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Tumoren besser erkennen: Neue Ultraschallsoftware

22.08.2007
Ultraschalldiagnosen bei der Brustkrebsvorsorge werden jetzt einfacher und sicherer. Siemens hat eine Software entwickelt, die im Ultraschallbild selbstständig bösartige Tumoren erkennt und farbig anzeigt.

Der behandelnde Arzt kann schneller agieren und zudem in vielen Fällen auf schmerzhafte und teure Gewebe-Nachuntersuchungen verzichten. Die Wartezeit auf das Untersuchungsergebnis der Vorsorge wird reduziert.


Die so genannte Elastographiebildgebung kann festes von weichem Gewebe unterscheiden: Weiches Gewebe zeigt sie hell, hartes dunkel an. Da sich Tumoren in ihrer Steifigkeit von gesundem Gewebe unterscheiden, wird die Elastographie zur Brustkrebsvorsorge bei Frauen eingesetzt. Oftmals sind diese Schwarz-Weiß-Aufnahmen jedoch zu undeutlich, so dass der Arzt keine sichere Diagnose treffen kann. Bei einem Verdacht macht er deshalb oft zusätzlich eine Biopsie, bei der er eine Nadel ins Brustgewebe einführt, ein Stück Gewebe entnimmt und dieses auf Tumoren untersucht. Diese Analyse ist jedoch sehr schmerzhaft für die Patientin.

Mit der Software eSie Touch Elasticity Imaging von Siemens Medical Solutions kann die Häufigkeit der Biopsien nun reduziert werden. Die auf der Ultraschallserie Acuson Antares installierte Software erkennt dank intelligenter Algorithmen im aufgenommenen Bild auch bei kleinsten Schattierungen einen Tumor und zeigt diesen am Bildschirm mit seiner Form und Position farbig an. Ob grün und somit gutartig oder rot und bösartig – der Arzt kann mit der Hilfestellung die Gewebezustände besser einschätzen.

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Das belegt eine kürzlich vorgestellte Studie des Northeastern Ohio University College of Medicine and Radiology in den USA. Laut Ergebnis wurden 122 von 123 untersuchten Läsionen von der eSie-Touch-Software richtig eingeordnet und durch nachfolgende Biopsien bestätigt. Dagegen sind nach herkömmlichen Untersuchungen laut Expertenschätzungen etwa 75 Prozent aller Biopsien negativ.

Mit der Reduktion der Biopsien werden nicht nur die unangenehmen Eingriffe reduziert, sondern auch die Wartezeit auf das Ergebnis. Das verbessert nicht nur die Vorsorge, sondern hilft auch Behandlungskosten zu sparen. (IN 2007.08.6)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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