Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bestimmung von Kohlenhydraten in Lebensmitteln

01.11.2009
Die Bestimmung von Kohlenhydraten oder Sacchariden spielt aufgrund ihrer Bedeutung als Hauptnährstoffe in der Lebensmittelanalytik eine große Rolle.

Metrohm hat eine einfache ionenchromatographische Methode entwickelt, welche mittels isokratischer Elution und gepulster amperometrischer Detektion die genaue Bestimmung sowohl von wasserlöslichen Polyolen und Zuckeralkoholen wie auch von Mono-, Di- und Oligosacchariden in Grund- und anderen Nahrungsmitteln ermöglicht.

Ionenchromatographie überlegenDie am weitesten verbreiteten Analysentechniken zur Bestimmung von Kohlenhydraten sind die Magnetische Kernresonanz-Spektroskopie (1H-NMR), Fourier-Transform-Infrarot-Spektroskopie (FT-IR), Polyacrylamid-Gelelektrophorese (PAGE), sowie Gas- und Flüssigkeitschromatographie (GC/LC) mit anschließender Massenspektrometrie (MS). Während spektrometrische Methoden teuere Geräte und hoch qualifiziertes Personal voraussetzen, erfordern gaschromatographische Methoden eine zeitaufwändige Derivatisierung.

Als Alternative empfiehlt sich die Hochleistungs-Anionen-Austauschchromatographie, die günstiger als die Massenspektrometrie und schneller als gaschromatographische Methoden ist.Methodische HerausforderungenIn stark alkalischen mobilen Phasen werden die anionischen Bestandteile des Zuckers auf einem positiv geladenen Anionenaustauscher getrennt. Geringfügige Unterschiede in den pKa-Werten der Kohlenhydrat-Hydroxyl-Gruppen ermöglichen die Auftrennung von niedermolekularen Sacchariden. Die Schwierigkeit besteht darin, eine Methode zu finden, welche eine einfache und ausreichend empfindliche Detektion der getrennten Kohlenhydrate erlaubt. UV- und Fluoreszenz-Detektion scheiden aus, weil weder Chromophore noch Fluorophore vorliegen. Der Refraktionsindex-Detektor wiederum ist mit dem Nachteil behaftet, dass er nicht empfindlich genug ist und eine Gradientenelution nicht möglich ist.

Da Kohlenhydrate elektrochemisch aktiv sind, lassen sich die genannten Schwierigkeiten mittels amperometrischer Detektion überwinden. Hierzu wird ein Verfahren angewendet, das als gepulste amperometrische Detektion (PAD) bekannt ist.

Zunächst wird eine positive Spannung (E1) angelegt, um die Target-Analyten zu bestimmen, gefolgt von einem zweiten, stärker positiven Impuls (E2), durch welchen die Reaktionsprodukte mittels Oxidation von der Elektrode entfernt werden. Eine dritter, negativer Spannungsimpuls (E3) schließlich dient dazu, Oxide auf der Elektrodenoberfläche zu reduzieren. Der gesamte dreistufige Prozess dauert in der Regel eine Sekunde und wiederholt sich im Sekundentakt, um eine Beschädigung der Elektrode zu verhindern.

Neben Kohlenhydraten eignet sich PAD auch zur Bestimmung von Aminozuckern, Aminosäuren, biogenen Aminen, schwefelhaltigen Spezies, Alkoholen und diversen Antibiotika.

| LABO
Weitere Informationen:
http://www.labo.de/xist4c/web/Bestimmung-von--Kohlenhydraten-in-Lebensmitteln_id_510__dId_471820_.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Neues DaVinci-OP-System: Universitätsmedizin Mainz erweitert Spektrum an robotergestützten OP´s
03.02.2017 | Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

nachricht Deutschlandweit erste Installation: Kompakter Roboter assistiert bei MRT-geführter Prostatabiopsie
02.02.2017 | Universitätsklinikum Leipzig AöR

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie