Anzeige
Ziel ist es, die Zahl derer, die einen Organspendeausweis bei sich tragen, zu erhöhen. Laut der neuen Repräsentativerhebung der BZgA zu Wissen, Einstellung und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organspende hat die Spendebereitschaft zugenommen und auch der Besitz des Organspendeausweises ist in den letzten zwei Jahren von 17 auf 25 Prozent deutlich gestiegen. Dennoch besteht nach wie vor ein großer Aufklärungsbedarf.
Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesminsteriums für Gesundheit und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
Unter dem Motto „ORGANPATEN werden“ startet heute in Berlin die neue Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die rund um das Thema Organ- und Gewebespende informieren will. Ziel ist es, die Zahl derer, die einen Organspendeausweis bei sich tragen, zu erhöhen.
Um Menschen dort zu erreichen, wo sie sich täglich aufhalten, wandert die Kampagne mit einer Informationstour quer durch Deutschland und macht Station in großen Einkaufszentren deutscher Großstädte und bei Großveranstaltungen. Im Mittelpunkt stehen zehn elektronische und mechanische Informationsmodule. Diese einzelnen Stationen laden Besucherinnen und Besucher ein, sich dem Thema Organspende auf spielerische Art zu nähern. So geben beispielsweise Multi-Touch-Tische einen virtuellen Einblick in den Körper, interaktive Stelen bieten die wichtigsten Informationen zur Organspende und bei einer Bodenprojektion kann man den Organspendeausweis als Puzzle mit den Füßen selber zusammensetzen.
Da die Entscheidung zur Organspende ein sehr persönliches Thema ist, stehen außerdem ein geschultes Team und Vertreterinnen und Vertreter von örtlichen Selbsthilfegruppen für Fragen und Anliegen der Besucher zur Verfügung. Darüber hinaus hält die neue Internetseite www.organpaten.de eine Fülle an Informationen zu dem Thema bereit und bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich beispielsweise als Organpate mit einem Statement im Internet einzutragen.
Hierzu erklärt Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler: „Wer über Organspende spricht, setzt sich immer auch mit dem Sterben auseinander. Das macht vielen Menschen Angst. Deshalb ist es so wichtig, anschaulich und sachlich über das Thema zu informieren und den Menschen die Möglichkeit zu geben, sich persönlich beraten zu lassen. Die neue Informationstour der BZgA geht dazu an Orte, wo sich Menschen tagtäglich aufhalten, um sie als Organpaten zu gewinnen. Denn eine Patenschaft ist etwas Positives und Lebendiges. Es ist die freiwillige Übernahme von Verantwortung gegenüber Anderen. Und darum geht es doch.“
Aktuell zum Kampagnenstart stellt die BZgA die Ergebnisse einer neuen Repräsentativerhebung zu Wissen, Einstellung und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organspende vor. Die Befragung zeigt, dass die Spendebereitschaft zugenommen hat. Stimmten vor zwei Jahren 67 Prozent der Befragten zwischen 14 und 75 Jahren einer Organ- und Gewebespende nach ihrem Tod zu, so stieg ihr Anteil im Jahr 2010 auf 74 Prozent. Auch der Besitz des Organspendeausweises ist in den letzten zwei Jahren von 17 auf 25 Prozent deutlich gestiegen. Als Gründe sagen diejenigen, die über einen Ausweis verfügen, zu 97 Prozent, dass sie anderen helfen möchten und zu 72 Prozent, dass sie ihre Angehörigen mit dieser Entscheidung nicht belasten möchten. Auch wären 95 Prozent der Organspendeausweisbesitzer froh, selbst ein Organ zu erhalten, wenn sie eines brauchen würden.
Demgegenüber sagen 62 Prozent derjenigen, die bislang keinen Organspendeausweis haben, dass sie sich jetzt noch nicht entscheiden können und wollen, 47 Prozent fürchten Missbrauch durch Organhandel und 33 Prozent haben Angst, dass im Ernstfall nicht mehr alles medizinisch Notwendige von den Ärzten für sie getan wird.
Was die Informiertheit der Bevölkerung zu dem Thema betrifft, so zeigen die Ergebnisse der BZgA-Studie, dass 39 Prozent der Befragten nur über sehr wenig Informationen zum Thema Organspende verfügen und 9 Prozent sogar schlecht informiert sind. Deshalb setzt die neue Kampagne „ORGANPATEN werden“ genau an diesem Wissensdefizit an, um Menschen zu informieren und zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Organ- und Gewebespende anzuregen, damit sie ihre persönliche Haltung im Ausweis dokumentieren und mit sich tragen. Denn die BZgA-Studie belegt, dass Menschen, die gut informiert sind, eher einen Organspendeausweis ausfüllen, der Organ- und Gewebespende eher positiv gegenüber stehen, keine Befürchtungen vor Missbrauch durch Organhandel haben und weniger Ängste davor haben, dass im Todesfall nicht alles medizinisch Notwendige für sie getan wird.
„Die Ergebnisse der Studie weisen grundsätzlich in eine erfreuliche Richtung“, betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Sie zeigen aber auch, dass noch immer ein großer Aufklärungsbedarf besteht. Deshalb informieren wir mit den Aktionsmodulen unserer neuen Kampagne gezielt über die Themen, die die Menschen interessieren und können in den Beratungsgesprächen vor Ort konkret auf Ängste, Vorbehalte und Mythen, die in der Bevölkerung gegenüber dem Thema Organspende bestehen, eingehen.“
Weitere Informationen zur Kampagne unter http://www.organpaten.de
Die ersten Ergebnisse der Studie „Wissen, Einstellung und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organspende 2010“ stehen zum Download unter http://www.bzga.de/presse/hintergrundinformationen
Die neuen Plakatmotive zur Kampagne stehen unter http://www.bzga.de/presse/pressemotive
Dr. Marita Völker-Albert | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.organpaten.de
www.bzga.de/presse/hintergrundinformationen
www.bzga.de/presse/pressemotive
Weitere Berichte zu: Allgemeinbevölkerung > Aufklärungsbedarf > Bundeszentrale > BZgA > BZgA-Studie > Gewebespende > Informationstour > Organhandel > ORGANPATEN > Organspende > Organspendeausweis > Repräsentativerhebung > Spendebereitschaft > Studienergebnis
Bitterrezeptoren für Stevia-Süßstoffe entdeckt
24.05.2012 | Technische Universität München
Wie vorbeugen bei erblichem Krebs?
23.05.2012 | Goethe-Universität Frankfurt am Main
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten