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Studie zeigt Unterschiede zwischen direkten und indirekten Blicken
Ob das Gegenüber bei Angst oder Ärger direkten Blickkontakt hält oder nicht, entscheidet, wie das Gehirn des Empfängers diese Emotionen interpretiert. Das ergab eine Studie des Dartmouth Colleges, die in der Juni-Ausgabe des Fachmagazins Science erscheint.
Zentrum dieser Interpretation ist die Amygdala, eine Region des Gehirns, die Emotionen reguliert, potenzielle Gefahren entdeckt und emotionales Verhalten steuert. Die Forscher um Reginald Adams beobachteten, dass zornige, abgewandte Blicke die Aktivität der Amygdala stärker anregten als zornige Blicke, die direkt auf das Gegenüber gerichtet waren. Ein ängstlicher direkter Blickkontakt führte dagegen beim Empfänger zu hoher Aktivität der Amygdala, während der indirekte ängstliche Blick weniger Reaktionen auslöste.
Die Forscher leiten aus diesen Beobachtungen ab, dass die Blickrichtung je nach Emotion darüber entscheidet, ob eine Situation bedrohlich ist oder nicht. So könnte beispielsweise eine Person mit zornigem direktem Blick gefährlich sein. Während eine ängstliche Person mit Blick zur Seite möglicherweise auf eine Bedrohung in der Nähe hinweist.
Für die Studie wurden den Probanden Fotos von Personen vorgelegt, deren ängstliche bzw. zornige Blicke einmal auf den Probanden gerichtet waren und ein anderes Mal zur Seite sahen. Mit funktionaler Magnetresonanz (fMRI) wurde daraufhin die Aktivität der Amygdala gemessen.
Bettina Benesch | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.sciencemag.org
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