Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Universität Bremen startet Modellprojekt für Eltern mit entwicklungsauffälligen Kindern

27.05.2009
Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation kooperiert dabei mit Klinik Hochried in Murnau bei München - Deutsche Rentenversicherung fördert Projekt mit knapp 300.000 Euro

Das Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation (ZKPR) der Universität Bremen hat jetzt ein dreijähriges Modellprojekt zur Förderung entwicklungsauffälliger Kinder im Vorschulalter gestartet.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Franz Petermann und Prof. Dr. Ulrike Petermann führen die Bremer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Klinik Hochried in Murnau bei München (Leitung und Chefarzt: Dr. Hermann Mayer) ein neu entwickeltes Elterntraining durch. Ziel ist es, dass Mütter und Väter nach dem Klinikaufenthalt die sprachlichen, sozial-emotionalen, motorischen und kognitiven Fertigkeiten ihrer Kinder im alltäglichen Umgang zu Hause weiter unterstützen und fördern können.

Nach erfolgreichem Abschluss des Modellprojektes soll das Elterntraining als Standard-Rehabilitationsangebot in der Klinik Hochried aufgenommen werden. Das Projekt wird von der Deutschen Rentenversicherung mit einer Summe von knapp 300.000 Euro gefördert.

In der sechswöchigen Rehabilitationsmaßnahme werden die Mütter in kleinen Gruppen geschult. Dabei geht es nicht darum, spezifische Förderungen zum Beispiel in Form von Übungen mit den Kindern durchzuführen. Vielmehr steht im Zentrum des Elterntrainings die Erziehungs- und Förderkompetenz der Eltern im alltäglichen Umgang mit ihren entwicklungsauffälligen Kindern. "Eltern können zum Beispiel die Sprache ihres Kindes beim gemeinsamen Lesen von Geschichten fördern oder die Motorik beim gemeinsamen Ballspielen auf dem Spielplatz", erklärt Professor Ulrike Petermann. Auch werden im Elterntraining spezifische Alltagssituationen thematisiert, um Erziehungsprobleme zu lösen. Unter anderem dienen Videoaufnahmen zur Reflektion und Optimierung des Verhaltens der Eltern im Umgang mit ihren entwicklungsauffälligen Kindern.

Ausführliche wissenschaftliche Evaluation

Um die spezifischen Effekte des neuen Elterntrainings aufzuzeigen, führen die Bremer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine ausführliche wissenschaftliche Evaluation durch. Dabei vergleichen sie zwei Gruppen von Kindern. Die erste wird im Jahr 2009 in der üblichen Weise gefördert, wie dies in speziellen Angeboten für Mütter mit ihren Kindern bisher in der Klinik Hochried in Murnau erfolgt. Die zweite erhält ab 2010 das neue Rehabilitationsangebot. In beiden Gruppen werden die Mütter und Kinder im Hinblick auf den Entwicklungsstand der Kinder genauestens zu Beginn und am Ende der Rehabilitationsmaßnahme mit Hilfe von anerkannten Tests untersucht. Eine weitere Erhebung erfolgt zwölf Monate nach Ende der Rehabilitationsmaßnahme.

Weitere Informationen:
Universität Bremen
Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation (ZKPR)
Prof. Dr. Ulrike Petermann
Telefon: 0421 218-7748
E-Mail: upetermann@uni-bremen.de
Prof. Dr. Franz Petermann
Telefon: 0421 218-4618
E-Mail: fpeterm@uni-bremen.de

Meike Mossig | idw
Weitere Informationen:
http://www.zrf.uni-bremen.de
http://www.uni-bremen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Tempo-Daten für das „Navi“ im Kopf
06.12.2016 | Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weiterbildung zu statistischen Methoden in der Versuchsplanung und -auswertung

06.12.2016 | Seminare Workshops

Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen

06.12.2016 | Förderungen Preise

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften