Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leichter laufen dank neuartigem Prothesenfuß aus Hytrel® von DuPont

25.04.2008
Der ‚Niagara Foot‘ ist ein neuartiger und preiswerter Hochleistungs-Prothesenfuß, den der Hersteller Niagara Prosthetic & Orthotics International Ltd., Ontario/Kanada, speziell für Landminenopfer entwickelt hat, die auch weiterhin auf persönliche Mobilität angewiesen sind.

Besonderes Merkmal der Prothese ist eine hohe Energierückgabe beim Gehen, was für den Träger mehr Stabilität, weniger Muskelarbeit und höheren Komfort bedeutet. Dies wird durch den Einsatz des steifen und zugleich flexiblen thermoplastischen Polyesterelastomers Hytrel® von DuPont möglich.


Foto: DuPont
Schlüsselelement der Niagara Foot™ Prothese ist der S-förmige Kiel, ein einteiliges Spritzgussteil aus dem thermoplastischen Polyesterelastomer Hytrel® von DuPont, das beim Auftreten Energie wie eine Feder speichert und beim Entlasten wieder freisetzt.

Der Prothesenfuß, der im Oktober 2007 kommerzialisiert werden soll, wurde im Rahmen des Hilfsprogramms für Landminenopfer des ‚Canadian Centre for Mine Action Technology‘ entwickelt. Unterstützung bekam der Hersteller dabei von zahlreichen Partnern aus der Industrie wie Hippo Design, Montebello/Québec, Précicad, Québec City/Québec, DuPont, USA und Kanada, sowie einem Team von Ingenieuren der Queen’s University, Kingston/Ontario.

Der ‚Niagara Foot‘ eignet sich vor allem für aktive Menschen und solche, die sich oft in unebenem Gelände fortbewegen. Eine Besonderheit des Prothesenfußes ist sein Kiel, der aus einem spritzgegossenen, S-förmigen Bauteil aus Hytrel® besteht. Während des Gehens nimmt er, ähnlich wie eine Feder, Energie auf und gibt diese wieder ab. „Dieses Prinzip der Energierückgabe ermöglicht dem Träger einen natürlicheren Gang als mit herkömmlichen Prothesen“, so Rob Gabourie, Gründer von Niagara Prosthetic & Orthotics Corporation und Entwickler des ‚Niagara Foot‘.

... mehr zu:
»HYTREL »Prothese »Prothesenfuß

„Für die Patienten bedeutet dies weniger Muskelarbeit und somit weniger Anstrengung beim Laufen.“

Die von Hytrel® gebotene Kombination aus hoher Biegewechselfestigkeit und hoher Belastbarkeit spielt für das Funktionprinzip der Prothese eine große Rolle. Gabourie ist davon überzeugt, dass das Konzept mit einem anderen Werkstoff nicht möglich gewesen wäre. Ingenieure der Queen’s University testeten eine Reihe anderer technischer Kunststoffe, die die von der ISO-Norm 10328 vorgeschriebenen zwei Millionen Testzyklen nicht erreichten – sie verformten sich bleibend oder versagten auf Grund von Ermüdung.

Im Gegensatz dazu wies das Bauteil aus Hytrel® auch nach wesentlich mehr Testzyklen keinerlei Veränderungen auf. „Wichtig war vor allem die Eigenschaft von Hytrel®, Energie zu speichern und wieder abzugeben“, so Dan Curran-Blaney, Application Development Representative bei DuPont Kanada. „Dadurch kann die natürliche Bewegung des Fußgelenks beim Gehen sehr gut nachempfunden werden. Zudem übersteht der Werkstoff die hohen wechselnden Belastungen, die beim Gebrauch auftreten, unbeschadet. Auf Grund seiner elastischen Eigenschaften nimmt Hytrel® auch bei kontinuierlicher Belastung seine ursprüngliche Form wieder an.“

Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Wahl des Werkstoffs war die gute Verarbeitbarkeit von Hytrel®. Dazu Helga Plishka, Technical Representative bei DuPont Kanada: „Die Konstruktion des Fußes machte außerordentlich hohe Wanddicken nötig. Auf Grund der guten Fließfähigkeit von Hytrel® werden Lunker und Einfallstellen, wie sie bei anderen Werkstoffen auftraten, zuverlässig vermieden – eine wichtige Voraussetzung für die erforderliche Biegewechselfestigkeit des Bauteils.“ Als weitere Gründe für die Werkstoffwahl nennt Gabourie die anwendungstechnische Unterstützung und das Know-how von DuPont sowie die konstant hohe Materialqualität.

Der Prothesenfuß wurde im Labor, in klinischen Testreihen und in Feldversuchen ausführlich getestet, u. a. an Patienten in Kanada und San Salvador. Er ist in verschiedenen Größen sowie mit beinähnlicher Hülle oder ohne diese erhältlich. Ausgelegt für aktive Erwachsene mit einem Körpergewicht von bis zu 80 kg, kann er individuell an das Gewicht, den Lebensstil sowie die persönlichen Vorlieben des Trägers angepasst werden. Der ‚Niagara Foot‘ ist über die Internetseite www.niagarafoot.com erhältlich.

Seit über 25 Jahren entwickelt Niagara Prosthetic & Orthotics (NPO) Lösungen, um die Mobilität von Patienten wiederherzustellen. Der Gründer des Unternehmens, Robert Gabourie, entwickelte in Zusammenarbeit mit Ingenieuren der Queen's University und Werkstoffspezialisten von DuPont zwei neue Produkte, den ‚Niagara Foot‘ und die Kniegelenksprothese ‚Niagara Knee Joint‘. Unternehmenszweck von Niagara Prosthetic & Orthotics International Ltd. (NPOI) ist die Vermarktung und der Vertrieb dieser Produkte in Kanada und der Welt. NPO ist Partner der Wohltätigkeitsorganisation Niagara Othopeadics Worldwide, um seine Produkte, insbesondere den ‚Niagara Foot‘, in Regionen zu bringen, wo sie am dringendsten benötigt werden.

DuPont Engineering Polymers produziert und vertreibt Crastin® PBT und Rynite® PET thermoplastische Polyester, Delrin® Polyacetale, Hytrel® thermoplastische Polyesterelastomere, DuPont™ ETPV technische thermoplastische Vulkanisate, Minlon® mineralgefüllte Polyamide, Thermx® PCT Polycyclohexylen-Dimethylterephthalat, Tynex® Filamente, Vespel® Teile und Profile, Zenite® LCP flüssigkristalline Kunststoffe, Zytel® Polyamide und Zytel® HTN Hochleistungspolyamide. Diese Produkte werden weltweit in der Luft- und Raumfahrt, im Gerätebau, in der Automobil- sowie der Elektrik- und Elektronik-Industrie, Gesundheitswesen, für Verbrauchsgüter, in der allgemeinen Industrie sowie für Sportartikel und viele andere Anwendungen eingesetzt.

DuPont ist ein wissenschaftlich orientiertes Produktions- und Dienstleistungs-Unternehmen. 1802 gegründet, setzt DuPont die Wissenschaften für nachhaltige Problemlösungen ein, die für Menschen allerorts das Leben besser, sicherer und gesünder machen. DuPont ist in über 70 Ländern aktiv und bietet eine breite Palette innovativer Produkte und Dienstleistungen für Branchen wie Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Bauen und Wohnen sowie Transport.

Das DuPont Oval, DuPont™, The miracles of science™ und Produktnamen mit der Kennzeichnung ® sind markenrechtlich geschützt für DuPont oder eine ihrer Konzerngesellschaften.

Hinweis für die Redaktion:
Diese Mitteilung basiert auf Informationen von:
Niagara Prosthetics & Orthotics International Ltd.
547 Glenridge Avenue, St. Catherines, Ontario, Canada L2T 4C2
Kontakt: Robert Gabourie CPO
Tel.: +1 905-688-2553
E-Mail: Rgabourie1@cogeco.ca
Redaktioneller Kontakt:
Horst Ulrich Reimer
Telefon: ++49 (0) 61 72/87-1297
Telefax: ++49 (0) 61 72/87-1266
E-Mail: Horst-Ulrich.Reimer@dupont.com

Horst Ulrich Reimer | Du Pont
Weitere Informationen:
http://www.dupont.com

Weitere Berichte zu: HYTREL Prothese Prothesenfuß

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Einfacher Schieltest mit neu entwickelter Strabismus-Video-Brille
19.07.2017 | UniversitätsSpital Zürich

nachricht Kunstherz auf dem Prüfstand
13.07.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten