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ZINK – Die Schnittstelle, die Leben rettet: Fraunhofer IESE forscht zu Notfallversorgung des Westpfalz-Klinikums

06.07.2010
Zur Erforschung der Rettungskette vom Notarzt bis zum Klinikum gründete das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern im Januar 2009 das Deutsche Zentrum für Notfallmedizin und Informationstechnologie DENIT.

Aktuell unterstützt DENIT das Westpfalz-Klinikum an der Schnittstelle zum Rettungsdienst durch die Konzeption und Implementierung eines Internetportals zur Eingabe und Auswertung der Einsatzdaten des Zentralen Innerklinischen Notfallkoordinators ZINK. ZINK ist für die Rettungsdienste ein singulärer, rund um die Uhr verfügbarer ärztlicher Ansprechpartner, dessen Funktion immer von dem ranghöchsten anwesenden Anästhesisten wahrgenommen wird.

Das Westpfalz-Klinikum setzte den ZINK erstmalig im Juli 2007 ein, da Notarzt und Rettungsleitstellen bei zeitkritischen Notfällen bislang mit einer Vielzahl von Telefonnummern an der Klinik konfrontiert wurden. Mithilfe von ZINK soll nun vermieden werden, dass Notfallpatienten aufgrund mangelhafter interner Klinikkommunikation oder fehlender Akutbehandlungskapazitäten abgelehnt werden müssen. Gleichzeitig können Rettungsdienste der zuständigen Stelle an der Klinik verlässliche Auskünfte über Anzahl der Patienten, Krankheitsbild, Schwere der Verletzung und voraussichtliche Eintreffzeit per Luft- oder Bodenrettung liefern.

Im Rahmen des aktuellen Projekts konzipiert DENIT für das Westpfalz-Klinikum eine webbasierte Plattform zur Erfassung und Auswertung der Einsatzdaten des ZINK. Die dadurch mögliche einfache und zeitnahe Analyse der jährlich ca. 2500 Datensätze wird ein wichtiger Schritt im innerklinischen Qualitätsmanagement sein und so zur weiteren Optimierung der Patientenversorgung beitragen.

Willkommener Nebeneffekt der Institution ZINK ist eine Steigerung der Zahl zugewiesener Notfallpatienten, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit des Westpfalz-Klinikums gestärkt wird. Schlussendlich resultieren aus den gewonnenen Daten aus Sicht der notfallmedizinischen Versorgungsforschung auch wichtige epidemiologische Erkenntnisse, die z.B. in die Rettungsdienst- oder Krankenhausplanung einfließen könnten.

Damit leistet das Fraunhofer IESE einen Beitrag zur lebensrettenden Versorgung von Menschen.

Ansprechpartner:
Alexander Rabe
Telefon +49 (631) 6800 1002
alexander.rabe@iese.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Fraunhofer-Platz 1
67663 Kaiserslautern
Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Das Fraunhofer IESE in Kaiserslautern gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklung. Die Produkte unserer Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen über Automatisierung und Anlagenbau, Informationssysteme, Gesundheitswesen und Medizintechnik bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor.
Unsere Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit sind wir der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe – vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern.
Unter der Leitung von Prof. Dieter Rombach und Prof. Peter Liggesmeyer tragen wir seit über einem Jahrzehnt maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik engagieren wir uns gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen.

Das Fraunhofer IESE ist eines von 59 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten wir die angewandte Forschung in Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei.

Martin Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.iese.fraunhofer.de

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