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Wissenschaftler des Cambridge Research Institute haben einen möglichen ersten Schritt in Richtung eines DNA-Tests für frühe Anzeichen von Darmkrebs entdeckt. Die Tests an zwei bestimmten Genen waren bei der Unterscheidung zwischen Tumoren und gutartigen Polypen sehr genau. Diese Polypen können jedoch kanzerös werden. Nicht aus allen Polypen entsteht Krebs. Es wird jedoch angekommen, dass fast alle Darmkrebs-Erkrankungen aus Polypen entstehen.
Das Team um Ashraf Ibrahim analysierte 261 Proben von Patienten mit gutartigen Polypen oder Darmkrebs. Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf die so genannten DNA-Methylierungsmuster, einen entscheidenden Vorgang bei der Entwicklung von Zellen.
Rotes Licht
Die DNA-Methylierung ist, so die Forscher, für das Leben von entscheidender Bedeutung. Bei gesunden Zellen ist die Methylgruppe mit der DNA verbunden, wo sie als "rotes Licht" fungiert, das verhindert, dass bestimmte Gene Proteine produzieren. Dieser Vorgang kann bei Krebszellen nicht funktionieren. Die DNA-Methylierung kann ebenfalls zu der Entstehung und Entwicklung von Krebs beitragen, indem sie wichtige schützende Gene blockiert.
Ibrahim geht davon aus, dass die Erforschung von molekularen Veränderungen die Diagnose eines Darmkrebses in der Zukunft viel einfacher machen könnte. "Die molekularen Signale, die Genen mitteilen, ob ein Protein produziert werden soll oder nicht, können bei Krebszellen durcheinander geraten. Wir haben verschiedene Bereiche identifiziert, in denen dieses Signal gestört werden kann und einen Zusammenhang zur Entstehung von Darmkrebs nachgewiesen."
Dieser erste Schritt zur Identifizierung molekularer Hinweise auf Darmkrebs könnten eines Tages zu einem einfachen DNA-Test für erste Anzeichen einer Erkrankung führen. Allein in Großbritannien erkranken laut BBC jährlich mehr als 38.000 Menschen an Darmkrebs. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Gut http://gut.bmj.com veröffentlicht.
Michaela Monschein | Quelle: pressetext.redaktion
Weitere Informationen: www.cambridgecancer.org.uk
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