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Bluthochdruck auch durch Arbeitsstress möglich

14.05.2008
Unter Hypertonie am Arbeitsplatz leidet etwa jeder fünfte deutsche Beschäftigte. Die wenigsten wissen von ihrer Erkrankung. Am „Welt-Hypertonie-Tag“ am 17. Mai weisen Betriebs- und Werksärzte auf gesundheitliche Risiken eines erhöhten Blutdrucks sowie Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten hin.

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Viel Arbeit, Termindruck, mangelnde Unterstützung, gepaart mit der Sorge, das auferlegte Pensum nicht zu bewältigen – die Arbeitswelt hat sich gewandelt. Kommt noch ein falsches Freizeitverhalten beispielsweise mit mangelnder Bewegung dazu, steigt die Gefahr des Bluthochdrucks.


„Viele Beschäftigte haben erhöhte Blutdruckwerte, ohne dass sich die Betroffenen dessen bewusst sind. Daher ist es wichtig, sich regelmäßig von Betriebsärzten in Gesundheits-Checks untersuchen und den Blutdruck messen zu lassen“, so Dr. med. Wolfgang Panter, Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, zum „Welt-Hypertonie-Tag“ am kommenden Sonnabend, den 17. Mai.

Zunächst können gemeinsam mit dem Betriebsarzt Maßnahmen der Arbeitsorganisation und der Arbeitsplatzergonomie geprüft werden, was den Betroffenen oft schon hilft. Wichtig ist es für die mit Hypertonie lebenden Menschen, dass sie zuerst mit geeigneten Maßnahmen zur Stressbewältigung und Entspannung ihren Blutdruck senken.

Als Idealwert für alle Altersgruppen gilt ein Blutdruck von 120/80 mmHg. Wenn diese Werte dauerhaft über 140/90 mmHg liegen, spricht man von Hypertonie. Bei manchen Beschäftigten sind die Blutdruckwerte während der Arbeit stark erhöht, in der Freizeit aber normal. Menschen mit einer Hypertonie haben keine typischen Beschwerden. Viele fühlen sich trotz Bluthochdruck lange Zeit fit.

Symptome wie Herzklopfen, Schwindelgefühle, Kopfschmerzen, Atemnot, Schweißausbrüche, Sehstörungen, Bewusstseinstrübungen und Übelkeit treten oft erst nach Jahrzehnten auf. Wie wichtig es ist, hohen Blutdruck rechtzeitig zu entdecken und zu verhindern, zeigen seine Langzeitfolgen: Bluthochdruck ist ein entscheidender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise Schlaganfall, Herzinfarkt, Nieren- und Herzschwäche.

Für eine rechtzeitige und gezielte Risikominimierung raten Betriebsärzte zu einer Lebensstiländerung. Bevor zu medikamentöser Therapie gegriffen wird, sollte versucht werden, den Blutdruck mit alternativen Methoden zu senken. Bereits zweimal pro Woche eine halbe Stunde leichter Ausdauersport senkt den Blutdruck, fördert Entspannung, stärkt das Herz und stabilisiert den Kreislauf. Auch gesunde Ernährung, viel Trinken und ausreichend Schlaf sind wirksame Mittel gegen Stress und zu hohe Blutdruckwerte. Oft kann die gleiche Tätigkeit von einem als Stress und von einem anderen als Normalsituation empfunden werden. Daher ist es wichtig, wie Beschäftigte mit Stress umgehen. Mit Hilfe von Entspannungsübungen und Unterstützung von Arbeitsmedizinern kann man lernen, den Blutdruck auch bei psychisch belastenden Situationen besser zu kontrollieren. Erst als letzte Alternative ist eine medikamentöse Behandlung zu empfehlen.

Der Welt-Hypertonie-Tag wird seit 2005 begangen, um weltweit auf die Gefahren und Möglichkeiten zur Bekämpfung von Bluthochdruck aufmerksam zu machen. Weitere Informationen unter www.hochdruckliga.de.

Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) ist der Berufsverband Deutscher Arbeitsmediziner und der größte arbeitsmedizinische Fachverband Europas. Er vertritt seit über 50 Jahren die Interessen seiner rund 3.000 Mitglieder. Zu den Aufgaben des VDBW gehören die Förderung der Qualität arbeitsmedizinischer Betreuung, die Integration des präventiven Fachgebietes Arbeitsmedizin in das medizinische Versorgungssystem und die Unterstützung von Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention in den Betrieben. Der VDBW unterstützt gemeinsam mit anderen maßgeblichen Fachdisziplinen und Institutionen die Gewinnung und Auswertung neuster arbeitsmedizinischer Erkenntnisse sowie deren Weitergabe in die Praxis und wirkt an der Gestaltung arbeitsmedizinischer Programme mit. Die Zentrale des VDBW ist in Karlsruhe.

Katharina Dreger | Quelle: DauthKaun Public Relations
Weitere Informationen: www.hochdruckliga.de
www.vdbw.de

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