Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die neue Gleichung in der Magnetresonanz: Magnetom Verio = 3 Tesla + 70 Zentimeter + Tim

31.10.2007
Weltneuheit im MR-Hochfeld-Markt: 70 Zentimeter Magnetöffnung am 3-Tesla-System

Erneut setzt Siemens Medical Solutions Maßstäbe für die diagnostische Bildgebung. Der Magnetresonanztomograph (MRT) Magnetom Verio kombiniert weltweit erstmalig 3-Tesla-Ultrahochfeldtechnologie mit einer 70 Zentimeter großen Öffnung. Damit beweist Siemens erneut seine Innovationsführerschaft bei offenen MRT-Systemen.

Im Jahr 2004 hatte das Unternehmen mit seinem Magnetom Espree die bis dahin übliche 60-Zentimter-Magnetöffnung zum ersten Mal auf 70 Zentimeter erweitert. Die Kombination von 3 Tesla, 70 Zentimetern und Tim (Total imaging matrix) bei Magnetom Verio liefert exzellente Bildschärfe sowie höchste diagnostische Qualität und geht einher mit herausragendem Patientenkomfort. Die Bauweise des Gerätes erleichtert außerdem die Diagnostik, beispielsweise bei adipösen und klaustrophoben Patienten, oder macht sie überhaupt erst möglich. Die Tim-Technologie vereinfacht die Arbeitsabläufe und erhöht den Patientendurchsatz.

Der 3T-Markt ist einer der am stärksten wachsenden Märkte. Nach Einschätzungen von Siemens werden im Jahr 2007 über 13 Prozent der abgesetzten MRT-Systeme 3-Tesla- Geräte sein. Waren Ultra-Hochfeld-MRT aufgrund ihrer höheren Bildauflösung zunächst vor allem im Forschungsbereich interessant, haben sie in den vergangenen Jahren zunehmend Einzug in die klinische Routine gehalten.

... mehr zu:
»MRT »Magnetom

Mit dem Magnetom Verio werden alle Anforderungen des Marktes durch ein einziges System erfüllt: Die steigenden Anforderungen an Patientenkomfort und die wachsende Nachfrage nach MRT-Systemen, die eine hohe Bildqualität und einen effizienten Workflow unterstützen. „Siemens kombiniert erstmalig in eine Feldstärke von 3 Tesla mit einer 70 Zentimeter weiten Magnetöffnung. Das ist eine enorme Verbesserung für Patienten, zum Beispiel wenn sie die räumliche Enge während der Untersuchung bisher als unangenehm empfunden haben”, erklärte Walter Märzendorfer, Leiter Magnetresonanztomographie bei Siemens Medical Solutions. „Außerdem haben wir es geschafft, das kürzeste, derzeit auf dem Markt verfügbare 3-Tesla-System zu entwickeln. Bei vielen Untersuchungen kann der Patient deshalb den Kopf außerhalb des Systems haben. Dabei bieten wir weiterhin höchste Systemleistung ohne Abstriche an die Bildqualität.”

Durch die Tunnelöffnung von 70 Zentimeter Durchmesser beträgt der durchschnittliche Augenabstand zum Magneten 30 Zentimeter - ein großer Gewinn unter anderem für klaustrophobisch veranlagte Patienten. Außerdem ermöglicht MAGNETOM Verio das Scannen von Patienten, die früher nicht mit dem MRT untersucht werden konnten.

Dazu gehören beispielsweise Patienten, die unter Kyphose, unter begrenzter Beweglichkeit oder Schmerzen leiden, sowie pädiatrische und adipöse Patienten. Auch Patienten, die auf medizinische Geräte angewiesen sind, sowie Intensivpatienten und solche, die sich intraoperativen Verfahren unterziehen müssen, profitieren von 3-Tesla- und der Open- Bore-Technologie. Dieser hervorragende Patientenkomfort führt dazu, dass sich die Patienten erwartungsgemäß während den Untersuchungen weniger bewegen als üblich. Der MRT liefert dadurch eine besonders gute Bildqualität. Dank der Tim-Technologie ist der Arbeitsablauf in jeder Hinsicht effizienter.

Mit der Flexibilität von Tim können bis zu 102 nahtlos integrierte Matrixspulenelemente mit bis zu 32 unabhängigen Hochfrequenzkanälen kombiniert werden. Magnetom Verio mit Tim bietet daher eine extrem genaue Bildgebung bei der Untersuchung einzelner Organe ebenso wie bei Ganzkörperuntersuchungen. Tim ermöglicht eine parallele Bildgebung in allen Schichtorientierungen, wodurch die Aufnahmezeiten drastisch reduziert werden.

Magnetom Verio erlaubt eine schnelle und sichere Auswertung komplexer Pathologien und somit eine leichte Behandlung selbst schwieriger Patienten. Auch erweiterte Anwendungen können als tägliche Routine durchgeführt werden. Zum Beispiel liefert syngo DTI (Diffusion Tensor Imaging) mit nur wenigen Tastenklicks vollständige 3DAnsichten von Neuronenfasern.

Der neue MRT ist mit einer Systemlänge von nur 173 Zentimetern weltweit das derzeit kürzeste 3T-MRT auf dem Markt und passt in den Footprint eines 1,5-Tesla-MRT. Außerdem hat er einen vergleichbar ultraleichten Magneten mit nur sechs Tonnen.

Durch geringeren Umfang und weniger Gewicht minimiert Magnetom Verio die Aufstellungskosten. Da der hochmoderne Magnet kein Helium verbraucht, entfällt das regelmäßige Nachfüllen dieses teuren Rohstoffs, und das Gerät bleibt jederzeit einsatzbereit. Neben dem Magnetom Verio hat Siemens mit dem Magnetom Trio, A Tim system noch ein weiteres 3T-System im Portfolio.

Siemens Medical Solutions ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum von bildgebenden Systemen für Diagnose und Therapie, über die Molekularmedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Jüngste Akquisitionen auf dem Gebiet der Labordiagnostik (In-Vitro) – wie die Diagnostic Products Corporation und Bayer Diagnostics – ebnen den Weg dazu, weltweit erstes integriertes Diagnostik-Unternehmen zu werden. Mithilfe all dieser Lösungen ermöglicht Siemens Medical Solutions seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken, Praxen sowie im Rahmen einer integrierten Gesundheitsversorgung und führen zu mehr Effizienz. Siemens Medical Solutions beschäftigt weltweit mehr als 41.000 Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2006 (30. September) erzielte Siemens Medical Solutions nach U.S. GAAP einen Umsatz von 8,23 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 9,33 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,06 Mrd. €.

Marion Bludszuweit | Siemens Medical Solutions
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/medicalb
http://www.siemens.com/med-bilder/MagnetomVerio

Weitere Berichte zu: MRT Magnetom

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten
23.03.2017 | Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)

nachricht Herzultraschall: Die dritte Dimension
21.03.2017 | Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum - Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen