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Der UV-Index zeigt den richtigen Sonnenschutz

19.04.2011
Meldungen über eine verringerte Ozonschicht über Nordeuropa machen hellhörig: Steigt damit die Sonnenbrand- und Hautkrebsgefahr auch in Deutschland?

Der vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ermittelte UV-Index klärt auf: Er zeigt an, wie hoch die UV-Strahlung der Sonne wirklich ist und gibt Anhaltspunkte für den richtigen Sonnenschutz. Der ist in diesem Jahr besonders wichtig. Denn durch die Schädigung der Ozonschicht kann die UV-Strahlung schon im Frühjahr so stark sein wie sonst im Hochsommer. Schon nach Minuten kann ein Sonnenbrand entstehen.

„Damit alle die ersten schönen Frühlingstage genießen können und diese nicht mit einem Sonnenbrand und später sogar mit Hautkrebs enden, sollte man einige einfache Regeln beachten“, erläutert BfS-Sprecherin Anja Schulte-Lutz. „Geeignete Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille tragen, die Mittagssonne meiden und nie die Sonnencreme vergessen. Besonders wichtig ist das für Kinder und Jugendliche. Denn Sonnenbrände im Kindesalter tragen entscheidend zum späteren Hautkrebsrisiko bei. Kinder unter zwei Jahren sollten überhaupt nicht in die Sonne.“

Bei der Entscheidung, welcher Sonnenschutz der richtige ist, hilft der UV-Index: Er zeigt auf einer Skala von null bis elf, wie hoch die sogenannte „sonnenbrandwirksame Bestrahlungsstärke“ am Tag wird. Bei Werten von null bis zwei sind keine Schutzmaßnahmen notwendig. Zeigt der Index Werte zwischen drei bis sieben, sollte man die Mittagssonne meiden und den Körper mit entsprechender Kleidung, Hut und Sonnenbrille schützen. Alle unbedeckten Körperstellen gut mit Sonnencreme einreiben. Erwachsene sollten mindestens Lichtschutzfaktor 20, Kinder mindestens Lichtschutzfaktor 30 verwenden und regelmäßig nachcremen, besonders nach dem Baden. Bei UV-Indexwerten von acht und höher gilt zusätzlich: Auf jeden Fall im Schatten bleiben, in den Mittagsstunden am besten gar nicht ins Freie gehen.

Tagesaktuelle Werte des UV-Index und die Dreitagesvorhersage des BfS finden Sie auf den Internetseiten des BfS.

Aktuelle Messwerte: http://www.bfs.de/de/uv/uv2/uv_messnetz/uvi/messnetz.html
Dreitagesvorhersage: http://www.bfs.de/de/uv/uv2/uv_messnetz/uvi/prognose.html
Mehr Informationen über das Ozonloch über der Arktis und damit verbundene erhöhte UV-Werte in Deutschland: http://www.bfs.de/de/uv/uv2/uv_messnetz/Ozonloch.html

Tipps zum Sonnenschutz:

• Meiden Sie die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr.
• Der beste Sonnenschutz sind geeignete Kleidung, Hut und Sonnenbrille. Ziehen Sie T-Shirts, Hosen und Röcke bis zum Knie und Schuhe an. Die Kopfbedeckung sollte eine breite Krempe oder besser einen Schild und einen Nackenschutz haben. Eine gute Sonnenbrille trägt die Kennzeichnung UV400 oder 100%UV und besitzt einen Seitenschutz, um Streulicht abzuhalten.
• Reiben Sie unbedeckte Körperpartien mit Sonnenschutzmitteln ein. Sie sollen sowohl im UV-A- als auch im UV-B-Bereich schützen und nicht durch Licht zersetzbar sein (photostabil). Sie sind mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad in ausreichender Menge (cirka 30 bis 40 ml für den gesamten Körper) aufzutragen. Der Sonnenschutz sollte mehrmals täglich sowie nach dem Baden erneuert werden. Der Lichtschutzfaktor (LSF) sollte mindestens 20 betragen. Für Kleinkinder und Kindergartenkinder wird ein Lichtschutzfaktor von 30 empfohlen. Kleinkinder unter zwei Jahren dürfen der Sonne überhaupt nicht ausgesetzt werden.
• Kinder und Jugendliche sind besonders gut vor übermäßiger UV-Belastung zu schützen. Die UV-Dosis, die man in den ersten Lebensjahren erhält, ist ein bestimmender Risikofaktor für Hautkrebs.
• Die Anzahl von intensiven UV-Bestrahlungen der Haut soll etwa 50 pro Jahr nicht überschreiten. Vermeiden Sie Sonnenbrand. Besonders Sonnenbrände im Kindes- und Jugendalter erhöhen das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.
• Wer Medikamente einnimmt, sollte vor dem Sonnenbaden den behandelnden Arzt befragen. Bestimmte Arzneimittel erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut oder lösen Allergien aus.

• Kosmetika, Deodorants und Parfüms sollten beim Sonnenbaden möglichst nicht verwendet werden. Es besteht die Gefahr bleibender Pigmentierung.

Anja Schulte-Lutz | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfs.de

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