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Universitäten Rostock und Greifswald entwickeln gemeinsam neuartige Stents

09.06.2006
Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich die Stenttechnologie, die sich mit der Entwicklung von Gefäßstützen und Therapieverfahren zur Sicherung des Blutflusses in den Herzkranzgefäßen beschäftigt, an der Universität Rostock als ein wichtiger Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt etabliert.

Das Bildungsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern fördert am Institut für Biomedizinische Technik im Rahmen des Landesforschungsschwerpunktes „Regenerative Medizin“ für die nächsten Jahre eine Nachwuchsgruppe, in der Naturwissenschaftler und Ingenieure an innovativen Stentkonzepten arbeiten. Durch die Zusammenarbeit mit Medizinern aus der Abteilung für Kardiologie der Universität Rostock unter der Leitung von Prof. Christoph Nienaber sowie Pharmakologen und Pharmazeuten der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald aus den Forschungsgruppen um Prof. Heyo K. Kroemer und Prof. Werner Weitschies entsteht in unserem Land ein leistungsfähiges Forschungsnetzwerk für die Entwicklung neuartiger Stents für die Kardiologie.

Prof. Kroemer erklärt hierzu: „Die gemeinsame Nutzung der Forschungsressourcen und der klinischen Erfahrungen der Universitätsklinika in Rostock und Greifswald sowie die Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Wirtschaftspartnern auf dem Gebiet der Medizintechnik dient dem Wohle der Patienten und stärkt darüber hinaus die Wirtschaftsstrukturen im Lande. Das entstandene Forschungsteam folgt dem Entwicklungstrend, Medizinprodukte mit arzneimittelbeladenen Oberflächen auszustatten.“ Die Leiterin der Nachwuchsgruppe, Frau Dr. Katrin Sternberg, fasst das wissenschaftliche Konzept wie folgt zusammen: „Schwerpunkt unseres gemeinsamen Projektes ist die Entwicklung funktionalisierter Stentoberflächen zur vaskulären Regeneration, um Komplikationen durch den Wiederverschluss der Herzkranzgefäße zu verhindern.“ Prof. Klaus-Peter Schmitz, Direktor des Instituts für Biomedizinische Technik, macht abschließend deutlich: „Durch die Entwicklung verbesserter Stents für die Kardiologie ergeben sich für das Land Mecklenburg-Vorpommern wissenschaftliche und wirtschaftliche Zukunftschancen. Diese innovativen Medizinprodukte sind von großem wissenschaftlichen Interesse, sollen aber auch zu Arbeitsplätzen beim Industriepartner des Verbundprojektes, der CORTRONIK in Warnemünde, führen.“

Institut für Biomedizinische Technik
Dr. rer. nat. Katrin Sternberg
Prof. Dr.-Ing. Klaus-Peter Schmitz
Tel.: 0381494 7600
e-mail: klaus-peter.schmitz@med.uni-rostock.de

Ingrid Rieck | Universität Rostock
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

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