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RFIDs gefährden medizinische Apparaturen

25.06.2008
Frequenzbandgeräte bringen für Krankenhäuser nicht nur Vorteile

Lebensrettende Apparaturen in Krankenhäusern könnten durch Frequenzbandgeräte deaktiviert werden, mit denen sich Menschen und Geräte orten lassen. Die Identifizierung mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen (RFID) ist im medizinischen Bereich auf dem Vormarsch. RFIDs helfen dabei, Patienten zu identifizieren oder den Standort von Arbeitsgeräten festzustellen.

Wissenschaftler der Vrije Universiteit schreiben im Journal of the American Medical Association allerdings, dass RFIDs die Funktionsfähigkeit medizinischer Geräte beeinflussen können. Die Computerexperten des NHS National Health Service halten dagegen, dass sie auch der Sicherheit der Patienten dienen.

Die Wissenschaftler testeten was passiert, wenn aktive und passive RFIDs sich in der Nähe von 41 medizinischen Geräten befinden. Dazu gehörten Ventilatoren, Spritzenpumpen, Dialysegeräte und Herzschrittmacher. Insgesamt wurden 123 Tests, drei an jedem Gerät, durchgeführt. In 34 Fällen kam es zu einem Zwischenfall, bei dem die Frequenzbandgeräte eine Auswirkung zu haben schienen. 24 davon wurden als bedeutsam oder sogar gefährlich eingestuft.

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Bei manchen Tests schalteten die Geräte die Apparate entweder aus oder veränderten die Einstellungen bei mechanischen Ventilatoren. Spritzenpumpen schalteten sich vollständig aus. Externe Herzschrittmacher wiesen Fehlfunktionen auf. Dialysegeräte stoppten ebenfalls. Dafür war es nicht erforderlich, dass die Geräte in direkten Kontakt miteinander kamen. Manche Zwischenfälle ereigneten sich bei einem Abstand von mehr als 25 Zentimetern.

Es gibt zwei Arten von RFIDs. Einmal werden aktiv Informationen übertragen. Zum anderen handelt es sich um passive Geräte, die von einer Maschine gelesen werden können, wenn man sie in ihre Nähe bringt. Sie sind klein und kostengünstig genug, um ihren Platz im Alltag zu finden. Die Bandbreite reicht von Sicherheitskarten bis zu Diebstahlsicherungen auf Waren.

Langsam erkennen auch die Krankenhäuser ihr Potenzial, berichtet BBC. Im Heartlands Hospital in Birmingham tragen die Patienten zum Beispiel auf dem Weg in den OP ein entsprechendes Armband. Damit können sie auch unter Narkose identifiziert werden. Dafür stehen alle persönlichen Daten und auch ein Foto zur Verfügung. Sie können ganz einfach in einen PDA heruntergeladen werden.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.vu.nl
http://www.nhs.uk

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