Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3D-Druck hilft Arthritis-Leidenden

02.07.2014

Software verspricht einfache Anpassung an Patienten

Forscher an der Loughborough University http://lboro.ac.uk haben einen Software-Prototypen entwickelt, der Erleichterung für Patienten mit rheumatoider Arthritis verspricht.


Gedruckte Schiene: bietet individuelle Hilfe (Foto: lboro.ac.uk)

Denn das Tool soll es Medizinern ohne jegliche Erfahrung mit computergestütztem Design (CAD) leicht machen, per 3D-Druck individuell an Patienten angepasste Handgelenksschienen zu fertigen.

Diese Schienen versprechen nicht nur mehr Komfort, sondern sollen auch schöner und billiger sein als bisher übliche Stützen.

Die neue Software und 3D-Drucker versprechen Klinikern die Möglichkeit, besonders sinnvolle Schienen zu fertigen. "Sie können das Aussehen sowie den Sitz verbessern und zusätzliche Funktionalität integrieren, die bisher nicht möglich war", erklärt Abby Paterson von der Design School an der Loughborough University.

Denn mit modernen Geräten, wie sie an der Universität zur Verfügung stehen, können verschiedene Materialien in einer Schiene genutzt werden. Zudem macht es die Software leicht, Schienen an einzelne Patienten anzupassen.

Luftig statt hässlich

Allein in Großbritannien leiden über 400.000 Personen an rheumatoider Arthritis. Doch normale Handgelenksschienen sind "hässlich, sperrig, und können den Arm des Patienten zum Schwitzen bringen".

Daher nutzen viele Betroffene die Hilfsmittel nicht so, wie sie sollten. Der Software-Protoyp verspricht Abhilfe, indem zunächst ein Scan des betroffenen Arms durchgeführt wird. Das erlaubt auch Mediziner ohne CAD-Kenntnisse, ein individuell und optimal auf den einzelne Patienten zugeschnittenes 3D-Modell zu erstellen.

Ein passender 3D-Drucker kann dann einfach auf Knopfdruck so viele Schienen fertigen wie nötig. Das Resultat kann nicht nur verschiedene Farben haben, sondern auch sinnvoll verschiedene Materialien verbinden. Dazu zählen flexibel-gummiartige, bewegliche Teile ebenso wie eine gute Polsterung.

Ein Design in Form eines Gitterwerks ist möglich, damit die Schiene besser durchlüftet wird und der Arm trocken bleibt. Noch ist die Software in der Entwicklungsphase, Paterson will nun Feedback von Klinikern nach ersten Versuchen einfließen lassen. Mit ausreichender Finanzierung könnte das System innerhalb von 18 Monaten Marktreife erreichen, so die Forscher.

Thomas Pichler | pressetext.redaktion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Smartphones im Kampf gegen die Blindheit
18.10.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Mehr Patientensicherheit: Neue Testmethoden für die Eignung von Implantaten für MRT-Untersuchungen
11.10.2017 | Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik