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Malaria ist immer noch eines der grössten Gesundheitsprobleme weltweit. Pro Jahr erkranken etwa 250 Millionen Menschen an dieser Krankheit und gegen eine Million Menschen, oft Kinder unter fünf Jahren, sterben daran. Erschwerend kommt dazu, dass der Malariaerreger nach und nach gegen viele Medikamente resistent wird und diese dann nur noch schlecht oder überhaupt nicht mehr wirken. Es ist deshalb notwendig, ständig nach neuen Wirkstoffen gegen die Malaria zu suchen.
Eine der weltweit tätigen Institutionen zur Entwicklung neuer Malariamedikamente ist die Non-Profit Organisation «Medicines for Malaria Venture». Diese unterstützt die Entwicklung des neuen Wirkstoffes namens OZ439 – zusammen mit dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut, dem University of Nebraska Medical Center, der Monash University in Australien und weiteren Partnern.
Der neue Wirkstoff, das synthetische Peroxid OZ439, wurde 2009 in einer klinischen Studie mit gesunden Probanden gut toleriert. Nun wird OZ439 im Rahmen einer Phase-II-Studie an Patienten getestet, um mehr über Wirksamkeit und Stabilität herauszufinden. Weitere Studien mit dem neuem Wirkstoff sollen dazu dienen, seine Wirksamkeit mit der von Artesunat, einem Malariawirkstoff auf der Basis von Artemisinin, zu vergleichen. Diese Untersuchungen werden in Regionen durchgeführt, in denen erste Anzeichen von Resistenzen gegen die Artemisinine festgestellt worden sind.
Originalbeitrag
Reto Brun, Sergio Wittlin et al.
Synthetic ozonide drug candidate OZ439 offers new hope for a single-dose cure of uncomplicated malaria
PNAS, published online before print February 7, 2011 | doi:10.1073/pnas.1015762108
Weitere Auskünfte
Dr. Sergio Wittlin, Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut – Swiss TPH, Socinstrasse 57, 4002 Basel, Tel. 061 284 81 36,
E-Mail: sergio.wittlin@unibas.ch
Prof. Dr. Reto Brun, Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut – Swiss TPH, Socinstrasse 57, 4002 Basel, Tel. 061 284 82 31,
E-Mail: reto.brun@unibas.ch
Hans Syfrig Fongione | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.unibas.ch
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