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Mehr als 600.000 Patienten sind vom lebensgefährlichen Thromboserisiko betroffen. Patienten zeigen Blutgerinnungswert-Selbstkontrolle mit Taschengerät.
Rund 600.000 Menschen bedürfen dauerhaft einer medikamentösen Thrombose verhindernden Therapie, z. B. nach Operationen wie Hüftgelenkersatz, künstlichen Herzklappenersatz, Kunstherz-Implantation oder aber bei Vorhofflimmern, nach Herzinfarkt, Schlaganfall und bei Herzinsuffizienz etc.
Häufig entwickelt sich an einer geschädigten Gefäßwand ein Blutpfropf, der in Herz- oder Hirngefäße abwandert und zum lebensgefährlichen Infarkt oder zur Embolie führt. Der große Pathologe Rudolf Virchow wies bereits im 19. Jahrhundert auf die drei Faktoren einer Embolie und ihrer fatalen Folgen hin. Da die Blutgerinnung kein stabiler Vorgang ist, bedarf es einer sorgfältigen ärztlichen Überwachung der Patienten unter einer blutgerinnungshemmenden Therapie, um z. B. einer übermäßigen Blutungsneigung rechtzeitig vorzubeugen.
Patienten unter entsprechender Therapie können in Kursen auch das Blutgerinnungs-Selbstmanagement erlernen und zuhause mithilfe eines kleinen Taschengerätes (INR-Testgerät) ihre Gerinnungswerte messen und die Dosierung ihrer Medikamente dem Wert anpassen. Mittlerweile führen dies rund 160.000 Patienten in Deutschland durch. Seit rund 15 Jahren schult in Berlin MTBASA (Medizin-Technische Beratungsstelle der Arbeitsgemeinschaft Selbstkontrolle der Antikoagulation) und hat bereits 8000 Patienten in der Methodik des Gerinnungsselbstmanagements unterwiesen. Vor einem Jahr erhielten neuartige, sogenannte Faktor Xa- und Thrombin-Inhibitoren in Tablettenform eine Zulassung für Hochrisikofälle und zur Prophylaxe von Thrombosen. Die Zulassung auch zur Therapie wird in diesem Jahr erwartet. Diese neuen Medikamente könnten die Thrombosevorbeugung und Therapie stark verändern.
Wir möchten Ihnen im Vorfeld eines vom DHZB und MTBASA veranstalteten Symposiums zur möglichen Zeitenwende in der Antikoagulationstherapie Informationen zu den neuen Entwicklungen und zur Selbstkontrolle bei der Gerinnungstherapie geben auf einer
Pressekonferenz
Montag, 15. März 2010, 12.00 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Treffpunkt Eingangshalle im EG
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin
Referenten: Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor DHZB
Prof. Dr. Hanno Riess, Stellv. Dir. der Klinik für Hämatologie und Onkologie
Charité, Virchow-Klinikum
Ines Hartwig-Zaidan, MTA, Leiterin MTBASA
Patienten, die das Gerinnungs-Selbstmanagement demonstrieren
Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin DHZB
Infos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy:0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de
Dr. Barbara Nickolaus | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.dhzb.de
Weitere Berichte zu: Blutgerinnungswert-Selbstkontrolle > Blutungsneigung > Embolie > Herzinfarkt > Herzinsuffizienz > Hüftgelenkersatz > künstlicher Herzklappenersatz > MTBASA > Schlaganfall > Selbstkontrolle > Thrombose > Thromboserisiko > Thrombosetherapie
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Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
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Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
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