Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unternehmensgründung: HHL-Alumnus unterstützt chronisch kranke Patienten bei konsequenter Therapie

21.02.2014

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass rund 50 Prozent der für chronisch Kranke verschriebenen Medikamente niemals eingenommen werden. Grund ist die oft fehlende Treue der Patienten zur verordneten Therapie.

Dies führt letztendlich zu erhöhten Gesundheitskosten, zu geringerer Lebensqualität und zur geringeren Lebenserwartung der Betroffenen. Philipp Legge (29), Absolvent der HHL Leipzig Graduate School of Management, sowie Sebastian Gaede (33) und Julian Weddige (35) haben Ende 2012 das Startup SMARTPatient gegründet, da sie überzeugt sind, dass viele Patienten besser mit ihrer Krankheit umgehen möchten, aber an den Hürden des Alltags scheitern.

Diesen Menschen zu helfen, ist die Idee hinter SMARTPatient. Zu dem Konzept und Produkt ihres in München beheimateten Unternehmens, das heute bereits ein zwölfköpfiges Team hat, sagt Philipp Legge: „SMARTPatient unterstützt chronisch kranke Patienten bei der konsequenten Umsetzung ihrer Therapie und gibt ihnen das gute Gefühl, diese gut im Griff zu haben. Hierfür übersetzt die App MyTherapy unterschiedliche Therapieelemente, wie z.B. die Einnahme von Medikamenten oder das Erfassen von Vitalwerten in eine tägliche Aufgabenliste.“ Die vom Arzt verschriebene Therapie würde so laut des Unternehmensgründers zu einer einfachen „Mission“: Tag für Tag eine leere Liste.

Durch MyTherapy-App hat der Patient seine Therapie im Griff

MyTherapy hat sich laut Philipp Legge zu einer der beliebtesten Apps in der Kategorie „Medizin“ im AppStore bei Apple entwickelt. „Im Durchschnitt erhalten wir 4,5 von 5 Sternen bei der Bewertung“, so der Betriebswirt. Als besonders positiv empfinden die Nutzer den Support und die anwenderfreundliche Oberfläche. „Trotzdem möchten wir uns noch weiter steigern“, betont der Jungunternehmer. Hierbei würden auch die Kooperationen mit so namhaften Forschungseinrichtungen wie der Charité in Berlin oder dem Klinikum rechts der Isar in München helfen.

MyTherapy auch attraktiv für Industrie und Forschung

Für die Nutzer steht die App MyTherapy kostenlos zu Verfügung. Für die Industrie- und Forschungspartner des Startups SMARTPatient ist MyTherapy ein willkommenes Werkzeug zur Steigerung der Therapietreue. Sie profitieren in diesem Zusammenhang u.a. von einer erhöhten Arzneimittel-Wirksamkeit und einer gesteigerten Therapiesicherheit.

Zu den Zukunftsplänen von SMARTPatient sagt Philipp Legge, der vor der Unternehmensgründung als Projektleiter bei einer internationalen Strategieberatung tätig war: „Um möglichst vielen chronisch kranken Patienten zu helfen, liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Programms. Weiter ausbauen möchten wir unsere App, die Internationalisierung des Patientenprogramms und die Abdeckung zusätzlicher Plattformen, wie z.B. Android und Windows Phone.“

Gründerschmiede HHL setzt neuen Fokus auf Health Care

Die HHL hat eine wichtige Rolle bei der Gründung von SMARTPatient gespielt. „An der HHL lernt man von Anfang an den möglichen Aufbau des eigenen Unternehmens als echte Alternative zur ‘klassischen‘ Karriere zu sehen.“ Auch wenn sich Philipp Legge nach seinem Masterabschluss zunächst für eine Anstellung in einer Strategieberatung entschied, war schon damals klar, dass ihn irgendwann das Gründerfieber packen würde. „Egal ob Anstellung oder Gründung: das Studium an Deutschlands ältester BWL-Uni fördert in jedem Fall das unternehmerische Denken“, so der Unternehmensgründer.

Gut findet Philipp Legge den neuen inhaltlichen Fokus seiner Alma Mater: „Innovationen und effizienteres Management im Bereich Health Care sind lange überfällig. Für mich macht das Teilzeit-MBA-Programm der HHL mit dem neuen Schwerpunkt ‘Hospital Management and Health Services’ daher Sinn. Damit schafft die als Gründerschmiede bekannte HHL perfekte Bedingungen für die Startups von morgen,- allein im Bereich Digital Health sind die Potentiale gigantisch.“

Über die Gründerschmiede HHL Leipzig Graduate School of Management

Mit über 140 Gründungen, die in den letzten 15 Jahren von HHL-Absolventen ausgegangen sind, hat sich Deutschlands erste Adresse für den Management-Nachwuchs auch zu einem sehr erfolgreichen Inkubator für Unternehmensgründungen entwickelt. Prominente Beispiele sind neben Gollmann Kommissioniersysteme oder Mister Spex auch die Gewinner des WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb SunCoal Industries oder auch die Leipziger Unternehmen Spreadshirt und billigflieger.de. Durch das unternehmerische Engagement der Gründer konnten bereits mehr als 2.500 Jobs geschaffen werden, über 1.100 davon allein in der Region Leipzig. Die HHL wurde im vergangenen Jahr in der zweiten Runde des Wettbewerbs „EXIST-Gründungskultur – Die Gründerhochschule“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) unter die 20 besten Gründerhochschulen Deutschlands gewählt. Die Financial Times platziert die HHL zudem international auf Platz 1 hinsichtlich der inhaltlichen Fokussierung auf „Entrepreneurship“. Erst vor wenigen Monaten hat der Stifterverband die HHL als eine der führenden Gründerhochschulen in Deutschland ausgezeichnet. http://www.hhl.de/EntrepreneurialGraduateSchool

Weitere Informationen:

http://www.smartpatient.eu/de/
http://www.hhl.de/EntrepreneurialGraduateSchool
http://www.hhl.de/hospitalmanagement

Volker Stößel | idw
Weitere Informationen:
http://www.hhl.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Lymphdrüsenkrebs programmiert Immunzellen zur Förderung des eigenen Wachstums um
22.02.2018 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Forscher entdecken neuen Signalweg zur Herzmuskelverdickung
22.02.2018 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Biomasseforscher nehmen Versuchsanlage zur Weiterentwicklung der Biomassevergasung in Betrieb

22.02.2018 | Energie und Elektrotechnik

Leuchtende Nanoarchitekturen aus Galliumarsenid

22.02.2018 | Energie und Elektrotechnik

Kleben ohne Klebstoff - Schnelles stoffschlüssiges Fügen von Metall und Thermoplast

22.02.2018 | Verfahrenstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics