Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Transatlantische Brücke für die Krebsforschung

04.02.2009
Krebsforscher der Universitätsklinik Essen können ihre Fähigkeiten ab sofort an einem der renommiertesten Krebsforschungszentren der USA verfeinern: Die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen hat ein Austauschprogramm mit dem University of Pittsburgh Cancer Institute (UPCI) in Pennsylvania angestoßen, das PEPP (Pittsburgh-Essen-Partnership-Programm) heißen soll. Der offizielle Kooperationsvertrag wurde jetzt gemeinsam mit Forschern des UPCI in Essen unterzeichnet.

Fünf Postdoktoranden der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen können künftig pro Jahr ein PEPP-Stipendium für einen 18- bis 24-monatigen Forschungsaufenthalt am UPCI erhalten und sich dort auf dem Gebiet der Tumor-Immunologie und Tumor-Biologie fortbilden und mit den amerikanischen Forschern Hand in Hand arbeiten. Im Gegenzug sollen auch junge Postdoktoranden aus Pittsburgh an Essener Forschungsprojekten teilnehmen.

"Von diesem Austausch können beide Seiten enorm profitieren. Das Pittsburgh Cancer Institute ist eine der führenden Krebsforschungseinrichtungen in den USA, ist extrem gut vernetzt und bietet Forschungslabore und technische Geräte auf absolut neuestem Stand. Zudem ist das UPCI bekannt für sein ausgezeichnetes Ausbildungsprogramm für junge Forscher", erklärt Professor Dr. Stephan Lang von der Universitätsklinik Essen, der den Direktaustausch gemeinsam mit der amerikanischen Forscherin Prof. Dr. Theresa Whiteside und dem UPCI-Direktor Dr. Ronald Herberman initiiert hat. "Wir haben hier am Universitätsklinikum Essen international herausragende Forscher, vor allem in dem Bereich der Krebsforschung. Das reizt die Amerikaner an dem Austausch", ergänzt Dr. Christoph Bergmann, der gerade von einem zweijährigen Forschungsaufenthalt in Pittsburgh zurückgekehrt ist.

Gewinn für die Forschung

"Die Erkenntnisse, die unsere Wissenschaftler während ihres Forschungsaufenthaltes in den USA gewinnen, kommen natürlich auch unseren Patienten hier zu Gute", betont Prof. Stephan Lang, der in Essen Direktor der Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Auslandsbeauftragter der medizinischen Fakultät ist. Das Universitätsklinikum in Pittsburgh zählt zu den 15 besten Kliniken der USA und verbindet als sogenanntes "Comprehensive Cancer Center" exzellente Grundlagenforschung mit moderner und umfassender Krankenversorgung - ein Ansatz, den auch das Essener Universitätsklinikum zurzeit verstärkt ausbaut. "Die im Rahmen dieses innovativen Forschungsverbundes gewonnenen Erkenntnisse sollen klinisch umgesetzt werden, um so gemäß unserem Leitbild "Spitzenmedizin und Menschlichkeit" einer exzellenten Patientenversorgung noch besser gerecht zu werden", so der Dekan, Prof. Dr. Michael Forsting.

Das neue Austausch-Stipendium ist mit 20. 000 Euro pro Jahr und Stipendiat dotiert, die Kosten werden jeweils zur Hälfte von der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und von den Heimatkliniken der Nachwuchsforscher getragen. Publizieren die Postdoktoranden während und nach ihrem USA-Aufenthalt überdurchschnittlich viel, erstattet das Dekanat den Heimatkliniken ihre Ausgaben zurück. Die University of Pittsburgh finanziert im Gegenzug den Aufenthalt der amerikanischen Forscher in Essen. "Wir freuen uns sehr auf die enge Zusammenarbeit mit den Forschern der Universität Duisburg-Essen", so Prof. Theresa Whiteside bei ihrem Besuch in Essen, wo sie zum Thema "Regulatorische T-Zellen und internationale Zusammenarbeit: Das Modell Essen-Pittsburgh" anlässlich der Vertragsunterzeichnung für PEPP einen Vortrag hielt, um möglichst viele Essener Forscher für den Austausch zu begeistern.

Nähere Informationen:
Falls sie weitere Informationen zu dem neuen PEPP-Austausch-Programm und der Kooperation mit der University of Pittsburgh wünschen, können Sie sich gerne mit Professor Dr. Stephan Lang unter Tel. 0201-723-2481 oder per E-Mail an stephan.lang@uk-essen in Verbindung setzen.

Anne Bolsmann | idw
Weitere Informationen:
http://universitaetsklinikum-essen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt
22.02.2017 | Klinikum der Universität München

nachricht Neue Risikofaktoren für Angsterkrankungen
22.02.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften