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Siemens entwickelt als erstes Unternehmen eine vollständige ASL-Lösung für die kontrastmittelfreie Perfusionsbildgebung

22.05.2007
Siemens wird als erstes Unternehmen eine komplette kommerzielle ASL-Lösung (Arterial-Spin-Labeling) mit der University of Pennsylvania entwickeln.

Ein entsprechender Patentlizenzvertrag wurde jetzt unterzeichnet. Bei ASL handelt es sich um eine Anwendung, die die Perfusionsbildgebung ohne den Einsatz von Kontrastmitteln ermöglicht. Die Software syngo ASL, powered by Tim, soll künftig einer breiten Gruppe von Anwendern in Klinik und Forschung Zugang zu dieser viel versprechenden Anwendung verschaffen.

Das Arterial-Spin-Labeling (ASL) ist ein MRT-Verfahren, bei dem das Wasser im arteriellen Blut als ein körpereigenes Kontrastmittel verwendet wird, um die Perfusion nicht-invasiv zu untersuchen. Es erlaubt einzigartige Einblicke in die Durchblutung und funktionelle Physiologie des menschlichen Gehirns durch die Untersuchung des zerebralen Blutflusses (CBF, cerebral blood flow). Seine hohe räumliche Auflösung macht ASL für die Beurteilung von Schlaganfällen, Tumoren, degenerativen Erkrankungen und Epilepsie interessant, aber auch für die neurologische Grundlagenforschung, z.B. für Studien von funktionalen CBF-Veränderungen.

Die ersten Verfahren zur Bestimmung des zerebralen Blutflusses waren eher invasiv und erforderten den Einsatz exogener Kontrastmittel wie z. B. 15O-markierter Radiotracer in der Positronenemissionstomographie (PET). In der MRT wurden Hirnperfusionsstudien bisher meist mit einem exogenen Kontrastmittel auf Gadoliniumbasis durchgeführt. Die Prinzipien der ASL sind diesen Verfahren zwar sehr ähnlich, jedoch vollständig nicht-invasiv: ASL kommt ohne Strahlung oder Kontrastmittelinjektionen aus.

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Dank der Tim-Technologie (Total imaging matrix) besitzt syngo ASL die Fähigkeit zur parallelen Bildgebung, was zu verkürzten Akquisitionszeiten führt. Außerdem hat Siemens seine einzigartige 3D PACE-Bewegungskorrektur in das Verfahren integriert, wodurch eine höhere diagnostische Sicherheit erreicht wird.

Siemens Medical Solutions ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienstund Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum von bildgebenden Systemen für Diagnose und Therapie, über die Molekularmedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Jüngste Akquisitionen auf dem Gebiet der Labordiagnostik (In-Vitro) – wie die Diagnostic Products Corporation und Bayer Diagnostics – ebnen den Weg dazu, weltweit erstes integriertes Diagnostik-Unternehmen zu werden. Mithilfe all dieser Lösungen ermöglicht Siemens Medical Solutions seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken, Praxen sowie im Rahmen einer integrierten Gesundheitsversorgung und führen zu mehr Effizienz.

Siemens Medical Solutions beschäftigt weltweit mehr als 41.000 Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2006 (30. September) erzielte Siemens Medical Solutions nach U.S. GAAP einen Umsatz von 8,23 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 9,33 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,06 Mrd. €.

Elisabeth Pöhlmann | Medical Solutions
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/medical

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