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Tierversuche mit neuem Malaria-Impfstoff erfolgreich

05.08.2008
Immunsystem reagiert in einem entscheidenden Stadium

Eine neue Art Malaria-Impfstoff für Menschen soll im nächsten Jahr zuerst in kleinem Rahmen gestestet werden. Versuche mit Tieren sind erfolgreich verlaufen.

Wissenschaftler der University of Oxford berichten gemeinsam mit internationalen Kollegen in Nature Medicine, dass der auf einem Virus basierende Impfstoff bei Mäusen sehr gute Ergebnisse erzielt hat. Derzeit gibt es keinen Impfstoff gegen Malaria. Jährlich sterben laut BBC zwischen zwei und drei Mio. Menschen an dieser Krankheit.

Auch andere Wissenschaftlerteams arbeiten bereits an einem entsprechenden Impfstoff. Einige werden bereits in von Malaria betroffenen Ländern getestet. Das Team um Simon Draper geht jedoch davon aus, dass ihr Kandidat wirksamer gegen jenes Stadium der Krankheit sein könnte, in dem die Anzahl der Parasiten im Blut stark zunimmt. Dazu kommt es, nachdem sie aus den Zellen ausgetreten sind. Die Folgen sind eine schwere Erkrankung oder der Tod. Draper ist davon überzeugt, dass der neue Impfstoff eine massive Immunreaktion genau in diesem Stadium hervorrufen kann.

Grundlage für den Impfstoff sind zwei Viren - ein Adenovirus und ein Pockenvirus. Beide wurden so verändert, dass sie harmlos sind. Sie produzieren jedoch an ihren Oberflächen ein Protein, das jenem entspricht, das auf der Außenseite der Malaria-Parasiten zu finden ist. Folgte der Injektion des Adenovirus acht Wochen später der Pockenvirus, waren die Ergebnisse bei den Mäusen eindeutig. Es kam zu zwei verschiedenen Arten von starken Immunreaktionen gegen diese Malaria-Antigene.

Es besteht daher die Hoffnung, dass damit das Immunsystem auf eine aggressive Reaktion bei einem späteren Kontakt mit einem Malaria-Parasiten vorbereitet ist. Bei den Versuchstieren verringerte sich das Wachstum der Parasiten um 70 bis 85 Prozent.

Die Viren benötigen laut dem leitenden Wissenschaftler keine zusätzliche Chemikalie zum Zeitpunkt der Impfung, um ihre volle Wirksamkeit zu entfalten. Sie seien vergleichsweise leicht herzustellen und daher auch geeigneter für die Produktion in großen Mengen. Der Malaria-Experte Alister Craig von der Liverpool School of Tropical Medicine betonte, dass der Weg bis hin zu einem wirklich wirksamen Impfstoff noch immer weit sei. Die Immunreaktion der Mäuse sei jedoch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ox.ac.uk
http://www.liv.ac.uk/lstm

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