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Wissenschaftler des Wake Forest Institute for Regenerative Medicine haben fünf mexikanischen Jungen mit Harnröhren aus körpereigenen Gewebe behandelt, deren Harnwege geschädigt waren. Sie erklärten gegenüber The Lancet, dass es allen Patienten gut geht. Die Transplantate wurden vom Körper angenommen und alle Defekte sind behoben.
Dem Team um Anthony Atala war es in der Vergangenheit bereits gelungen, künstliche Harnblasen herzustellen. Derzeit arbeiten die Wissenschaftler an mehr als 30 verschiedenen Geweben und Organen.
Zellen aus Harnblase entnommen
Die Patienten sind zwischen zehn und 14 Jahre alt wurden bei Unfällen verletzt. Der erste Schritt bei der Schaffung neuer Harnröhren war die Entnahme einer kleinen Menge von Zellen aus der Harnblase jedes der Jungen. Aus diesen Proben isolierten die Wissenschafter jene Zellen, die sie zur Schaffung einer neuen Harnröhre brauchen würden. Diese Zellen, die zu Muskeln, Organwand und Stützgewebe werden sollten, wurden im Labor wochenlang mit Nährstoffen versorgt und vermehrt bis eine ausreichende Menge vorhanden war.
In einem nächsten Schritt wurden die Zellen auf einem natürlich abbaubaren Gitter aufgebracht. Zu einer Röhre geformt passten es die Wissenschaftler jedem Patienten individuell an. Nachdem die Zellen eine Woche Zeit gehabt hatten, das Gitter anzunehmen, wurden sie transplantiert. Nach sechs Jahren funktionieren die künstlichen Harnröhren noch immer, sind in Aussehen und Funktion gleich wie normale. Ohne diese Behandlung hätten diese Patienten eine künstliche Harnröhre erhalten müssen. Das Risiko eines Fehlschlages liegt hierbei bei rund 50 Prozent.
Michaela Monschein | Quelle: pressetext.redaktion
Weitere Informationen: www.wfubmc.edu/wfirm
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