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Infrarot-Strahler für die Medizintechnik

23.11.2007
Die Infrarot-Wärmetechnologie wird seit Jahrzehnten in der industriellen Fertigung eingesetzt, relativ neu ist der Einsatz dieser Technologie jedoch in der Medizintechnik.

Seit einiger Zeit helfen Infrarot-Strahler bei Wärmeprozessen direkt am Patienten oder indirekt bei der Herstellung medizinischer Produkte. Infrarot-Strahler erwärmen Gewebe vor dem Fettabsaugen und sie helfen beim Entfernen von Falten. Die Strahler trocknen Granulat, vulkanisieren Schläuche oder aktivieren Kleber auf Pflastern.


Infrarot-Strahler von Heraeus Noblelight trocknen effektiv und mit hoher Qualität. Infrarot-Wärme hat im Gegensatz zu heißer Luft eine sehr hohe Wärmeübertragungskapazität, das beschleunigt Wärmeprozesse. So kann entweder der Produktdurchsatz erhöht oder der Ofen verkürzt werden. Copyright Heraeus Noblelight 2007

Infrarot-Strahler von Heraeus Noblelight übertragen Wärme kontaktfrei und lassen sich sehr gut regeln. So können empfindliche Prozessbedingungen auch in Reinräumen genau eingehalten werden.

Infrarot-Wärme trocknet Lack und erwärmt Kunststoff, das ist bekannt. Ebenso kennen viele die alten Infrarot-Wärmestrahler in Badezimmern oder bei der Ferkelaufzucht. Aber ein Einsatz in der Medizintechnik ?

Die modernen Infrarot-Strahler bieten allerdings viel mehr, als etwas einfach nur warm zu machen. Vor allem übertragen sie Energie sehr präzise und ausgerichtet auf die Eigenschaften des Produktes und die Erfordernisse des Fertigungsschrittes. Moderne Infrarot-Strahler lassen sich in Wellenlänge, Form und Leistung exakt dem Wärmeprozess anpassen und reagieren innerhalb von Sekunden auf Steuerbefehle. So werden Temperaturprofile möglich und auch schwierige Prozessbedingungen können genau eingehalten werden.

Ein sehr großer Vorteil der Infrarot-Wärmetechnologie ist es, dass die Energie durch elektromagnetische Strahlung übertragen wird und die Wärme so erst im Produkt entsteht. Dazu ist kein Kontaktmedium wie Luft oder Gas nötig. Das minimiert Kontamination und macht Wärmeprozesse im Reinraum oder im Vakuum möglich.

Direkt eingesetzt wird Infrarot-Strahlung bereits für die Heilung von Hautkrankheiten, hier muss die Haut mit ganz bestimmten Wellenlängen bestrahlt werden. Ebenso können Falten mit speziellen kurzwelligen Strahlern entfernt werden. Erste gute Ergebnisse gibt es auch bei der Fettabsaugung. Mittelwellige Carbon Strahler erwärmen das Körperfett vor der eigentlichen Absaugung und dadurch wird das Ergebnis deutlich verbessert.

Wesentlich stärker werden die Infrarot-Strahler bereits indirekt in der Medizintechnik eingesetzt. Infrarot-Wärme verschweißt Filter berührungslos und kostengünstiger als Ultraschall, trocknet Farbe oder Beschriftung auf Spritzen, Schläuchen, Flaschen oder anderen Behältern und schrumpft Folien auf Schläuche. Elastische Binden, Vliese, Pulver oder Granulate werden effizient getrocknet und störende Grate auf spritzgegossenen Kunststoffmaterialien können einfach abgeschmolzen werden.

Hier ist Infrarot-Wärme von Vorteil, weil sie Ecken, Kanten und sehr kleine Bereiche gezielt erwärmt und dabei der Rest des Produktes oder die Anlage vergleichsweise kühl bleibt. Strahler aus Quarzglas können sogar dreidimensional den Bereichen nachgeformt werden, die Wärme brauchen. Infrarot-Wärme hat im Gegensatz zu heißer Luft eine sehr hohe Wärmeübertragungskapazität, das beschleunigt Wärmeprozesse. So kann entweder der Produktdurchsatz erhöht oder der Ofen verkürzt werden.

Heraeus Noblelight bietet Infrarot-Strahler passend für Produkt und Prozess, vor allem aber die Möglichkeit, auch empfindliche Prozesse praxisnah im hauseigenen Anwendungszentrum auszutesten. Tests werden von Technikern und Anwendungsspezialisten begleitet und Computer gestützt mit dem Anwender ausgewertet.

Heraeus Noblelight GmbH mit Sitz in Hanau, mit Tochtergesellschaften in den USA, Großbritannien, Frankreich, China, Australien und Puerto Rico, gehört weltweit zu den Markt- und Technologieführern bei der Herstellung von Speziallichtquellen. Heraeus Noblelight wies 2006 einen Jahresumsatz von 88 Millionen € auf und beschäftigte weltweit 651 Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt Infrarot- und Ultraviolett-Strahler für Anwendungen in industrieller Produktion, Umweltschutz, Medizin und Kosmetik, Forschung und analytischen Messverfahren.

Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen, dessen Geschäftsfelder die Bereiche Edelmetalle, Sensoren, Dental- und Medizinprodukte, Quarzglas und Speziallichtquellen umfassen. Mit einem Umsatz über 10 Milliarden Euro und weltweit mehr als 11.000 Mitarbeitern in über 100 Gesellschaften ist Heraeus seit über 155 Jahren ein weltweit anerkannter Edelmetall- und Werkstoffspezialist.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Hersteller:
Heraeus Noblelight GmbH
Reinhard-Heraeus-Ring 7
D-63801 Kleinostheim
Tel +49 6181/35-8545, Fax +49 6181/35-16 8545
E-Mail hng-infrared@heraeus.com
Redaktion:
Dr. Marie-Luise Bopp
Heraeus Noblelight GmbH,
Abteilung Marketing/Werbung
Tel +49 6181/35-8547, Fax +49 6181/35-16 8547
E-Mail marie-luise.bopp@heraeus.com

Dr. Marie-Luise Bopp | Heraeus Noblelight GmbH
Weitere Informationen:
http://www.heraeus-noblelight.com

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