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Typ-2-Diabetes: Eingriffe senken Erkrankungszahl

13.04.2011
Bariatrische Chirurgie soll häufiger eingesetzt werden

Henley-on-Thames (pte/13.04.2011/10:15) - Die erste groß angelegte britische Studie zu den Auswirkungen von operativen Eingriffen zur Gewichtsabnahme hat eine deutliche Verringerung bei Typ-2-Diabetes und anderen Gesundheitsproblemen nachgewiesen. Ein Jahr nach dem Eingriff sanken die Fälle von Typ-2-Diabetes um 50 Prozent. Laut der National Bariatric Surgery Registry http://hostn3.e-dendrite.com/csp/bariatric/FrontPages/nbsrfront.csp verloren die Patienten fast 60 Prozent ihres überschüssigen Gewichts. Die Wissenschaftler untersuchten die Auswirkungen von 7.045 Operationen, die in einem Zeitraum von zwei Jahren durchgeführt wurden. Wie die BBC berichtet, erklärte The Royal College of Surgeons http://rcseng.ac.uk , dass sich das NHS auf die steigende Nachfrage vorbereiten solle.

Bariatrische Chirurgie günstig

Der Bericht betont, dass die Welt von einer Fettsuchtpandemie heimgesucht wird. Allein in Großbritannien leben rund eine Mio. Menschen, die von einer bariatrischen Chirurgie profitieren würden. Dazu gehören Bypassoperationen des Magens und Magenbänder. In den Geschäftsjahren 2008/2009 und 2009/2010 wurden in Großbritannien rund 10.000 dieser Eingriffe durchgeführt. Die Studie enthält für 1.421 Eingriffe genaue Daten für einen Zeitraum bis zu einem Jahr nach der Operation. 379 dieser Patienten litten vorher an Typ-2-Diabetes. Ein Jahr später waren es nur noch 188. Zusätzlich konnten Verbesserungen beim Blutdruck und den Anforderungen des Alltags wie Treppensteigen festgestellt werden.

Die Wissenschaftler argumentieren, dass durch die Reduzierung der mit Fettsucht verbundenen Kosten, wie die Behandlung von Diabetes, die bariatrische Chirurgie für die Gesundheitsökonomie und die gesamte Gesellschaft ein wahres "Schnäppchen" ist. Alberic Fiennes vom NBSR Data Committee betonte, dass diese Art der Behandlung durch die NHS allgemeiner zugänglich gemacht werden sollte. Prävention allein habe nicht geholfen. Es gebe mindestens zwei Generationen von krankhaft fettsüchtigen Menschen, die an Diabetes, Schlaganfällen, Herzerkrankungen und Krebs leiden. "Die Zahlen steigen weiter an und diese Menschen müssen behandelt werden."

Auch anderer Lebensstil wichtig

John Black, der Vorsitzende des Royal College of Surgeons forderte die Regierung zu sofortigen Maßnahmen auf. Chirurgen hätten die NHS seit Jahren vor einem Überhandnehmen von Krankheiten gewarnt, die mit einer Fettsucht in Zusammenhang stehen. George Alberti, der Obmann von Diabetes UK http://diabetes.org.uk strich hervor, dass fettsüchtige Menschen zuerst versuchen sollten durch eine Veränderung der Ernährung und des Lebensstils Gewicht zu verlieren. Bariatrische Chirurgie sollte erst dann eingesetzt werden, wenn alle anderen Versuche gescheitert sind und die Diabetes nicht in den Griff zu bekommen ist.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://rcseng.ac.uk
http://diabetes.org.uk

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