Modell, das aus einem Datenpool besteht, das Versorgungsleitlinien, aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse, Best- Practice-Analysen und klinische Expertisen umfasst. So genannte Prozessreifegradmodelle werden dabei für komplexe Vorgänge eines bestimmten Krankheitsbildes entwickelt, zum Beispiel für das akute Koronarsyndrom. Damit hat Siemens einen völlig neuartigen Beratungsansatz im Gesundheitswesen entwickelt. Prozessreifegradmodelle kommen ursprünglich aus der Softwareentwicklung, mit der Übertragung in das Gesundheitswesen wird damit Neuland betreten. Ziel dieses Ansatzes ist es, über die Verbesserung der Prozessqualität und der Leitlinienkonformität in Krankenhäusern die Versorgungsqualität zu erhöhen.

Labordiagnostik in der Kardiologie: Troponin- und NT-proBNP/BNP-Test

Kardiale Troponine sind heute die bevorzugten Blutmarker bei der Diagnose des Herzinfarkts und des akuten Koronarsyndroms. Als erstes Unternehmen entwickelte Siemens einen vollautomatischen hochpräzisen und hochsensitiven Troponin-Test („TnI Ultra“), der neben den ESC-Anforderungen auch die der ACC (Europäische Gesellschaft für Kardiologie/American College of Cardiology) erfüllte. Der Vorteil des Siemens-Tests für den Kardiologen: Er ermöglicht eine bessere Trennung zwischen Normal- und Infarktpatienten.

Patienten, die an einer Herzschwäche leiden, weisen erhöhte BNP-Werte (B-Typ-natriuretisches Peptid) auf. Durch die Bestimmung dieser Werte in einer Blutprobe lässt sich eine Herzinsuffizienz schnell von anderen Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen unterscheiden. Siemens bietet seine NT-proBNP/BNP Assays auch auf allen Analysesystemen aus den Produktfamilien Immulite, Dimension und Advia Centaur an. Damit steht Ärzten neben den bildgebenden Verfahren ein zuverlässiges und kostengünstiges Hilfsmittel für die Diagnostik der Herzinsuffizienz zur Verfügung.

Der Siemens-Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informationstechnologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür, dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 48.000 Mitarbeiter und ist rund um den Globus präsent. Im Geschäftsjahr 2009 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 11,9 Milliarden Euro und ein Ergebnis von rund 1,5 Milliarden Euro.

Einige der hier genannten Produkte sind noch nicht in jedem Land käuflich zu erwerben. Aufgrund von medizinprodukterechtlichen Vorgaben kann die zukünftige Verfügbarkeit in keinem Land zugesagt werden. Detaillierte Informationen sind bei der jeweiligen Siemens Organisation vor Ort erhältlich.

Die hierin enthaltenen Aussagen basieren auf Ergebnissen, die von Siemens-Kunden in deren jeweiligen spezifischen Nutzungsumfeld erzielt wurden. Es ist zu beachten, dass es kein "typisches" Krankenhaus gibt und die Resultate von verschiedenen Variablen abhängen, wie z.B. der Größe des Krankenhauses, des Behandlungsspektrums, des Grads der IT-Integration. Aus diesem Grunde ist nicht gewährleistet, dass andere Kunden dieselben Ergebnisse erzielen werden.

Bianca Braun | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/healthcare

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