Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit „Breast Care Solutions“ bietet Siemens ein umfassendes Produktangebot zur Diagnostik und Therapie von Brustkrebs

15.02.2008
Brustkrebs ist die am häufigsten zum Tode führende Krebsart bei Frauen. Jedes Jahr werden in Deutschland über 150.000 Frauen wegen Brustkrebs behandelt. Mehr als 17.000 von ihnen sterben jährlich an dieser Erkrankung.1

Nicht nur eine qualitätsgesicherte Früherkennung von Brustkrebs, sondern auch individuelle Therapien sind daher wichtig. Siemens Healthcare hat deshalb umfassende Lösungen zur Früherkennung und Behandlung von Brustkrebs unter dem Namen „Breast Care Solutions“ entwickelt. Dies besteht aus einer Kombination verschiedener bildgebender Verfahren wie Ultraschall, Mammographie und Magnetresonanztomographie (MRT), die durch innovative Software-Tools und Lösungen aus der Labordiagnostik ergänzt werden.

Dieser Multi-Modalitätsansatz in der Brustmedizin findet bei Ärzten immer mehr Zuspruch. Bildgebungstechniken wie MRT und Ultraschall spielen darin eine zunehmend größere Rolle. Alle bildgebenden Verfahren in der Brustmedizin ermöglichen eine umfassende Früherkennung und Nachsorge. Die neuen Technologien führen dabei unter anderem zu einer verbesserten Bildqualität und optimieren Arbeitsabläufe, die den Arzt bei seiner Arbeit unterstützen. Dadurch können mehr Patientinnen in kürzerer Zeit untersucht werden.

Immundiagnostische Tests liefern Hinweise über den Verlauf einer Therapie.

Die aktuellsten Entwicklungen für „Breast Care“ im Einzelnen:

• Digitales Mammographiesystem der Zukunft: Mammomat Inspiration Das Vollfeldsystem Mammomat Inspiration liefert nicht nur eine höhere Bildqualität als bisher, sondern macht gleichzeitig die Untersuchung für Patientinnen durch die neuartige MoodLight-Funktion angenehmer als herkömmliche Mammographiegeräte. Zeitsparende Workflow-Funktionen ermöglichen das Screening von bis zu 15 Patientinnen pro Stunde. Das neue System beruht auf einer aufrüstbaren digitalen Mammographieplattform, die sowohl standardmäßige Screening-Konfigurationen beinhaltet, aber auch für stereotaktische Biopsien direkt am Gerät geeignet ist. In die Plattform lassen sich außerdem die zukünftige dreidimensionale (3D) Bildgebung mit Brusttomosynthese (Work-in-Progress) integrieren.

• Fortschritte bei der MRT-Spektroskopie der Brust

Die Bös- oder Gutartigkeit von Läsionen muss heute in vielen Fällen durch Biopsie abgeklärt werden. Mittels Protonen-MRT-Spektrospkopie kann dieser Eingriff oftmals verhindert werden. Bei dieser Methode erhält der Arzt essenzielle metabolische Informationen zu den biochemischen Eigenschaften von Brustläsionen, die es ihm erleichtern, zwischen bös- und gutartigen Läsionen zu unterscheiden. Nach einer in der Radiology veröffentlichten Studie2 konnten mittels Protonen-MRT-Spektroskopie 68 Prozent der Biopsien für Brustläsionen vermieden werden, ohne dass man bei dieser Personengruppe einen bösartigen Fall übersehen hat. Siemens bietet mit der Software syngo Grace nun eine gute Lösung für die Protonen-MRT-Spektroskopie der Brust an, mit der sich unnötige Biopsien bei vielen Patientinnen verhindern lassen. Syngo Grace verwendet Cholin als Biomarker und verbessert nicht nur die Differenzialdiagnose, sondern ermöglicht gleichzeitig auch den biochemischen Eigenschaften von Brustläsionen.

• Ultraschall in der Brustkrebsfrüherkennung

Die neue Technologie „eSie Touch Elasticity Imaging“ von Siemens für den Brust-Ultraschall beruht auf dem Prinzip der Elastizitätsbildgebung und stellt die unterschiedlichen Kompressionseigenschaften von Gewebe dar. Nach Angaben der American Cancer Society erweisen sich 80 Prozent aller biopsierten Brustläsionen als gutartig. Mediziner hoffen, mit dieser Methode die Anzahl von unnötigen invasiven Brustbiopsien verringern zu können. Die neue Applikation erlaubt dem Arzt eine höhere Genauigkeit bei der Charakterisierung von Brustläsionen, da die fehlende Komprimierbarkeit von Gewebe als Indikator für bösartige Veränderungen angesehen wird. Daneben bietet der automatische Brustscanner SomoVu der Firma U-Systems neue Möglichkeiten: Der Brustscanner akquiriert auf Knopfdruck schnell und kosteneffektiv nicht nur 3D-Ultraschallbilder der weiblichen Brust, sondern zeigt dabei auch eine koronare Ansicht. Durch die automatische Aufnahme werden die Ultraschallbilder weniger benutzerabhängig und damit vergleichbarer als mit bisherigen Systemen. Der Ultraschall ist in Verbindung mit der Mammographie die Methode der Wahl bei Frauen mit dichtem Brustgewebe; in Europa und Nordamerika ist das bei zwei von fünf Frauen der Fall.

• Fortschritte bei der Immundiagnostik

Neuere Entwicklungen in der Immundiagnostik führten zu einem Biomarker, der den Arzt bei Entscheidungen über den Einsatz der verschiedensten zur Verfügung stehenden Medikamente unterstützen kann – insbesondere, wenn es sich um eine metastasierende Erkrankung handelt. Die Konzentration dieses Biomarkers mit der Bezeichnung HER-2/neu wird im Blut der Patientin bestimmt. HER-2/neu ist ein Protein, das eine Schlüsselrolle bei bestimmten bösartigen Wucherungen von Brustkrebszellen spielt. Der Serumtest auf HER- 2/neu von Siemens Healthcare Diagnostics ist der erste und bisher einzige von der FDA zugelassene Bluttest zur Bestimmung der HER-2/neu-Proteine im Blut von Patienten mit metastasierendem Brustkrebs. Im Verlauf der Erkrankung gemessene HER-2/neu-Werte liefern aufschlussreiche Informationen über den Verlauf einer Therapie. Sie können dem Arzt auf diese Weise wichtige Hinweise im Rahmen der Behandlung der Patientin geben.

Ergänzend zu diesen Lösungen für die Brustkrebsmedizin enthält das Angebot von Siemens auch Produkte für die molekulare Bildgebung und die Strahlentherapie sowie informationstechnologische Lösungen.

Siemens Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Das Unternehmen versteht sich als medizinischer Lösungsanbieter mit Kernkompetenzen und Innovationsstärke in diagnostischen und therapeutischen Technologien sowie in der Wissensverarbeitung einschließlich Informationstechnologie und Systemintegration. Mit seinen Akquisitionen in der Labordiagnostik wird Siemens Healthcare das erste voll integrierte Diagnostik-Unternehmen, das Bildgebung und Labordiagnostik, Therapielösungen und medizinische Informationstechnologie miteinander verbindet und um Beratungs- und Serviceleistungen ergänzt. Siemens Healthcare bietet Lösungen für die gesamte Versorgungskette unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 49.000 Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2007 (bis 30. September) erzielte Siemens Healthcare einen Umsatz von 9,85 Mrd. € (Umsatz auf pro forma Basis inkl. Dade Behring etwa 11 Mrd. EUR) sowie einen Auftragseingang von 10,27 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,32 Mrd. €.

1 Statistisches Bundesamt, März 2007.

2 Bartella L, et al "Enhancing Nonmass Lesions in the Breast: Evaluation with Proton (1H) MR Spectroscopy" Radiology 2007; 245: 80-87.

Bianca Braun | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com
http://www.siemens.com/med-bilder/Mammomat-Inspiration
http://www.siemens.com/med-bilder/Elasticity

Weitere Berichte zu: Biopsie Brustkrebs Brustläsion Ultraschall

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Fraunhofer IGB wirkt bei Gestaltung des europäischen Fahrplans für Organ-on-a-Chip-Technologie mit
14.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

nachricht Entwicklung modernster Navigationssysteme für die Gefäßchirurgie
06.11.2017 | Universität zu Lübeck

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte