Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaft und Wirtschaft wollen sich in der Gesundheitsforschung stärker vernetzen

29.11.2011
„Tag der Forschung und Technologie“

Kaum ein Forschungszweig bewegt sich derzeit so dynamisch wie die Gesundheitsforschung. Mit ihrer rasanten Entwicklung geht auch eine stärkere Zusammenarbeit von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft einher, die mehr denn je versuchen, gemeinsam Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Leiden, Krebs oder Diabetes zu bekämpfen. In Rheinland-Pfalz finden sie dafür einen guten Nährboden.

Kooperationen von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Bereich der Gesundheitsforschung voranzubringen war Ziel des diesjährigen „Tags der Forschung und Technologie“, zu dem das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur heute an das Institut für Molekulare Biologie (IMB) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eingeladen hatte.

Die Veranstaltung, die sich vor allem an Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie an Fach- und Nachwuchskräfte und Studierende richtete, knüpfte an das Thema des diesjährigen Wissenschaftsjahrs „Forschung für unsere Gesundheit“ an. „Dabei stehen nicht allein Diagnose, Behandlung und Heilung von Krankheiten im Mittelpunkt, sondern auch die ethische und gesellschaftliche Dimension von Gesundheit. Für die Gesundheitsforschung liegt darin eine große Herausforderung, die von einzelnen Akteuren nur zum Teil zu lösen oder zu beantworten sein wird“, so Wissenschaftsministerin Doris Ahnen. Sie verwies auf den großen wissenschaftlichen Erfolg der Gesundheitsforschung, die sich durch das ganze Land ziehe: vom Institut für Medizintechnik und Informationsverarbeitung Mittelrhein in der Region um Koblenz über das Mainzer Cluster für individualisierte Immunintervention CI3 bis zur gemeinsamen Forschung von Lebenswissenschaftlern mit Experten der Mikro- und Nanotechnologie am Wissenschaftsstandort Kaiserslautern.

Ein herausragendes Beispiel sei auch das IMB selbst: Das Exzellenzzentrum für Lebenswissenschaften schulde sein Bestehen einer großzügigen Spendenzusage der Boehringer Ingelheim Stiftung ebenso wie der Unterstützung durch das Land. „Das IMB ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass Landespolitik und Wirtschaft beim Ausbau unserer Wissenschafts- und Forschungslandschaft an einem Strang ziehen“, so Doris Ahnen.

Daran anknüpfend wolle sich das Land auch in der neuen Legislaturperiode für starke Allianzen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft einsetzen, kündigte die Wissenschaftsministerin an. Nicht zuletzt im Bereich der Gesundheitsforschung müsse es darum gehen, neues Wissen direkt und schnell in innovative Produkte und Verfahren umzusetzen. Diesen Ansatz verfolge beispielsweise das Institut für translationale Onkologie (TRON), das als Bindeglied zwischen Johannes Gutenberg-Universität, Universitätsmedizin Mainz und der Wirtschaft agiere.

TRON zielt auf die gemeinsame Erforschung, Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen sowie von Erkrankungen des Immunsystems. Die Kosten für den Aufbau des Instituts sind mit rund 33 Millionen Euro veranschlagt, von denen das Land etwa ein Drittel übernimmt. Dies sei nur ein Beleg dafür, so Doris Ahnen weiter, dass das Land Ausgaben für Forschung und Lehre stets als Investitionen in die Zukunft betrachte. Vor diesem Hintergrund plane die Landesregierung derzeit auch die Aufstockung des Sondervermögens „Wissen schafft Zukunft“ um rund 254 Millionen Euro.

Pressekontakt
MINISTERIUM FÜR BILDUNG, WISSENSCHAFT,
WEITERBILDUNG UND KULTUR
Wolf-Jürgen Karle
Pressesprecher
Telefon 06131 16-4597
Yvonne Globert
Pressesprecherin
Telefon 06131 16-2829
Telefax 06131 16-2957
E-Mail presse@mbwwk.rlp.de
Mittlere Bleiche 61
55116 Mainz

Caroline Bahnemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.unimedizin-mainz.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Schwere Infektionen bei Kindern auch in der Schweiz verbreitet
26.07.2017 | Universitätsspital Bern

nachricht Neue statistische Verfahren zur Überprüfung von Arzneimittel-Generika
25.07.2017 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

Spektral breite Röntgenpulse lassen sich rein mechanisch „zuspitzen“. Das klingt überraschend, aber ein Team aus theoretischen und Experimentalphysikern hat dafür eine Methode entwickelt und realisiert. Sie verwendet präzise mit den Pulsen synchronisierte schnelle Bewegungen einer mit dem Röntgenlicht wechselwirkenden Probe. Dadurch gelingt es, Photonen innerhalb des Röntgenpulses so zu verschieben, dass sich diese im gewünschten Bereich konzentrieren.

Wie macht man aus einem flachen Hügel einen steilen und hohen Berg? Man gräbt an den Seiten Material ab und schüttet es oben auf. So etwa kann man sich die...

Im Focus: Abrupt motion sharpens x-ray pulses

Spectrally narrow x-ray pulses may be “sharpened” by purely mechanical means. This sounds surprisingly, but a team of theoretical and experimental physicists developed and realized such a method. It is based on fast motions, precisely synchronized with the pulses, of a target interacting with the x-ray light. Thereby, photons are redistributed within the x-ray pulse to the desired spectral region.

A team of theoretical physicists from the MPI for Nuclear Physics (MPIK) in Heidelberg has developed a novel method to intensify the spectrally broad x-ray...

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Ferienkurs mit rund 600 Teilnehmern aus aller Welt

28.07.2017 | Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Assistenzsysteme für die Blechumformung

28.07.2017 | Maschinenbau

Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

28.07.2017 | Physik Astronomie

Satellitendaten für die Landwirtschaft

28.07.2017 | Informationstechnologie