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Raucherräume und Lüftungsanlagen sind keine Alternative - daher ist ein umfassender Schutz vor Passivrauchen ohne Ausnahmeregelungen zu fordern.
Die Beschäftigten in der Gastronomie arbeiten nach wie vor an den am stärksten durch Schadstoffe des Tabakrauchs belasteten Arbeitsplätzen in Deutschland: In einem ersten deutschen Report zur Gesundheitsgefährdung von Beschäftigten in der Gastronomie legt das Deutsche Krebsforschungszentrum Messdaten zur Schadstoffbelastung in Raucherräumen und in unmittelbar angrenzenden Nichtraucherbereichen vor. Diese Messungen machen deutlich, dass das Bedienungspersonal weiterhin den Gesundheitsgefahren durch Passivrauchen am Arbeitsplatz ausgesetzt ist.
Der Report zeigt auch auf, unter welchen Folgeschäden Beschäftigte in der Gastronomie leiden: akute Gesundheitsstörungen wie brennende, gerötete Augen, Reizungen des Rachens und der unteren Atemwege, Husten und Kopfschmerzen bis hin zu einer veränderten Lungenfunktion sowie als langfristige Gesundheitsbedrohung eine Risikoerhöhung für Herz-Kreislauferkrankungen und Lungenkrebs. Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums, Prof. Dr. med. Otmar D. Wiestler, fordert daher die Politik auf, für Deutschland einen umfassenden Schutz vor Passivrauchen an allen Arbeitsplätzen zu gewährleisten: "Raucherräume sind gesundheitsgefährdend und stellen eine permanente Gefahrenquelle für die Innenraumluft von Gebäuden dar." Raucherräume und/oder Lüftungssysteme stellen keine gesunde Alternative zu einer rauchfreien Gastronomie dar. Nur eine umfassend rauchfreie Gastronomie gewährleistet einen wirksamen Schutz vor Passivrauchen.
Eine Zusammenfassung der wesentlichen Argumente aus der Wissenschaft zu Raucherräumen und Lüftungssystemen wird für die Politik zeitgleich mit dem Report herausgegeben.
Der Report "Erhöhtes Gesundheitsrisiko für Beschäftigte in der Gastronomie durch Passivrauchen am Arbeitsplatz" sowie das Factsheet "Raucherräume und Lüftungssysteme: Keine Alternative zur rauchfreien Gastronomie" ist einzusehen unter: www.tabakkontrolle.de sowie als Druckexemplar zu bestellen bei der Stabsstelle Krebsprävention unter folgender Mailadresse: who-cc@dkfz.de oder 06221-42 3008.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Das Zentrum wird zu 90 Pro¬zent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finan¬ziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.
Dr. Sibylle Kohlstädt | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.dkfz.de
www.who-cc@dkfz.de
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