Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Suche nach neuen Wegen in der Wirbelsäulenchirurgie

12.06.2012
Die operative Therapie der Halswirbelsäule ist höchst anspruchsvoll, insbesondere Zugangs- und Implantatplanung haben einen großen Einfluss auf den Therapieerfolg.
Doch diese werden derzeit nur durch CT/MRT-Aufnahmen und Planungsprogramme zur Ermittlung von Messdaten am Wirbel und der Überlagerung von Patientendaten mit zweidimensionalen Implantatskizzen unterstützt. Den Chirurgen fehlen bisher Informationen zur Wirbelfestigkeit und zum Einfluss von Gelenkbändern.

Ein Forschungsprojekt in Kooperation der Universitätskliniken für Neurochirurgie Leipzig und Dresden, des Instituts für Anatomie Leipzig, des Innovationszentrums Computer Assistierte Chirurgie (ICCAS) Leipzig sowie des Fraunhofer IWU Dresden will nun eine fundierte Datenbasis schaffen.

Zwei wesentliche Ziele einer modernen Wirbelsäulenchirurgie will das durch die Europäische Union und den Freistaat Sachsen geförderte Forschungsprojekt erreichen: eine verbesserte präoperative Planung und eine Minderbelastung der Wirbelbogengelenke. "Das angestrebte Planungsmodell der Halswirbelsäule lässt eine optimierte Auswahl der Implantate und der Zugangsplanung erwarten und trägt somit zu einem langfristigen Behandlungserfolg bei“, erklärt Verbundkoordinator Prof. Dr. Jürgen Meixensberger, Neurochirurg und Sprecher des ICCAS.

Im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojekts werden Materialkennwerte zur Beschreibung mechanischer Eigenschaften von Halswirbeln ermittelt, die zur Erstellung einer Defektklassifikation für strukturgeschwächte Halswirbel und für die Erstellung eines erweiterten Patientenmodells genutzt werden sollen. "Die gemeinsam mit dem Fraunhofer IWU geplanten experimentellen Untersuchungen zur Biomechanik von Wirbelkörpern und Einfluss von Bandstrukturen auf die Stabilität der Halswirbelsäule werden neue, direkt anwendbare Erkenntnisse bringen, die so nur im Verbund dieser sächsischen Einrichtungen gewonnen werden können", so Prof. Ingo Bechmann, Direktor des Instituts für Anatomie der Universität Leipzig.

Die Europäische Union und der Freistaat Sachsen fördern das auf zwei Jahre angelegte Projekt mit 462.000 Euro.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Jürgen Meixensberger
Telefon: +49 341 97-17500
E-Mail: juergen.meixensberger@medizin.uni-leipzig.de

Susann Huster | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de/~nchi

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Methode der Eisenverabreichung
26.04.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Bestrahlung bei Hirntumoren? Eine neue, verlässlichere Einteilung erleichtert die Entscheidung
26.04.2017 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie