Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Welttuberkulosetag 2010: Neue Ideen für schnelleres Handeln

22.03.2010
Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose, des Koch-Metschnikow-Forums, des Nationalen Referenzzentrums für Mykobakterien und des Robert Koch-Instituts

Tuberkulose ist weltweit die am häufigsten zum Tode führende heilbare Infektionskrankheit. In Deutschland wurden dem Robert Koch-Institut nach dem soeben erschienenen RKI-Bericht zur "Epidemiologie der Tuberkulose in Deutschland im Jahr 2008" insgesamt 4.543 Tuberkulosen übermittelt, im Jahr 2007 waren es 4.998 gewesen.

"Dieser Trend kann aber nur durch ständige Aufmerksamkeit, aktiven Einsatz und verbesserte Tuberkulosekontrolle aufrecht erhalten werden", betont Prof. Dr. Reinhard Burger, Vizepräsident des Robert Koch-Instituts, anlässlich des Welttuberkulosetags am 24. März. Beim RKI laufen die Daten für Deutschland zusammen, insbesondere zu Behandlungsergebnissen und zur Resistenzsituation, das RKI ist auch nationaler Kontaktpunkt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Tuberkulose-Kontrolle.

Mit dem diesjährigen Welttuberkulosetag ist die Hälfte der Zeit vorbei, die mit dem "Global Plan to Stop TB 2006-2015" für die Erreichung der Ziele gesteckt wurde. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt für diesen Tag mit dem Motto "Aktiv gegen Tuberkulose: Neue Ideen für schnelleres Handeln" das Thema Innovationen in den Mittelpunkt. Der Globale Plan enthält dazu konkrete Forderungen im Bereich der Diagnostik (kostengünstige und leicht verfügbare "Point-of-care-Tests"), der Therapie (bis 2010 Verfügbarkeit des ersten neuen wirksamen Medikamentes seit über 40 Jahren) sowie der Prävention (Verfügbarkeit eines besser wirksamen Impfstoffs bis 2015).

Obgleich auf diesen Gebieten Fortschritte zu verzeichnen sind, zeigt sich nach wie vor dringender Handlungsbedarf. So bereiten die Ausbreitung resistenter Tuberkuloseerreger und das zunehmende Auftreten von HIV-Tuberkulose-Koinfektionen in Osteuropa große Sorgen. Dies sind Schwerpunktthemen eines Symposiums am 22./23.3.2010 im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin-Mitte. Organisiert wird die Tagung von dem dort ansässigen Koch-Metschnikow-Forum (KMF), Teilnehmer sind Experten aus dem im In- und Ausland, darunter von der WHO, vom Europäischen Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention und aus besonders betroffenen Regionen.

In Deutschland gibt es eine Reihe von Aktivitäten für die besonders betroffenen Regionen der Welt: So führt das Deutsche Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose ein Stipendienprogramm für osteuropäische und asiatische Gastärzte durch, neben weiteren nationalen und internationalen Projekten. Osteuropa ist auch der Schwerpunkt des KMF, einer deutsch-russischen Initiative des Petersburger Dialoges, das Kooperationsprojekte auf dem Gebiet der Bekämpfung der Infektionskrankheiten koordiniert und gestaltet. Das Nationale Referenzzentrum für Mykobakterien in Borstel führt, auch in seiner Funktion als Supranationales Referenzzentrum der WHO, Qualitätskontrollen zur Tuberkulosediagnostik in mehr als einem Dutzend Staaten durch, hilft beim Aufbau von Tuberkulose-Programmen und -Laboratorien, v.a. in den Staaten, die nach dem Zerfall der früheren Sowjetunion entstanden (NUS), und bietet Trainingskurse an.

Die anfängliche Symptomatik der Tuberkulose ist meist uncharakteristisch; mögliche Allgemeinsymptome sind Gewichtsabnahme, Fieber, vermehrtes Schwitzen, Appetitmangel, Müdigkeit oder Zeichen eines grippalen Infektes. Respiratorische Beschwerden können in Form von Husten, Thoraxschmerzen und Atemnot auftreten. Jeder länger als drei Wochen bestehende Husten sollte daher weiter abgeklärt werden.

Weitere Informationen:
http://www.pneumologie.de/dzk
http://www.kmforum.eu
http://www.fz-borstel.de/cms/index.php?id=13
http://www.rki.de
http://www.stoptb.org
Herausgeber
Robert Koch-Institut
Nordufer 20
D-13353 Berlin
http://www.rki.de
Das Robert Koch-Institut ist
ein Bundesinstitut im
Geschäftsbereich des
Bundesministeriums für Gesundheit
Pressestelle
Susanne Glasmacher
(Pressesprecherin)
Günther Dettweiler
(stellv. Pressesprecher)
Claudia Paape
Heidi Golisch
Kontakt
Tel.: 030.18754-2239, -2562 und -2286
Fax: 030.18754 2265
E-Mail: presse@rki.de

Susanne Glasmacher | idw
Weitere Informationen:
http://www.rki.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Immunsystem: Wer lockt die Polizisten auf Streife?
17.02.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Erstmals Herzpflaster aus Stammzellen für die Anwendung an Patienten mit Herzmuskelschwäche
17.02.2017 | Universitätsmedizin Göttingen - Georg-August-Universität

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

Ökologischer Landbau: Experten diskutieren Beitrag zum Grundwasserschutz

17.02.2017 | Veranstaltungen

Von DigiCash bis Bitcoin

16.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stammzellen verlassen Blutgefäße in strömungsarmen Zonen des Knochenmarks

17.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

LODENFREY setzt auf das Workforce Mangement von GFOS

17.02.2017 | Unternehmensmeldung

50 Jahre JULABO : Erfahrung – Können & Weiterentwicklung!

17.02.2017 | Unternehmensmeldung