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Wie wird die Medizintechnik in Deutschland zukunftsfähig?

29.10.2007
IAT und RUB bearbeiten HBS-Projekt - Gestaltungsherausforderungen und Qualifizierungstrends

Qualifizierte Beschäftigte sind inzwischen ein entscheidender Wettbewerbsfaktor der stark exportorientierten Medizintechnikbranche in Deutschland. Um auf globalen Märkten mit innovativen Produkten weiterhin eine führende Position einzunehmen, ist eine immer bessere und größtenteils fachübergreifende Qualifizierung der Beschäftigten auf allen Qualifikationsebenen nötig: vom Fachangestellten und -arbeiter über Meister bzw. Techniker bis hin zum akademischen Personal.

Neben den fachlichen Qualifikationen sind zunehmend soziale, personale und kommunikative Kompetenzen gefragt. Das zeigen die Ergebnisse eines durch die Hans-Böckler-Stiftung geförderten Forschungsprojekts, in dem das Institut Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen) in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum (RUB) regionale Innovations- und Qualifizierungsstrategien in der Medizintechnikbranche untersuchte.

In Expertengesprächen mit verschiedenen Akteuren auf Hersteller- und Anwenderseite der Medizintechnik, mit Verbandsvertretern, Wissenschaftlern sowie in einer schriftlichen Vollerhebung von Unternehmen und Anwendern in vier Untersuchungsregionen in Deutschland stellte sich ein stetiger Qualifizierungsbedarf von Mitarbeitern in der Aus- und Weiterbildung heraus. Erweiterte Aufgabenspektren charakterisieren die Jobs von morgen. Nach Einschätzung von Christa Schalk (IAT) und Katja Fox (RUB) ist die Entwicklung neuer Berufsbilder derzeit aber nicht geeignet, den Anforderungen der Branche wirkungsvoll und nachhaltig zu begegnen. Im Gegenteil: neue Berufe würden den ohnehin unübersichtlichen "Dschungel" an Qualifikationen weiter verstärken und eher zu einer Ab- als zu einer Aufwertung insbesondere der dualen und fachschulischen Ausbildungen führen.

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Die zukünftigen Qualifizierungsstrategien in der Medizintechnikbranche können mit der Reformierung und Weiterentwicklung der bestehenden Berufsbilder bewerkstelligt werden. Neben der Sicherstellung einer breit gefächerten Grundausbildung kristallisieren sich ein bedarfsgerechtes, branchenspezifisches Fort- und Weiterbildungssystem sowie die Weiterentwicklung von regionalen Netzwerken als Handlungsfelder heraus, um den zukünftigen Herausforderungen der Branche im Bereich Qualifizierung konstruktiv zu begegnen.

Hilbert, Dr. Josef / Schalk, Christa / Fox, Katja / Heinze, Rolf G. 2007: Regionale Innovations- und Qualifizierungsstrategien in der Medizintechnik: Abschlussbericht zum Forschungsprojekt Nr. S-2005-723-4, erstellt im Auftrag der Hans Böckler Stiftung. August 2007. Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung

Für weitere Fragen steht Ihnen zur Verfügung:
Christa Schalk, Durchwahl: 0209/1707-203, E-Mail: schalk@iat.eu
Institut Arbeit und Technik
der Fachhochschule Gelsenkirchen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Claudia Braczko
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
Tel.: +49-209/1707-176
Fax: +49-209/1707-110
E-Mail: braczko@iat.eu
info@iat.eu

Claudia Braczko | idw
Weitere Informationen:
http://www.iat.eu
http://www.boeckler.de/pdf_fof/S-2005-723-4-3.pdf

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