Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Akademische Erfindungen auf dem Technology Forum Diagnostics

09.12.2008
Patentierte Neuheiten aus der Diagnostik

Verlässliche quantitative Resultate mit einer ausgezeichneten räumlichen und zeitlichen Auflösung während der Messung in lebenden Zellen– das ist im Target- und Drug-Screening gefordert. Und ist doch oft nicht in zufriedenstellendem Umfang gewährleistet.

Eine Lösung des Problems kommt nun aus Niedersachsen. Die Patentverwertungsagentur MBM ScienceBridge GmbH der niedersächsischen Hochschulen stellt auf der heute und morgen in Frankfurt / Main stattfindenden Veranstaltung „Technology Forum Diagnostics & Bioanalytical Devices“ eine Innovation für die sog. FRET basierten Biosensoren vor, die zudem die Nutzung in günstigen Standardgeräten erlaubt.

Um eine Verbesserung und eine einfache, kostensparende Produktion geht es auf dem Forum auch bei einer Erfindung aus Nordrhein-Westfalen, die fotochrome Materialien betrifft. Diese stoßen aufgrund geringer Lebensdauer und mechanischer Instabilität bei ihrer Nutzung z.B. im Bereich holographische Datenspeicherung, fotosensitive Sensoren oder Sicherheitsanwendung oft an ihre Grenzen. Basierend auf einem Sol-Gel-Prozess haben Kölner Wissenschaftler jetzt ein neues Material für die Herstellung langlebiger fotochromer Gläser und Beschichtungen entwickelt, für das über die PROvendis GmbH Lizenznehmer gesucht werden.

Vielversprechende und wirtschaftlich interessante Lösungen wie diese aus der Menge akademischer Forschungsergebnisse zu identifizieren, schutzrechtlich zu sichern und geeigneten Partner aus der Industrie anzubieten, ist die Aufgabe der Patentverwertungsagenturen der deutschen Hochschulen. Im Auftrag von mehr als 200 wissenschaftlichen Institutionen bundesweit stellen sie Innovationen zusammen, die großes Marktpotential besitzen und der Wirtschaft für Lizenzierung oder Verkauf zur Verfügung stehen.

Ein weiteres Beispiel aus dem umfassenden Portfolio der Hochschulerfindungen bietet die TransMIT GmbH aus Hessen auf der Veranstaltung an. Bei dieser Erfindung handelt es sich um ein Verfahren zur Vorhersage von septischen Zuständen, mit dem bei der Erstellung und Auswertung von Expressionsprofilen aus dem Blut von Patienten mit Infektionen erstmals klinische und genomische Daten berücksichtigt werden. Damit ist eine besonders frühe Diagnose von Sepsis und / oder septischen Zuständen möglich. Bereits 4-7 Tage vor der klinischen Ausprägung des septischen Zustandes kann die zu erwartende septische Reaktion bestimmt und damit geeignete medizinische Vorkehrungen getroffen werden.

Um die Abschätzung eines anderen Risikos insbesondere in Bezug auf Herz-Kreislaufkrankheiten geht es wiederum bei einem neuen Diagnostik-Verfahren, das von der ESA Patentverwertungsagentur GmbH Magdeburg betreut wird. Das neue Verfahren erlaubt es, mit einem hohen Grad an Genauigkeit und Reproduzierbarkeit den Parameter ADMA - asymmetrisches Dimethylarginin - zu bestimmen, dessen Konzentrationserhöhung bei verschiedenen Krankheiten wie der chronischen Niereninsuffizienz oder Diabetes mellitus festgestellt wurde und dessen Konzentration eng mit dem Risiko für Herz-Kreislauf Ereignisse korreliert.

Um die Abschätzung eines anderen Risikos insbesondere in Bezug auf Herz-Kreislaufkrankheiten geht es bei einem neuen Diagnostik-Verfahren, das von der ESA Patentverwertungsagentur GmbH Magdeburg angeboten wird. Das neue Verfahren erlaubt es, mit einem hohen Grad an Genauigkeit und Reproduzierbarkeit den Parameter ADMA - asymetrisches Dimethylarginin - zu bestimmen, dessen Konzentrationsänderung bei verschiedenen Krankheiten wie der chronischen Niereninsuffizienz oder Diabetes mellitus festgestellt wurde.

Um solche Forschungsergebnisse schnellstmöglich einer im Markt gesuchten Anwendung durch Unternehmen zuzuführen, engagieren sich die Agenturen im Auftrag der Hochschulen. Den Überblick über die große Menge an hochwertigen Neuheiten aus der Wissenschaft bieten die Agenturen neben ihrem Engagement auf Veranstaltungen wie dem Frankfurter Forum oder Unternehmensbesuchen auch über das Portal ihres Dachverbands, der TechnologieAllianz. Unter www.technologieallianz.de können derzeit mehr als 850 aufbereitete Innovationsangebote aus allen Technologiefeldern kostenlos recherchiert werden. Ebenso können Interessenten hier einen maßgeschneiderten Newsletter zu aktuellen Innovationen über den ebenfalls kostenlosen Email-Service „InventionStore“ bestellen oder konkrete Gesuche über den Verband an das Netzwerk der Mitglieder richten.

Über SIGNO:

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützt Hochschulen, Unternehmen und freie Erfinder/innen mit dem Programm SIGNO bei der rechtlichen Sicherung und wirtschaftlichen Verwertung ihrer innovativen Ideen. Mehr zu SIGNO: www.signo-deutschland.de.

Die durch den Bereich „SIGNO Hochschulen“ geförderten wissenschaftlichen Einrichtungen werden in der Be- und Verwertung ihrer Erfindungen durch Technologie- und Patentvermarktungsagenturen unterstützt. Diese haben sich im 1994 gegründeten bundesweiten Netzwerk des TechnologieAllianz e.V. zusammen geschlossen. Der Verbund engagiert sich in der Vermarktung von Technologien aus der deutschen Wissenschaft. Über ihre 28 Mitglieder repräsentiert die TechnologieAllianz mehr als 200 wissen­schaft­liche Einrichtungen mit über 100.000 patentrelevanten Wissenschaftlern. Der flächendeckende Verbund erschließt Unternehmen damit das gesamte Spektrum innovativer Forschungsergebnisse deutscher Hochschulen und außeruniversitärer Forschungsstätten und arbeitet dabei auch mit Partnerverbänden im In- und Ausland zusammen, darunter dem BDI e.V. oder ProTon Europe. Eine Auswahl von Technologieangeboten kann unter www.technologieallianz.de eingesehen beziehungs­weise auf Nachfrage bei der Geschäftsstelle der TechnologieAllianz angefordert werden.

Weitere Informationen:

TechnologieAllianz e.V.
Geschäftsstelle
c/o ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH
Steinstraße 104-106
14480 Potsdam
Tel.: +49 (0) 331 660-38 16
Fax: +49 (0) 331 660-32 02
E-Mail: info@technologieallianz.de

| TechnologieAllianz e.V.
Weitere Informationen:
http://www.technologieallianz.de
http://www.signo-deutschland.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Gefäßprothesen aus dem Bioreaktor
19.02.2018 | Leibniz Universität Hannover

nachricht Neue Studienergebnisse zur Tiefenhyperthermie-Behandlung
15.02.2018 | Klinikum der Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

Von Bitcoins bis zur Genomchirurgie

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Markierung für Krebsstammzellen

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Da haben wir den Salat: Erste Ernte aus aufbereitetem Abwasser im Forschungsprojekt HypoWave

20.02.2018 | Agrar- Forstwissenschaften

Die Brücke, die sich dehnen kann

20.02.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics