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Das Team mit Prof. Dr. Hans-Jürgen Glander, Privatdozentin Dr. Sonja Grunewald und Prof. Dr. Uwe Paasch entwickelte eine Technik, mit der „schlechte“ Spermien im Magnetfeld aussortiert werden können. „Damit wird eine um zehn Prozent höhere Befruchtungsrate erreicht“, so Prof. Paasch.
„Wir hatten herausgefunden, dass gewisse Oberflächeneigenschaften mit der Qualität von Spermien zusammenhängen“, erzählen die Leipziger Andrologen. „Mit einem bestimmten Marker, der an der Oberfläche der schlechten Spermien bindet, lassen sich dann die Spermien sehr gut differenzieren.“
Die Leipziger Forschungen wurden von mehreren internationalen Arbeitsgruppen (u.a. aus der Türkei und Argentinien) bestätigt und von einem Biotec-Unternehmen praktisch umgesetzt. Mit der MACS-Technik (magnetic activated cell sorting) gelingt es nunmehr im klinischen Alltag, qualitativ besonders geeignete Spermien im Magnetfeld zu selektieren.
„Bei der künstlichen Befruchtung erhöht es die Erfolgsaussichten deutlich, wenn mit Zellen gearbeitet wird, die sozusagen quicklebendig sind und ein intaktes Erbgut aufweisen“, erläutert Prof. Paasch.
„Wenn die Frau nur noch drei Eizellen hat, ist jede einzelne ein kostbares Gut – da kann man es sich nicht leisten, sie mit schlechten Spermien zu konfrontieren. Wenn der Mann nur noch weinige Spermien hat, ist es genauso: Da muss das Spermium ausgewählt werden, das mit der größten Wahrscheinlichkeit eine Schwangerschaft auslösen kann. Und wenn der Mann viele defekte Spermien hat, macht es sehr viel Sinn, diese auszusortieren: Wir wollen doch nicht, dass ausgerechnet ein defektes Spermium durchkommt. Mit der MACS-Technik ist es möglich, die Spermien entsprechend zu sortieren und so die Erfolgsrate bei der künstlichen Befruchtung um immerhin zehn Prozent zu erhöhen.“
Kathrin Winkler | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uniklinik-leipzig.de/
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