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Entwicklung neuer Impfstoffe gegen Aids

29.09.2011
Für die Erforschung neuer HIV-Impfstrategien erhält eine Forschungsallianz, bestehend aus Wissenschaftlern des Lehrstuhls für Genetik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) unter Leitung von Prof. Dr. Falk Nimmerjahn sowie der Harvard Universität, der Oxford Universität und des Scripps Institutes in den Vereinigten Staaten, acht Millionen Dollar von der Bill und Melinda Gates Stiftung.

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Trotz der Möglichkeit, die vom humanen HI-Virus ausgelöste Immundefizienz (Aids) lange Zeit zu unterdrücken, gibt es bisher keine funktionierende Impfstrategie zur Verhinderung einer Infektion. Zudem haben die derzeit verfügbaren Medikamente zum Teil starke Nebenwirkungen.


In dem geförderten Projekt sollen neue Techniken und Methoden entwickelt werden, die es möglichst schnell erlauben, den Erfolg neuer Impfstrategien nachzuweisen. Ein großes Problem bei der Entwicklung und Anwendung neuer Impfstoffe ist der sehr lange Zeitraum zwischen der Impfung und dem Nachweis des erfolgreichen Schutzes vor einer Infektion. Dies führt zu starken Verzögerungen bei der Weiterentwicklung und Optimierung von neuen Impfstrategien, die zum Beispiel für einen Schutz vor einer HIV-Infektion essenziell wären.

Die Arbeitsgruppe um Prof. Nimmerjahn von der FAU wird vor allem ihre Expertise auf dem Gebiet der Funktion von Antikörpern in dieses Projekt einbringen. Neue Befunde lassen vermuten, dass Antikörper eine wichtige Rolle für die Verhinderung einer Infektion mit dem HI-Virus spielen könnten. Antikörper sind Eiweißmoleküle, die passgenau für jeden eingedrungenen Mikroorganismus hergestellt werden können und somit eine erneute Infektion mit dem gleichen Erreger verhindern können. Eine wichtige Rolle für die Funktionalität der Virus-spezifischen Antikörper scheint dabei die Zuckerseitenkette des Eiweißmoleküls zu spielen. Im Rahmen des Projektes sollen daher Immunisierungsstrategien entwickelt werden, die Virus-spezifische Antikörper mit einer Zuckerstruktur hervorrufen, die infizierte Zellen besonders effizient zerstören können.

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), gegründet 1743, ist mit mehr als 30.000 Studierenden, rund 630 Professorinnen und Professoren sowie 2000 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte Universität in Nordbayern. Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen an den Schnittstellen von Naturwissenschaften, Technik und Medizin in engem Dialog mit Jura und Theologie sowie den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Seit Mai 2008 trägt die Universität das Siegel „familiengerechte Hochschule“.

Weitere Informationen für die Medien:

Prof. Dr. Falk Nimmerjahn
Tel.: 09131/85-25050
fnimmerj@biologie.uni-erlangen.de

Dr. Pascale Anja Dannenberg | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-erlangen.de

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