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Verlust der Haarfarbe durch Krankheit reversibel

14.11.2008
Melaninmenge im Follikel deutlich erhöht

Es gibt neue Hoffnung für Menschen deren Haare aufgrund einer Krankheit oder extremem Stress weiß geworden sind.

Wissenschaftler der University of Manchester und der Universität zu Lübeck setzten ein Molekül ein um das Pigment zu stimulieren, dass für die Farbe verantwortlich ist. Sie erklärten jedoch, dass das Verfahren erst am Menschen getestet werden muss. Wichtig sei auch, dass sich damit die natürliche Veränderung der Haarfarbe durch das Älterwerden nicht rückgängig machen lasse.

Das Team um Ralf Paus bildete das natürlich vorkommende Molekül K(D)PT nach, das den Hormonen sehr ähnlich ist, die im Körper das Haarpigment Melanin stimulieren. Die Wissenschaftler nahmen Haarfollikel von sechs Frauen zwischen 46 und 65 Jahren und ahmten jene zwei Krankheiten nach, bei denen das Haar weiß werden kann. Dabei handelte es sich um die Hautkrankheit Alopecia Areata und die stressbedingte Erkrankung Telogen Effluvium. Es zeigte sich, dass durch die Behandlung mit K(D)PT die Melanin-Menge im Follikel deutlich erhöht wurde.

Paus erklärte laut BBC, dass die Stimulation des Melanin nahe legte, dass das Verfahren gegen das Ergrauen des Haares eingesetzt werden könnte. Er warnte jedoch laut BBC, dass sich die Forschungen erst in einem sehr frühen Stadium befänden und nicht klar sei, ob die Haare ihre ursprüngliche Farbe wieder ganz zurückbekommen würden. Nina Goad von der British Association of Dermatologists betonte, dass es sich um ein Laborstudie handle, die noch nicht ausgereift genug für den Einsatz bei Patienten sei.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.manchester.ac.uk
http://www.uni-luebeck.de
http://www.bad.org.uk

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