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Neues zur dauerhaften Thrombosetherapie

11.03.2010
Zeitenwende in der Thrombosetherapie?

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Mehr als 600.000 Patienten sind vom lebensgefährlichen Thromboserisiko betroffen. Patienten zeigen Blutgerinnungswert-Selbstkontrolle mit Taschengerät.


Rund 600.000 Menschen bedürfen dauerhaft einer medikamentösen Thrombose verhindernden Therapie, z. B. nach Operationen wie Hüftgelenkersatz, künstlichen Herzklappenersatz, Kunstherz-Implantation oder aber bei Vorhofflimmern, nach Herzinfarkt, Schlaganfall und bei Herzinsuffizienz etc.

Häufig entwickelt sich an einer geschädigten Gefäßwand ein Blutpfropf, der in Herz- oder Hirngefäße abwandert und zum lebensgefährlichen Infarkt oder zur Embolie führt. Der große Pathologe Rudolf Virchow wies bereits im 19. Jahrhundert auf die drei Faktoren einer Embolie und ihrer fatalen Folgen hin. Da die Blutgerinnung kein stabiler Vorgang ist, bedarf es einer sorgfältigen ärztlichen Überwachung der Patienten unter einer blutgerinnungshemmenden Therapie, um z. B. einer übermäßigen Blutungsneigung rechtzeitig vorzubeugen.

Patienten unter entsprechender Therapie können in Kursen auch das Blutgerinnungs-Selbstmanagement erlernen und zuhause mithilfe eines kleinen Taschengerätes (INR-Testgerät) ihre Gerinnungswerte messen und die Dosierung ihrer Medikamente dem Wert anpassen. Mittlerweile führen dies rund 160.000 Patienten in Deutschland durch. Seit rund 15 Jahren schult in Berlin MTBASA (Medizin-Technische Beratungsstelle der Arbeitsgemeinschaft Selbstkontrolle der Antikoagulation) und hat bereits 8000 Patienten in der Methodik des Gerinnungsselbstmanagements unterwiesen. Vor einem Jahr erhielten neuartige, sogenannte Faktor Xa- und Thrombin-Inhibitoren in Tablettenform eine Zulassung für Hochrisikofälle und zur Prophylaxe von Thrombosen. Die Zulassung auch zur Therapie wird in diesem Jahr erwartet. Diese neuen Medikamente könnten die Thrombosevorbeugung und Therapie stark verändern.

Wir möchten Ihnen im Vorfeld eines vom DHZB und MTBASA veranstalteten Symposiums zur möglichen Zeitenwende in der Antikoagulationstherapie Informationen zu den neuen Entwicklungen und zur Selbstkontrolle bei der Gerinnungstherapie geben auf einer

Pressekonferenz
Montag, 15. März 2010, 12.00 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Treffpunkt Eingangshalle im EG
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

Referenten: Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor DHZB
Prof. Dr. Hanno Riess, Stellv. Dir. der Klinik für Hämatologie und Onkologie
Charité, Virchow-Klinikum
Ines Hartwig-Zaidan, MTA, Leiterin MTBASA
Patienten, die das Gerinnungs-Selbstmanagement demonstrieren

Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin DHZB

Infos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy:0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

Dr. Barbara Nickolaus | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.dhzb.de

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