Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eines der europaweit größten eHealth-Projekte läuft an

21.09.2007
RHÖN-KLINIKUM AG und Siemens Medical Solutions führen einrichtungsübergreifende elektronische Patientenakte (WebEPA) ein

Die RHÖN-KLINIKUM AG wird ihre heute 46 Kliniken mit Hilfe einer webbasierten elektronischen Patientenakte (WebEPA) vernetzen. Damit sollen in Zukunft die konzernweit jährlich mehr als 1 Million behandelten Patienten von nachweislich höherer Versorgungsqualität profitieren. Siemens Medical Solutions wird mit Soarian Integrated Care (Soarian IC) die Software der WebEPA bereitstellen.

Dies sieht der heute zwischen Wolfgang Pföhler, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG, sowie Prof. Dr. Erich R. Reinhardt, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und Vorsitzender des Bereichsvorstands von Siemens Medical Solutions, in Bad Neustadt a. d. S. unterzeichnete Vertrag vor. Mit der WebEPA – einem der größten eHealth- Projekte des europäischen Gesundheitsmarkts – unterstreichen beide Partner ihre Pionierrolle in der sektorübergreifenden, ganz am Patienten orientierten Gesundheitsversorgung.

Die WebEPA ist eine gemeinsame elektronische Plattform, um medizinische Daten zwischen Einrichtungen des Gesundheitswesens deutschlandweit auszutauschen. Damit wird die Kommunikation zwischen den verschiedenen klinischen Dokumentations-, Krankenhausinformations-, Bildspeicher- und Arztpraxissystemen in insgesamt 46 Krankenhäusern und den zugehörigen Medizinischen Versorgungszentren des RHÖN-KLINIKUM Konzerns ermöglicht. Nach Einwilligung des Patienten können somit Informationen wie Einweisungen, Entlassbriefe und Befunde zwischen den an seiner Behandlung beteiligten Ärzten ausgetauscht werden. Nachdem die WebEPA bereits im Herzzentrum Leipzig (Universitätsklinik) und Parkkrankenhaus Leipzig-Südost – beides Kliniken der RHÖN-KLINIKUM AG – erfolgreich pilotiert wurde, steht nun der konzernweite Roll-out bevor. Die Kooperation soll dann auch den ambulanten Sektor, insbesondere niedergelassene Ärzte, mit einschließen.

... mehr zu:
»Gesundheitswesen »WebEPA

Die von Siemens entwickelten Software-Komponenten der WebEPA, basierend auf Soarian IC, umfassen Befundberichte, -bilder und medizinische Daten, ein Modul für medizinische Konsile sowie einen sogenannten Master-Patient-Index (MPI), der die eindeutige Identifizierung von Patienten über Institutsgrenzen hinweg ermöglicht. Die Vertragspartner sehen in der zukünftigen gemeinsamen Weiterentwicklung der WebEPA die Chance, einen Marktstandard für eine sektorübergreifende interoperable Struktur für ablauforientierte Kooperationen und Koproduktionen von Leistungsallianzen im sich rasch wandelnden Gesundheitswesen zu etablieren. Siemens wird mit dem Projekt seine führende Position im europäischen eHealth- Sektor weiter ausbauen. Die Siemens-Kompetenz reicht dabei von regionalen bis hin zu nationalen Vernetzungen der beteiligten Leistungserbringer. Ein aktuelles Beispiel stammt aus Frankreich: Siemens implementierte ca. 5.000 elektronische Patientenakten in der gesamten Region Limousin aus, die dort als Pilotprojekt bereits eingesetzt werden – und dies im ambulanten wie im stationären Bereich. In Schottland läuft bereits seit über einem Jahr ein Screening-Programm zur Früherkennung diabetischer Retinopathie mit 213.000 registrierten Patienten. In Deutschland wird Siemens mit Abschluss der Rahmenverträge für Konnektoren (Schnittstellen zwischen vorhandenen Informationssystemen und zentralen Telematik-Diensten) in den im Frühjahr startenden Feldtests die Marktführerschaft übernehmen.

Die RHÖN-KLINIKUM AG hat sich darüber hinaus mit anderen Kliniken, öffentlichen Einrichtungen und dem Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik im Rahmen des Projekts elektronische Fallakte (eFA) zu einem offenen Konsortium zusammengeschlossen und in diesem Rahmen Siemens als Industriepartner benannt. Gemeinsam arbeiten Siemens und RHÖN-KLINIKUM an der Spezifikation der eFA. Die WebEPA soll zukünftig sämtliche Daten eines Behandlungsfalls nach dem eFA-Standard zusammenfassen und den mit der Behandlung befassten Medizinern einen sicheren, sektor- und einrichtungsübergreifenden Datenaustausch ermöglichen. Die Vertragspartner gehen davon aus, dass die eFA im Rahmen der vom Bundesministerium für Gesundheit geplanten bundesweiten Kommunikationsplattform – der sog. Telematikinfrastruktur – einen wichtigen Beitrag zur Optimierung der Patientenversorgung leisten kann. „Die WebEPA ist der Schlüssel für einen deutlichen Qualitätssprung in der Patientenversorgung. Sie führt die medizinisch relevanten Informationen der vernetzten Leistungserbringer am Patienten zusammen und unterstützt so wichtige Diagnose- und Therapieentscheidungen der behandelnden Ärzte. Das reduziert auch Kosten im Gesundheitswesen. Damit sind wir heute unserer Unternehmensvision, gute Medizin für jedermann bezahlbar zu machen, ein großes Stück näher gekommen“, so Wolfgang Pföhler.

„Mit unserer umfassenden Healthcare IT-Lösung ermöglichen wir eine sektorenübergreifende Optimierung von Prozessen sowie die Entwicklung ganzheitlicher und effizienter Behandlungsabläufe zwischen den verschiedenen Leistungserbringern im Gesundheitswesen – für eine patientenzentrierte Behandlung“, so Prof. Dr. Erich R. Reinhardt. Möglich machen dies das Wissen und die Erfahrung, die Siemens als weltweit erstes integriertes Diagnostik-Unternehmen auf den Gebieten von bildgebender Diagnostik und Therapie, Labormedizin und klinischen Informationssystemen vereint. Das Ziel: die medizinische Versorgungsqualität zu steigern und gleichzeitig die Kosten zu senken. Die RHÖN-KLINIKUM AG versteht sich als Gesundheitsdienstleister mit höchsten Ansprüchen an Patientenorientierung, Qualität und Preiswürdigkeit der Leistung. Gegenstand des Unternehmens sind die Errichtung und der Betrieb von Krankenhäusern, vorwiegend des Akutbereichs in allen Versorgungsstufen. Die RHÖN-KLINIKUM AG ist seit 1989 – als erster deutscher Klinikkonzern – börsennotiert. Im Geschäftsjahr 2006 erzielte der Konzern einen Umsatz in Höhe von knapp 2 Mrd Euro sowie einen Gewinn von 108 Mio Euro. Die RHÖN-KLINIKUM AG teilt die Werte und Ziele des deutschen Sozialsystems, dessen Leistungsfähigkeit sie nach dem Motto "Rationalisierung vor Rationierung" auch künftig gewährleisten will. Aktuell umfasst der Konzern 46 Kliniken (44 Akut-/2 Reha-Bereich) an 35 Standorten mit ca. 15.000 Betten und Plätzen. Im Konzern sind derzeit mehr als 31.000 Mitarbeiter beschäftigt. Weitere Informationen unter: http://www.rhoen-klinikum-ag.com.

Siemens Medical Solutions ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum von bildgebenden Systemen für Diagnose und Therapie, über die Molekularmedizin und die Audiologie bis hin zu ITLösungen. Jüngste Akquisitionen auf dem Gebiet der Labordiagnostik (In-Vitro) – wie die Diagnostic Products Corporation und Bayer Diagnostics – ebnen den Weg dazu, weltweit erstes integriertes Diagnostik-Unternehmen zu werden. Mithilfe all dieser Lösungen ermöglicht Siemens Medical Solutions seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken, Praxen sowie im Rahmen einer integrierten Gesundheitsversorgung und führen zu mehr Effizienz. Siemens Medical Solutions beschäftigt weltweit mehr als 41.000 Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2006 (30. September) erzielte Siemens Medical Solutions nach U.S. GAAP einen Umsatz von 8,23 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 9,33 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,06 Mrd. €.

Im Auftrag der
RHÖN-KLINIKUM AG
Schlossplatz 1
D-97616 Bad Neustadt a.d. Saale
Sallwey & Partner
Brigitte Sallwey
Telemannstr. 18
D-60322 Frankfurt
Tel.: 069-97 203 628
Siemens AG Medical Solutions
Henkestraße 127
D-91052 Erlangen
Axel Wieczorek
Leiter Public Relations
a.wieczorek@siemens.com
Tel.: 09131-84 833552

Axel Wieczorek> | Siemens AG Medical Solutionsbitm
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/medical

Weitere Berichte zu: Gesundheitswesen WebEPA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Virtual Reality in der Medizin: Neue Chancen für Diagnostik und Operationsplanung
07.12.2016 | Universität Basel

nachricht Patienten-Monitoring in der eigenen Wohnung − Sensorenanzug für Schlaganfallpatienten
06.12.2016 | University of Twente

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie