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Ob Bakterien, Viren oder Parasiten - Krankheitserreger sind nicht nur Objekte intensiver Forschung, sondern mitunter auch Hollywood-Filmstars. Eine besondere Ausgabe der Zeitschrift "Biotechnology Journal" befasst sich mit diesem "Doppelleben".
Der Heidelberger Malaria-Forscher Dr. Friedrich Frischknecht hat wissenschaftliche Beiträge von Forschern aus den USA, Kanada, Südafrika und Europa zusammengestellt, die von unterhaltsamen Artikeln zu Infektionskrankheiten in Literatur und Hollywood-Filmen sowie zur Geschichte der Mikroskopie ergänzt werden. Das englischsprachige Sonderheft fasst eine zweitägige wissenschaftliche Konferenz zusammen, die im September 2008 in Heidelberg stattfand und von der Klaus-Georg und Sigrid Hengstberger-Stiftung unterstützt wurde. Die Artikel des Hefts können im Internet eingesehen und heruntergeladen werden.
Das heimtückische Ebola-Virus bedroht die ganze Welt
Geheimnisvolle Erreger, die die Erdbevölkerung auslöschen könnten - wie nah sind Science-Fiction-Filme und Bücher an der Realität? Wo verlassen Autoren und Regisseure wissenschaftliche Grundlagen, um die Spannung zu erhöhen? Der Artikel "Infectious Entertainment" von Dr. Frischknecht zeigt die Gratwanderung zwischen wissenschaftlichen Fakten und künstlerischer Fiktion an Beispielen auf.
In "Outbreak - Lautlose Killer" des Regisseurs Wolfgang Petersen aus dem Jahr 1995 bedroht das tödliche, bislang in Afrika heimische Ebola-Virus die USA. Gekonnt wird mit der realen Angst der Menschen vor weltweiten Seuchen gespielt. Die Lösung im Film findet der Wissenschaftler dann eher amüsant: In nur zwei Tagen wird ein Impfstoff entwickelt - normalerweise dauert so etwas mindestens ein halbes Jahr. Dennoch fällt das abeschließende Urteil positiv aus: "Gute Unterhaltung kann zu einem besseren Verständnis komplexer Inhalte beitragen. Im besten Fall motivieren Unterhaltungsmedien interessierte Leser oder Zuschauer dazu, nach weiterführenden Informationen zu suchen."
Film über Abwehrzelle wurde 300.000 mal angeschaut
Dazu kann auch das Internet beitragen, z. B. mit seiner populären Video-Plattform YouTube (www.youtube.com) In dem Artikel "Increasing your bug views" lädt Dr. Frischknecht ein, nach Filmen aus der Grundlagenforschung zu suchen und eigene Forschungsergebnisse einzustellen. Wer hätte gedacht, dass ein fünfminütiger Film über eine Abwehrzelle, die ein Bakterium verfolgt, bereits von 300.000 Internet-Besuchern angeschaut wurde?
Literatur:
Biotechnology Journal 6/2009, Wiley-Blackwell, Weinheim.
www3.interscience.wiley.com/journal/122462269/issue
Crawling Neutrophil Chasing a Bacterium:
www.youtube.com/watch?v=I_xh-bkiv_c&feature=related
Infectious Enterntainment:
www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/fulltext/122462271/PDFSTART
Increasing your bug views:
www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/fulltext/122462291/PDFSTART
Weitere Informationen über das Hygiene Institut im Internet:
www.med.uni-heidelberg.de/Hygiene-Institut.106583.0.html
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Malaria-3-Frischknecht.100117.0.html
Ansprechpartner:
Dr. Friedrich Frischknecht
Hygiene-Institut
Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 324
69120 Heidelberg
Tel: 06221 / 56 65 37
E-Mail: freddy.frischknecht(at)med.uni-heidelberg.de
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit 1.600 Betten werden jährlich rund 500.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.100 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. (Stand 12/2008)
Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de
Dr. Annette Tuffs | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.klinikum.uni-heidelberg.de
Weitere Berichte zu: Abwehrzelle > Bakterien > Ebola-Virus > Impfstoff > Infektionskrankheiten > Krankheitserreger > Parasiten > Viren > YouTube
Bitterrezeptoren für Stevia-Süßstoffe entdeckt
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Wie vorbeugen bei erblichem Krebs?
23.05.2012 | Goethe-Universität Frankfurt am Main
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
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