Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vergleich neuartiger Therapieformen bei ADHS

24.04.2013
Eine neuartige Form der Therapie für Kinder, die an dem Aufmerksamkeits-Defizit/Hyperaktivitäts-Syndrom leiden (ADHS), wird derzeit von einer Doktorandin der Hochschule Niederrhein erprobt.

Laura Bauer misst die Gehirnaktivität unter Zuhilfenahme eines EEGs der jungen Patienten und versucht mittels der Neurofeedback-Therapie die Konzentrationsfähigkeit der Kinder zu stärken. Für betroffene Kinder besteht die Möglichkeit, kostenlos an dem neuen Therapie-Verfahren teilzunehmen.

Durchgeführt werden die Therapien in der psychotherapeutischen Ambulanz der Rheinischen Akademie für Psychotherapie in Krefeld (RHAP), die schon länger mit dem Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein zusammenarbeitet.

Insgesamt soll es 40 Therapieplätze geben. Dafür sucht die Diplom-Heilpädagogin Laura Bauer, die derzeit an der RHAP eine Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin absolviert, Kinder zwischen 7 und 11 Jahren mit einem Verdacht auf eine ADHS-Diagnose.

ADHS ist eine häufig gestellte Diagnose „Ihre Ursache liegt unter anderem in einer Unteraktivität des Gehirns, die die Betroffenen durch Hyperaktivität auszugleichen versuchen“, erklärt Prof. Dr. Michael Borg-Laufs, der die Promotion betreut. Borg-Laufs ist Professor für Theorie und Praxis psychosozialer Arbeit mit Kindern am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein. Im Rahmen der kooperativen Promotion, die gemeinsam mit der Universität zu Köln durchgeführt wird, begleitet er Laura Bauer bei ihrer Arbeit.

Bei der Neurofeedback-Therapie wird bei den Kindern über am Kopf installierte Elektroden ein EEG abgeleitet. Die elektrischen Signale des Gehirns werden in eine angeschlossene Software eingespeist und dort ausgewertet. Dahinter steckt die Erkenntnis, das bestimmte Frequenzen im Gehirn mit Konzentration verbunden sind, andere mit Stress, wieder andere mit Entspannung.

„Ziel meiner Arbeit ist es, zwei verschiedene Formen des Neurofeedbacks zu untersuchen“, sagt Laura Bauer. Bei einem Verfahren geht es darum, bestimmte Frequenzen zu trainieren, so dass die Gehirne lernen schneller zu arbeiten. Dazu sitzen die Kinder vor einem Bildschirm und konzentrieren sich auf ein Computerspiel, bei dem alleine durch die Konzentration der Kinder die eigene Spielfigur zum Gewinn geführt werden kann.

Das andere Verfahren beruht auf dem Vergleich mit Normdatenbanken. Diese geben Aufschluss darüber, wie „normale“ Gehirne funktionieren. Die Neurofeedback-Therapie kann dann versuchen, die Gehirnströme eines ADHS-Kindes dieser Norm anzugleichen.

Die Neurofeedback-Therapie wird bereits angeboten aber nicht von den Krankenkassen bezahlt. Eine Teilnahme an der vergleichenden Studie bietet Betroffenen die Möglichkeit, kostenlos an der Therapieform teilzunehmen. Diese besteht aus 25 Sitzungen zu jeweils 50 Minuten und erstreckt sich über 14 Wochen. Voraussetzung einer Teilnahme ist, dass parallel keine andere Therapie durchgeführt wird.

Interessierte können sich direkt bei Laura Bauer melden,
email: lb@versanet.de

Pressekontakt: Dr. Christian Sonntag, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule Niederrhein,

Tel.: 02151 822-3610, E-Mail: christian.Sonntag@hs-niederrhein.de

Dr. Christian Sonntag | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-niederrhein.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Therapieansätze bei RET-Fusion - Zwei neue Inhibitoren gegen Treibermutation
26.06.2017 | Uniklinik Köln

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie