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Malaria: Impfstoff stoppt Eindringen in rote Blutkörperchen

10.11.2011
Prototyp RTS,S entwickelt - Zwei entscheidende Proteine identifiziert

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Den Weg, den alle Stämme der tödlichsten Malariaparasiten nehmen, um in rote Blutkörperchen einzudringen, haben Wissenschaftler des Sanger Institute nun identifiziert. Diese Forschungsergebnisse machen große Hoffnung auf die Entwicklung eines sehr wirksamen Impfstoffes. Experten wie Adrian Hill vom Jenner Institute betonten, dass sie nach 25 Jahren intensiver Forschung überrascht und beeindruckt sind. An Malaria erkranken jedes Jahr 300 Mio. Menschen. Eine Mio. Menschen sterben an den Folgen. Am stärksten betroffen sind Kinder in den Ländern südlich der Sahara.


Es gibt eine ganze Reihe von Malariaparasiten. Plasmodium falciparum gilt als der tödlichste. Die Wissenschaftler räumen aber ein, dass es sich dabei um einen sehr komplexen Gegner handelt. Er ist sehr geschickt darin das Immunsystem zu umgehen und hereinzulegen. Fünf Minuten nachdem der Moskito zugestochen hat, versteckt sich der Parasit bereits in der Leber. Später verlässt er diese wieder, infiziert die roten Blutkörperchen und beginnt sich zu vermehren. Das menschliche Immunsystem kämpft damit eine Resistenz gegen Malaria auszubilden, mit ähnlichen Schwierigkeiten haben auch die Wissenschaftler im Labor zu tun.

Proteine auf Parasiten der Schlüssel
Es gibt noch immer keinen zugelassenen Impfstoff gegen Malaria. Großangelegte Tests mit dem am weitesten entwickelten Prototyp RTS,S haben gezeigt, dass er das Risiko an Malaria zu erkranken, um die Hälfte verringern kann. Die jetzt in Nature http://nature.com veröffentlichte Studie konzentrierte sich auf den Augenblick, in dem der Parasit ein rotes Blutkörperchen infiziert. Gesucht wurde nach Proteinen auf der Oberfläche des Parasiten und den roten Blutkörperchen, die notwendig sind, damit er sein Ziel erkennen und in es eindringen kann. Einige dieser Proteine sind bereits bekannt. Sie kommen jedoch nicht immer zum Einsatz.

Jetzt entdeckten die Experten, dass Basigin, ein Rezeptor an der Oberfläche der roten Blutkörperchen, und PfRh5, ein Protein auf dem Parasiten, von entscheidender Bedeutung sind. Bei allen Stämmen von Plasmodium falciparum, die bisher getestet wurden, verhinderte ein Unterbrechen dieser Verbindung das Angreifen der Blutzellen. Julian Rayner, einer der Autoren der Studie, betont, dass es gelungen ist, den Angriff durch viele verschiedene Methoden zu verhindern. Dafür wurden Antikörper eingesetzt, die auf diese Interaktion abzielen. Geplant ist die Entwicklung eines Impfstoffes, der das Immunsystem dazu bringt, das PfRh5 auf dem Parasiten anzugreifen.

Michaela Monschein | Quelle: pressetext.redaktion
Weitere Informationen: sanger.ac.uk
www.jenner.ac.uk

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