Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Höhere Effizienz und Diagnosesicherheit in der Kardio-MRT

03.09.2007
Inline VF von Siemens macht erstmals Analyse der Herzfunktion direkt nach der Bildaufnahme möglich – Erhältlich für Magnetom-Scanner mit 1,5T und 3T

Funktionsanalysen des Herzens lassen sich in der Magnetresonanztomographie (MRT) jetzt mittels eines neuen Softwaremoduls von Siemens noch schneller als bisher durchführen: „Inline Ventricular Function“ (Inline VF) erlaubt bereits während der Bildaufnahme eine vollautomatische Erkennung der Herzkonturen und ihrer Bewegung.

Daher kann der Arzt die Herzfunktion direkt nach dem Scan beurteilen. Bisher mussten die Bilddaten auf Nachbearbeitungs-Rechner überspielt und die Konturen nicht selten manuell nachbearbeitet werden. Die Funktionsdaten gelten als besonders wichtig, wenn es etwa um die Beurteilung eines Myokardinfarkts oder einer Myocarditis geht. Sie sind aber auch bei der Indikationsstellung von ICD-Implantationen (Implantierbarer Cardioverter/Defibrillator) notwendig.

Inline VF ist als Softwaremodul direkt in die Aufnahmesequenz integriert, was die Berechnung der Funktionsdaten bereits während der Bildakquisition ermöglicht. Dabei wird auf den MR-Bildern das Herz automatisch lokalisiert; ebenso erkennt das System Innen- und Außenkonturen und generiert die Funktionsdaten ohne einen zusätzlichen Mausklick. Schon jetzt gilt die MRT als Goldstandard in der Herzfunktionsdiagnostik, durch den effizienteren Ablauf können nun noch mehr Patienten von diesem strahlungsfreien Verfahren in der Kardiologie profitieren.

... mehr zu:
»Herzfunktion »MRT

Eingebettet ist das Softwaremodul Inline VF in syngo BEAT, das sich als Tool für MRTAnalysen des Herzens bewährt hat. In weniger als 30 Minuten können damit Untersuchungen durchgeführt werden – dank intelligenter Algorithmen auch bei Patienten mit Arrhythmien. Syngo BEAT ist vielfältig einsetzbar, etwa zum Nachweis von Myokardnarben (Vitalitätsdiagnostik), zur Abklärung von Thoraxschmerzen (Stress- MRT), zur Differenzialdiagnostik von Kardiomyopathien, zur Beurteilung von kongenitalen Herzerkrankungen sowie zur Ablationsplanung in der Elektrophysiologie.

Die Software unterstützt auch 3D-Darstellungen beispielsweise von Herzfunktion, Herzkranzgefäßen oder komplexen angeborenen Herzfehlern. Für eine weitergehende vierdimensionale Visualisierung der Herzfunktion hat Siemens zudem Argus 4D VF entwickelt. Die Software ermöglicht die Analyse von Herzfunktionsstörungen durch die Volumendarstellung des Herzens in 4D. Alle Herz- und Gefäßapplikationen sind für die MAGNETOM-Scanner von 1,5T bis 3T erhältlich.

Siemens Medical Solutions ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienstund Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum von bildgebenden Systemen für Diagnose und Therapie, über die Molekularmedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Jüngste Akquisitionen auf dem Gebiet der Labordiagnostik (In-Vitro) – wie die Diagnostic Products Corporation und Bayer Diagnostics – ebnen den Weg dazu, weltweit erstes integriertes Diagnostik-Unternehmen zu werden. Mithilfe all dieser Lösungen ermöglicht Siemens Medical Solutions seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken, Praxen sowie im Rahmen einer integrierten Gesundheitsversorgung und führen zu mehr Effizienz. Siemens Medical Solutions beschäftigt weltweit mehr als 41.000 Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2006 (30. September) erzielte Siemens Medical Solutions nach U.S. GAAP einen Umsatz von 8,23 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 9,33 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,06 Mrd. €.

Holger Reim | Siemens Medical Solutions
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/medical

Weitere Berichte zu: Herzfunktion MRT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Extrem schnelle Erfassung und Visualisierung von Tumorgrenzen während der Operation
15.01.2018 | Universität zu Lübeck

nachricht Wie Metallstrukturen effektiv helfen, Knochen zu heilen
12.01.2018 | Charité – Universitätsmedizin Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinelles Lernen im Quantenlabor

19.01.2018 | Physik Astronomie

Warum es für Pflanzen gut sein kann auf Sex zu verzichten

19.01.2018 | Biowissenschaften Chemie