Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Steigende Lärmbelastung nicht nur bei der Fußball-WM

15.06.2010
Die akustische Zukunft der Gesellschaft ist morgen Thema in Brüssel

Das Auditory Valley aus Niedersachsen stellt sich zu Fragen der akustischen Zukunft unserer Gesellschaft auch und insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Der weltweit einzigartige Forschungs- und Entwicklungscluster präsentiert am 16. Juni in Brüssel vor europäischen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft den Cluster sowie seine innovativen Zukunftslösungen, um allen Menschen ein optimales Hören in allen Situationen und Branchen zu ermöglichen.

Europa braucht Zukunftslösungen für besseres Hören – die aus dem niedersächsischen Auditory Valley stammen könnten. Denn hier befasst man sich schwerpunktmäßig mit dem grenzübergreifenden Problem und seinen Herausforderungen: Rund 70 Millionen Menschen leiden in Europa unter Schwerhörigkeit, Tendenz stark steigend. Lärmschwerhörigkeit ist die am häufigsten registrierte Berufskrankheit in der Europäischen Union und damit ein enormes volkswirtschaftliches Problem. „Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und von Schwerhörigkeit betroffenen Menschen zu helfen, ist ein erheblicher Aufklärungs- und Handlungsbedarf vorhanden. Hier müssen Politik, Gesundheitswirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Forschung gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungsansätzen arbeiten“, erklärt der Sprecher des Forschungs- und Entwicklungsclusters Auditory Valley, Prof. Dr. Dr. Kollmeier.

Ob implantierbare Hörsysteme, integrierte Hörgeräte-Technik für Fernsehen und Handy, Herausfiltern von Störgeräuschen bei Freisprechanlagen oder Video- und Konferenztechnik – darum und um viele weitere Innovationen drehen sich die Entwicklungen und Visionen der Spezialisten aus dem Auditory Valley. Ziel der morgigen Veranstaltung in der Landesvertretung Niedersachsen in Brüssel ist es, die gesamte Thematik sowie die Technologien von heute und morgen stärker ins Zentrum der europäischen Aufmerksamkeit zu rücken. Führende Forscher und Entwickler aus dem Auditory Valley bieten den europäischen Gästen aus Politik, Gesundheit und Wirtschaft spannende Ein- und Ausblicke in die Zukunftsbranche „Hören“.

Auditory Valley – Schneller Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

Im weltweit einzigartigen Forschungs- und Entwicklungscluster Auditory Valley arbeiten Wissenschaftler, Mediziner und Industrievertreter gemeinsam an der medizinischen und audiologischen Optimierung von Hörsystemen. Mit der Medizinischen Hochschule Hannover, dem Kompetenzzentrum für Hörgeräte-Systemtechnik „HörTech“, der Abteilung medizinische Physik der Universität Oldenburg sowie den Hörzentren Oldenburg und Hannover führt der Cluster die umfassenden Expertisen in der Region Oldenburg/Hannover rund um das Thema Hören (Hörsysteme, Hördiagnostik) zusammen und greift in Kooperation mit den weltweit führenden Industrieunternehmen das volkswirtschaftlich wichtige Problem der Kommunikationsstörungen durch Schwerhörigkeit auf. Innovative Ideen und neueste Forschungsergebnisse werden im Auditory Valley in einem schnellen Wissenstransfer zwischen Forschung und Wirtschaft in hochmoderne Produkte für die medizinische Rehabilitation und für die Consumer-Elektronik überführt.

Zukunftsmarkt Hörtechnologie – Chancen für Europa
Der Markt für Hörsysteme weist ein erhebliches Wachstumspotenzial auf. Ein wichtiger Wachstumsfaktor ist dabei die noch immer sehr geringe Marktdurchdringung. In Deutschland z.B. tragen nur drei Millionen der ca. 15 Millionen Hörgeschädigten ein Hörgerät. Hinzu kommt der demografische Wandel der Gesellschaft. Veranschaulicht man sich, dass einerseits immer mehr ältere Menschen am beruflichen und sozialen Leben teilhaben wollen, andererseits aber jeder Zweite der über 65-Jährigen schwerhörig ist, so besteht hier ein wachsender Bedarf an Hörsystemlösungen. Darüber hinaus begegnen die Akteure im Auditory Valley mit innovativen Technologien den akustischen Anforderungen unserer modernen Gesellschaft: Die globale Vernetzung durch Video- und Telefonkonferenzen, der zunehmende Gebrauch von Unterhaltungselektronik und die steigende Lärmbelästigung im täglichen Umfeld verlangen nach Zukunftslösungen, um möglichst allen Menschen in allen Situationen ein optimales Hören zu ermöglichen.

Mit der Verschmelzung der Hörsystemkompetenz aus dem medizinischen Bereich und der Audiotechnologie aus dem Consumer-Bereich entwickelt sich derzeit eine neue Hörsystembranche, deren innovatives Zentrum das Auditory Valley ist. Von den Ergebnissen der Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Auditory Valley werden in Zukunft nicht nur Schwerhörige, sondern auch Normalhörende profitieren. Und: „Mit der Entstehung einer neuen Hörsystembranche im Zentrum Europas ergeben sich auch für die europäischen Industrieunternehmen aus dem Bereich der Hörsystementwicklung und Audiologie ganz neue Chancen für die Erschließung neuer Marktpotenziale“, erklärt Prof. Dr. Thomas Lenarz, Direktor der HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover.

Der weltweit einzigartige Forschungs- und Entwicklungscluster Auditory Valley führt seit mehreren Jahren die umfassenden Expertisen in der Region Oldenburg/Hannover in Niedersachsen rund um das Thema Hören (Hörsysteme, Hördiagnostik) zusammen und greift in Kooperation mit den welt¬weit führenden Industrieunternehmen das volkswirtschaftlich wichtige Problem der Kommunika¬tionsstörungen durch Schwerhörigkeit auf. Der Verbund umfasst die gesamte Wertschöpfungskette hochtechnologischer Hörsysteme von der Forschung über die Entwicklung bis hin zur Produkteinführung, Versorgung der Betroffenen und Evaluation/Qualitätssicherung. Zu den Clusterpartnern gehören u.a. die HörTech gGmbH, das Hörzentrum Oldenburg, die Universität Oldenburg, die Medizinische Hochschule Hannover, das Hörzentrum Hannover, die Leibniz Universität Hannover, die Fachhochschule Oldenburg, das Fraunhofer Institut. Führende Industrieunternehmen wie SIEMENS, SENNHEISER, COCHLEAR, KIND, PHONAK, AURITEC, WIDEX, OTICON und ADVANCED BIONICS nehmen an Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Auditory Valley teil.

Pressekontakte:

DauthKaun ZSP GmbH
Yvonne Küchler
Monbijouplatz 5
10178 Berlin
Tel: (030) 2404786-19, Fax: -10
E-Mail: yvonne.kuechler@dauthkaun.de
HörTech gGmbH
Dr. Corinna Pelz
Marie-Curie-Str. 2
26129 Oldenburg
Tel: (0441) 21 72-203, Fax: -350
E-Mail: C.Pelz@HoerTech.de

Yvonne Küchler | idw
Weitere Informationen:
http://www.auditory-valley.com
http://www.audiologie-niedersachsen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Abstoßung von Spenderorganen: Neue Biomarker sollen Komplikationen verhindern
15.12.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

nachricht Antibiotikaresistenzen durch Nanopartikel überwinden?
15.12.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Im Focus: First-of-its-kind chemical oscillator offers new level of molecular control

DNA molecules that follow specific instructions could offer more precise molecular control of synthetic chemical systems, a discovery that opens the door for engineers to create molecular machines with new and complex behaviors.

Researchers have created chemical amplifiers and a chemical oscillator using a systematic method that has the potential to embed sophisticated circuit...

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltrekord: Jülicher Forscher simulieren Quantencomputer mit 46 Qubits

15.12.2017 | Informationstechnologie

Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke

15.12.2017 | Verfahrenstechnologie

Forscher vereinfachen Installation und Programmierung von Robotersystemen

15.12.2017 | Energie und Elektrotechnik