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Medikament gegen alkoholische Fettleber?

28.04.2008
Chronischer Alkoholmissbrauch schädigt die Leber. Eine gravierende Folge ist die Verfettung der Leber, die zu einer schweren Schädigung des Organs führt. Amerikanische Forscher haben jetzt an Mäusen gezeigt, dass ein Medikament die alkoholbedingte Leberverfettung verhindern kann.

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Es gilt heute als gesichert, dass schon ein einmonatiger Konsum von 30 Gramm Alkohol zu einer Leberverfettung führt. Oberhalb dieser Menge steigt die Häufigkeit von alkoholischen Organschäden und Leberzirrhose deutlich an. Wer mehr als 60 Gramm Alkohol pro Tag zu sich nimmt, entwickelt eine schwere Fettlebererkrankung.


Professor Ulrich Leuschner (Frankfurt) hat in der Verbandszeitschrift "Verdauungskrankheiten" ausgeführt, dass 46 Prozent der schweren Alkoholiker ein Fettleber haben. Bei starkem Übergewicht, einem unabhängigen Risikofaktor für die Leberverfettung, sind 76 Prozent betroffen. Wenn Alkoholkonsum und Übergewicht zusammen kommen steigt die Zahl der Betroffenen auf 95 Prozent.

Die Ergebnisse der amerikanischen Forscher vom National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism in Bethesda wecken die Hoffnung, dass man die Entstehung einer Fettleber durch Alkoholmissbrauch künftig medikamentös verhindern oder gar rückgängig machen kann. "So begrüßenswert die Vermeidung schwerwiegender Krankheitsfolgen für die Patienten ist", kommentiert Dr. Elmar Zehnter vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng), "so darf dies nicht zu der Illusion führen, dass damit alle Probleme der zugrundeliegenden chronischen Alkoholerkrankung aus der Welt geschaffen sind."

Angebot an die Redaktionen: Wir bieten kompetente Gesprächspartner zu den Themen Darmkrebs, Hepatitis, Morbus Crohn und allen anderen Erkrankungen des Verdauungstraktes. Die Mitglieder des Berufsverbandes engagieren sich mit zahlreichen Projekten zur Versorgungsforschung für die Verbesserung der Behandlungsqualität der Patienten. Es gibt umfangreiche Datenerhebungen zu Darmkrebs, Hepatitis und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Gerne beantworten wir bei Bedarf Fragen für Ihre Berichterstattung. Regelmäßige Informationen finden Sie auch auf unserer Internet-Seite: www.gastromed-bng.de.

Kontakt: Dr. Holger Böhm, Tel.: 0231/92527-905, bng@skriptstudio.de

Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschland e.V.
Insel 3, 89231 Neu-Ulm, Telefon: 0700 26426426, Fax:0731 7054711
eMail: info@gastromed-bng.de, Internet: www.gastromed-bng.de

Dr. Holger Böhm | Quelle: skriptstudio.de
Weitere Informationen: www.gastromed-bng.de

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