Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Chirurgen planen Operationen virtuell

16.03.2012
Mit der Software PreOPlan können Ärzte Routine-Operationen von Knochenbrüchen virtuell planen.

Siemens Healthcare hat PreOPlan gemeinsam mit Synthes entwickelt, dem Weltmarktführer für Knochenimplantate. Der Chirurg kann mit PreOPlan seinen geplanten Eingriff auf einem Röntgenbild des Patienten simulieren.


Dabei kann er anhand einer integrierten Implantate-Datenbank bestimmen, welche Knochenimplantate am besten geeignet sind. Anhand des Planungsberichts kann der Arzt nachweisen, wie er sich auf den Eingriff vorbereitet hat, und seinem Patienten die Operation vorab anschaulich erklären. Außerdem kann das OP-Personal den Bericht zur Vorbereitung der Operation nutzen. PreOPlan ist derzeit in Europa verfügbar, die Zulassung für die USA steht aus.

In der Regel planen Chirurgen routinemäßige Operationen von Knochenbrüchen der Extremitäten mithilfe eines Röntgenbildes der Fraktur „im Kopf" oder zeichnen das geplante Vorgehen händisch auf der Aufnahme ein. Allerdings kann der Arzt vorab nur schätzen, welche Implantate am besten geeignet sind, um die Bruchstelle zu fixieren.

Außerdem kann er nicht genau dokumentieren, wie er sich auf den Eingriff vorbereitet hat. Immer mehr Krankenhäuser fordern aber einen solchen Nachweis. Mit PreOPlan können Chirurgen an einem PC Routine-Operationen schnell, sicher und nachweisbar vorbereiten.

Die Software ermöglicht es dem Arzt, einen Knochenbruch anhand eines digitalen Röntgenbildes des Patienten zu analysieren: Der Arzt kann die Fraktur am Bildschirm segmentieren, vermessen und die Bruchstelle anatomisch korrekt wieder zusammenfügen. Aus einer Datenbank mit Knochenimplantaten von Synthes werden automatisch alle geeigneten Implantate für die jeweilige anatomische Region vorgeschlagen.

Je nach ausgewähltem Implantat kann der Arzt dessen Länge, Winkel oder Dicke anschließend direkt auf dem Planungsbild anpassen. Im folgenden Schritt schlägt PreOPlan automatisch eine Reihe von möglicherweise benötigten zusätzlichen Implantaten - beispielsweise Schrauben zum Fixieren - vor. Insgesamt dauert die Planung einer Routine-Operation mit PreOPlan nur wenige Minuten.

Die Software ist auch für Korrekturen von Beinfehlstellungen am Knie einsetzbar. Dabei wird ein Schenkelknochen nahe des Knies durchtrennt und ein Keil entfernt, um eine Fehlstellung der Beine zu korrigieren. Mithilfe von PreOPlan kann der Operateur vorab berechnen, an welcher Stelle, in welchem Winkel und in welcher Größe er den Keil entnehmen muss, um das Bein zu begradigen. (IN 2012.03.5)

Disclaimer: PreOPlan ist momentan nicht für alle Länder in Europa wegen der Erfüllung der Sprachvorgaben an die GA und das User Interface verfügbar. Bitte wenden Sie sich wegen Details an Ihren Siemens-Vertrieb im Land.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Berichte zu: Bruchstelle Fraktur Implantat Knie Knochenbruch Knochenimplantat PreOPlan Röntgenbild

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Auf die richtige Verbindung kommt es an: Tiefe Hirnstimulation bei Parkinsonpatienten individuell anpassen
22.06.2017 | Charité – Universitätsmedizin Berlin

nachricht Forschungsprojekt BabyLux: Neues Messinstrument schützt Frühgeborene vor Gehirnschädigungen
12.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie

Digitalanzeige mit Touchscreen WAY-AX & WAY-DX von WayCon

27.06.2017 | Energie und Elektrotechnik

Der Krümmung einen Schritt voraus

27.06.2017 | Informationstechnologie