Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie über Bio-Hacking: Öffnen wir unsere Haustüren bald mit Chip-Implantaten?

07.07.2015

Die Zukunft ist da und Science Fiction näher als wir denken. Einer der neuesten Trends ist das sogenannte Bio-Hacking. Micro-Chips werden direkt unter die Haut implantiert und können mehrere Funktionen übernehmen wie z.B. per "Knopfdruck" die Haustüre öffnen oder aber für medizinische Zwecke Körperfunktionen überwachen.

Unter Software-Entwicklern wird das Thema Bio-Hacking gerade heiß diskutiert und die Developer Week, eine der größten unabhängigen Software-Entwickler-Konferenzen in Deutschland, wollte wissen, ob der Trend das Zeug dazu hat, ein Massenphänomen zu werden.

In einer Umfrage unter deutschen Software-Entwicklern, die im März und April 2015 durchgeführt wurde, zeigt sich ein unentschlossenes Bild. Ein Drittel der Befragten glaubt, dass Bio-Hacking einen echten Nutzen für die Menschheit schafft und in Zukunft normal werden wird.

Wie wahrscheinlich ist es, dass wir zukünftig implantierte NFC-Chips dazu nutzen, Türen zu öffnen, Kopierer zu bedienen oder um digitale Visitenkarten auszutauschen? Von der technikaffinen Gruppe der Software-Entwickler glauben 36 Prozent, dass die Implantierung von Chips unter der Haut eine Randerscheinung bleiben wird.

Ein weiteres Drittel ist allerdings davon überzeugt, dass Bio-Hacking einen echten Nutzen für die Menschen schafft und in Zukunft normal werden wird. Der Rest glaubt, dass Bio-Hacking ohnehin vom deutschen Gesetzgeber vorab verboten werden wird.

Mehr als die Hälfte der Befragten erachten Bio-Hacking solange als legitim, wie es der freien Entscheidung eines jeden Einzelnen obliegt. Damit wird Szenarien, in denen z.B. Krankenkassen ein Chip-Implantat zur Bedingung für die Aufnahme in die Krankenversicherung machen, klar eine Absage erteilt.

Chip-Implantate just for fun werden von 42 Prozent der Befragten abgelehnt. So würden sich auch nur 11 Prozent der Befragen selbst für einen Chip unter der Haut entscheiden, und wenn, dann nur aus medizinischen Gründen.

"Eine Mischung aus Mensch und Maschine ist in der Medizin mit z.B. Herzschrittmachern längst normal und akzeptiert", erklärt Florian Bender, Projektleiter der Developer Week und Initiator der Studie.

"Neue Technologien und immer kleiner werdende Geräte ermöglichen heute aber ganz neue Anwendungen, die zum ersten Mal auch im menschlichen Körper eingesetzt werden können. Dabei kann dieser Eingriff in die Natur des Menschen durchaus kontrovers diskutiert werden. Das Ergebnis unserer Studie hat deutlich gezeigt, dass sogar die technikaffine Gruppe der Entwickler hier eher skeptisch ist."

Alle Studienergebnisse unter: http://ots.de/Wk3hg

Über die Developer Week (DWX)

Die DWX ist eine der größten unabhängigen Entwicklerkonferenzen Europas mit über 200 Sessions, mehr als 150 Referenten und einer Ausstellung mit mehr als 50 Partnern. Die nächste DWX findet vom 20. bis 23. Juni 2016 in Nürnberg statt. Die DWX ist eine Marke des Medien- und Weiterbildungsunternehmens Neue Mediengesellschaft Ulm mbH, München.

Bei Rückfragen:


Vera Vaubel
Tel.: +49 (89) 98103987
E-mail: medienberatung@vaubel.de
Vaubel Medienberatung GmbH

Regina Reitzer
Tel.: +49 (89) 74117-128
E-mail: regina.reitzer@nmg.de
Neue Mediengesellschaft Ulm mbH

Vera Vaubel | presseportal

Weitere Berichte zu: Chip Haustüren Krankenversicherung Marke Massenphänomen Szenarien Umfrage

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sind Epilepsie-Patienten wetterfühlig?
23.05.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs
18.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften