Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

T.E.A.M. - das neu gegründete Kompetenznetzwerk Endoskopie der LMU

03.02.2009
Endoskopische Untersuchungs- und Interventionsmethoden spielen in der Medizin in vielen Disziplinen eine immer wichtigere Rolle.

Für Patienten bedeutet der Einsatz minimal invasiver Verfahren oftmals weniger Schmerzen und kürzere Krankenhausaufenthalte, für das Gesundheitswesen lohnen sich die Fortschritte auf diesem Gebiet aufgrund der zu erzielenden Kosteneinsparungen und für die Mediziner reduzieren sich häufig die Behandlungszeit und das Risiko erheblicher Komplikationen.

T.E.A.M. steht für Transluminale und Endoskopische Arbeitsgemeinschaft München, eine interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft zur Entwicklung und Förderung von innovativer endoskopischer Technologie an der LMU. Die Mitglieder, bisher 12 Kliniken bzw. Institute, setzen bereits die neuen Entwicklungen der letzten Jahre mit unterschiedlichen Schwerpunkten ein, bzw. sind an der Forschung und Entwicklung dieser Methoden selbst beteiligt. Die Methoden erfordern eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit. Um diese noch stärker zu unterstützen haben sich innerhalb T.E.A.M. interdisziplinäre Arbeitsgruppen zur Bearbeitung von Schwerpunkten gebildet:

- Arbeitsgruppe NOTES (Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery) / NOS (Natural Orifice Surgery): narbenfreies Operieren als Weiterentwicklung der minimal-invasiven Schlüssellochtechnologie (laparaskopische Chirurgie) mit Einbringen der Instrumente durch natürliche Körperöffnungen (z.B. Magen, Vagina). Fortentwicklung bestehender Technologien sowie die Entwicklung und klinische Erprobung neuer technologischer Arbeitsplattformen und neuer Instrumentarien.

- Arbeitsgruppe Optisch-Endoskopische Diagnostik: nicht-invasive Gewebediagnostik im Bereich der von außen zugänglichen Hohlorgane (Luftwege, Speisewege, Harnwege, weibliche Fortpflanzungsorgane) in Echtzeit durch den Einsatz hochpräziser optischer Verfahren wie beispielsweise die Fluoreszenz-Endoskopie, die optische Kohärenztomographie („optischer Ultraschall“) oder die konfokale Endomikroskopie

- Arbeitsgruppe Funktionelle Implantate: Endoskopische Implantate, die über ihre passive Wirkung hinaus mit dem umgebenden Gewebe aktiv interagieren. Beispiele sind temporäre Implantate, die das Gewebe durch Freisetzung von Medikamenten oder lokal wirksamer Radioaktivität beeinflussen, zur Behandlung von chronischer Entzündung und von Tumoren.

Kontakt:

Dr. rer. nat. Reinhold Baumgartner
Laser-Forschungslabor LIFE-Zentrum,
Sekretariat Kornelia Eberle
Marchioninistr. 23
Tel: +49-89-7095-4865 / -4882
Fax: +49-89-7095-4864
reinhold.baumgartner@med.uni-muenchen.de
Klinikum der Universität München
Im Klinikum der Universität München (LMU) sind im Jahr 2007 an den Standorten Großhadern und Innenstadt etwa 500.000 Patienten ambulant, poliklinisch, teilstationär und stationär behandelt worden. Die 44 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über mehr als 2.300 Betten. Von insgesamt 9.700 Beschäftigten sind rund 1.700 Mediziner. Forschung und Lehre ermöglichen eine Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau. Das Klinikum der Universität München hat im Jahr 2007 etwa 57 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben und ist seit Juni 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.

Philipp Kreßirer | Klinikum der Universität München
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenchen.de
http://team.klinikum.uni-muenchen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz gegen Gastritis
10.08.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Wenn Schimmelpilze das Auge zerstören
10.08.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie