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Test sagt Frühgeburt nach vorzeitigem Blasensprung voraus

12.12.2008
Hohe Laktat-Werte im Scheidensekret entscheidend

Wissenschaftler des Karolinska Institutet haben einen Test entwickelt, der die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt angibt, wenn der Blasensprung früh in der Schwangerschaft eintritt. Hohe Laktat-Werte im Scheidensekret stehen laut dem Team um Eva Wiberg-Itzel in einem starken Zusammenhang mit dem Einsetzen der Wehen innerhalb von 48 Stunden.

Britische Experten betonten, dass dieser Test hilft, Vorsorge zu treffen und Frauen bei einer vorzeitigen Ruptur der Eihäute Sicherheit zu geben. Details der Studie wurden im Medizinfachjournal BJOG veröffentlicht.

Der so genannte Lac-Test wurde bei 86 Frauen mit Einzelschwangerschaften in der 20. bis 36. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Bei 23 Frauen mit hohen Laktat-Konzentrationen begannen bei 87 Prozent die Wehen innerhalb von 48 Stunden. Bei 58 Frauen mit niedrigen Konzentrationen setzten die Wehen innerhalb dieses Zeitraums lediglich bei fünf Prozent ein. Im Durchschnitt vergingen zwischen der Untersuchung und den Wehen bei einer hohen Konzentration 13,6 Stunden. Bei einer niedrigen Konzentration waren es 48 Tage.

Die Wissenschaftler erklärten, dass frühere Studien einen Zusammenhang zwischen einer hohen Laktat-Konzentration im Scheidensekret und einer Ruptur der Eihäute nach der 34. Schwangeschaftswoche hergestellt hatten. Die aktuelle Studie habe diesen Zusammenhang erstmals zu einem früheren Zeitpunkt nachgewiesen. Eine vorzeitige Ruptur der Eihäute, der Blasensprung vor der 37. Schwangerschaftswoche, tritt laut BBC bei zwei Prozent der Schwangerschaften auf und ist für ein Drittel aller Frühgeburten verantwortlich. Wiberg-Itzel betonte, dass die Diagnose leicht sei, wenn es ein offensichtliches Austreten des Fruchtwassers gebe. Schwieriger werde es, wenn nur wenig oder sporadisch Flüssigkeit austritt.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://ki.se

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