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3-D in der Angiographie: Neue Bildgebungssoftware von Siemens für minimal-invasive Herzklappenimplantation

24.08.2010
Auf dem Kongress der European Society of Cardiology (ESC) 2010 in Stockholm zeigt Siemens erstmals eine neue Bildbearbeitungssoftware, die Kardiologen und Herzchirurgen hilft, Transkatheter-Aortenklappenimplantationen (TAVI) vorzubereiten und durchzuführen: Syngo Aortic ValveGuide schneidet aus CT-ähnlichen Schnittbildern des Angiographie- Systems automatisch eine 3D-Darstellung der Aortenwurzel aus und markiert anatomische Orientierungspunkte wie beispielsweise die Koronarostien.

Dieses 3D-Bild wird mit den zweidimensionalen Fluoroskopie-Aufnahmen aus der Live-Durchleuchtung überlagert. So kann sich der Arzt in Echtzeit dreidimensional im Körper des Patienten orientieren, während er die neue Klappe an die vorgesehene Stelle navigiert.


Beim minimal-invasiven TAVI (Transkatheter-Aortenklappenimplantation)-Eingriff wird eine künstliche Aortenklappe über die Oberschenkelarterie oder den Apex (die Herzspitze) eingesetzt.

Eine neue Bildbearbeitungssoftware von Siemens liefert dem Arzt dabei automatisch eine Orientierung in 3D: Syngo Aortic ValveGuide segmentiert aus Syngo DynaCT Cardiac-Bildern die Aortenwurzel in dreidimensionaler Form. Anhand von anatomischen Orientierungspunkten in der 3D-Darstellung des Gefäßes berechnet Syngo Aortic ValveGuide den exakt senkrechten Winkel auf die Aortenwurzel. Der C-Bogen übernimmt die Winkeleinstellung für die Live-Durchleuchtung und bietet damit genau die Perspektive, mit der der Arzt die neue Klappe exakt platzieren kann.

Wenn die Software dann das zuvor berechnete 3D-Bild der Aorta über die zweidimensionale Live- Durchleuchtung legt, kann der Kardiologe im Katheterlabor beziehungsweise der Herzchirurg im Hybrid-Operationssaal mit dem Eingriff beginnen. Da sich mit Syngo Aortic ValveGuide die Durchleuchtungszeit vor der Prozedur entscheidend verringert, ist der Patient auch erheblich weniger Strahlung und Kontrastmittel als üblich ausgesetzt.

Das Herzzentrum am Universitätsklinikum Leipzig ist eines der führenden Zentren für TAVIProzeduren in Deutschland. Dort haben die Kardiologen und Herzchirurgen bei diesem Eingriff bisher mit Syngo DynaCT Cardiac von Siemens gearbeitet. Diese Software verarbeitet bei Interventionen CT-ähnliche Bilder vom Herzen aus den Aufnahmen des Angiographie-Systems.

Um die Aortenwurzel in den 3D-Bildern zu segmentieren, mit den Fluoroskopie-Aufnahmen zu überlagern und die richtige Einstellung für den C-Bogen zu finden, musste der Arzt allerdings bisher den sterilen Operationsbereich verlassen und die Winkelberechnungen manuell an der Workstation vornehmen – oder dafür eigens medizinisches Personal abstellen. “Mit Syngo Aortic ValveGuide finden wir nun den optimalen senkrechten Blickwinkel auf den Anfangsteil der Aorta schneller und einfacher als zuvor, weil die neue Software viele Schritte automatisiert“, sagte der Herzchirurg Dr. Jörg Kempfert vom Herzzentrum Leipzig.

Der Siemens-Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informationstechnologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür, dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 48.000 Mitarbeiter und ist rund um den Globus präsent. Im Geschäftsjahr 2009 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 11,9 Milliarden Euro und ein Ergebnis von rund 1,5 Milliarden Euro.

Das hier genannte Produkt ist noch nicht käuflich zu erwerben. Aufgrund von medizinprodukterechtlichen Vorgaben kann die zukünftige Verfügbarkeit nicht zugesagt werden. Die hierin enthaltenen Aussagen basieren auf Ergebnissen, die von Siemens-Kunden in deren jeweiligen spezifischen Nutzungsumfeld erzielt wurden. Es ist zu beachten, dass es kein "typisches" Krankenhaus gibt und die Resultate von verschiedenen Variablen abhängen (wie z.B. der Größe des Krankenhauses, des Behandlungsspektrums, des Grads der IT-Integration). Aus diesem Grunde ist nicht gewährleistet, dass andere Kunden dieselben Ergebnisse erzielen werden. Das Herzzentrum der Universität Leipzig hat einen Kooperationsvertrag mit Siemens Healthcare.

Marion Bludszuweit | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/healthcare
http://siemens.com/med-bilder/Aortic-ValveGuide

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